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Foodhunter in Japan: Miso, Dashi, Ramen. Diese Suppen machen schlank.

Drei Kilo hat er abgenommen, der Foodhunter. Dabei hat er während der Woche in Japan mehr gegessen als sonst. “Die Japaner essen eigentlich ununterbrochen. Doch Übergewicht findet sich im Land der aufgehenden Sonne nicht.”  Das liegt sicherlich daran, dass selten Kohlenhydrate und Zucker auf den Tisch kommen. Vielleicht auch den herrlichen Suppen und Brühen, die in Japan allgegenwärtig sind. ‘Meine Suppe ess’ ich nicht… ‘ Dieses Märchen des Suppenkaspers kann also kein japanisches sein.

Autor Dirk Vangerow, Fotos Foodhunter

Suppe zum Frühstück, zum Mittag und zum Abend. Vornehmlich auch zur Beendigung eines Mahls vor dem Dessert. Die Basis ist immer Miso, eine klare Brühe aus Sojabohnenpaste, ungetrübt von Geschmacksverstärkern, Fettaugen oder sonstigen Zusätzen. Alternative zur Miso ist Dashi, eine Fischbrühe aus Bonito (dem nächsten Verwandten des Thunfischs), die man  hervorragend aus Dashi-Pulver herstellen kann. Sie wärmt, sie sättigt auf angenehme Art, sie tut Leib und Seele gut. Soulfood sowohl der einfachen als auch raffinierten Art.

Den Einlagen sind kaum Grenzen gesetzt. Allerdings werden regional die Regeln der traditionellen Zubereitung  streng eingehalten. Als Einlage gibt es Gemüse, Kombu-Algen, Tempura von Gemüse oder Fisch, Pilze wie Shiitake, Enoki, Nametake und Shimeji, frische Bambusschößlinge, Tofu und in Essig und Zitrone eingelegte Lotuswurzel oder gekochten Bambus. Nudeln? Aber ja.  Somen (Fadennudeln), Udon (dickere Weizennudeln), Ramen oder Soba (dünne Buchweizennudeln).

Yuzu-Pfeffer und

Miso, Foto Foodhunter

Tonkotsu, die Suppe der Insel Kyushu

Viele dieser Zutaten bekommen Sie z. Bsp. in München im Orient-Shop in der Rosenheimerstr. 38. Die Inhaberin und ihre Mitarbeiter erklären Ihnen geduldig die Lebensmittel.

Für Udon, Ramen & Co empfehlen wir die Shoya Restaurants, zum Beispiel am Platzl oder in der Frauenstraße 18 am Viktualienmarkt.
Shoya empfiehlt sich auch für Tonkotsu-Ramen die Suppe der südjapanischen Insel Kyushu, der Heimat des Restaurantinhabers.

Die Köche und Restaurantleiter wie Kenta Tanaka oder Kei Nireda führen Sie gerne in die Welt der japanischen Suppen ein.

www.shoya-group.de  /  www.orientshop.net

www.foodhunter.de/2012/06/10/ramen-wellness-suppe-aus-japan/

 

 

 

Mandarine, Grapefruit, Limette? Nichts davon. Mein Name ist Yuzu

Ich heiße Yuzu, sehe aus wie eine Mischung aus Mandarine und Limette und so fantastisch schmecke ich auch: mein Fruchtfleisch ist säuerlich-bitter. Sie können meine Schale verwenden oder meinen Saft, ich verzaubere Cocktails, komplettiere die asiatische Küche oder verfeinere Süßspeisen.  

Autor Sabine Ruhland, Foto Foodhunter

Es reicht ein winziger Ritz an der Schale und schon verströmt sie ihr unglaubliches Aroma: Yuzu, die japanische Zitrone, ist eine aromatische Frucht mit einmaligem Duft, eine perfekte Mischung aus kräftiger Limette, mit Nuancen von Grapefruit und Mandarine.

Eine Yuzufrucht ist gößer als eine Zitrone und kann fast die Ausmaße einer Orange bekommen. Im Inneren befinden sich mehrere große Kerne, weswegen eine Yuzufrucht nur ca.10-12 ml Saft liefert (was den Preis für die kleinen Yuzu-Flaschen erklärt, 100 ml liegen bei ca. 15 Euro). Sollten Sie die Schale z.B. zum Backen benutzen wollen, achten Sie darauf gelblichere Früchte zu wählen, da diese eine nicht so bitter schmecken.

Yuzu ist prädestiniert für Kuchen, Crepes,  und Desserts, die Schale kann getrocknet verwendet werden oder frisch gerieben. Getrocknet findet sich Yuzu zahlreich in der japanischen Küche: in klaren Suppen, als Dressing zu Salaten oder als abschlussgebendes Aroma über Nudeln oder Fischgerichte gestreut.

Yuzu ist frisch kaum zu bekommen, weshalb Foodhunter sich tierisch gefreut hat, das AgroDirect diese Superfrucht jetzt bald im Sortiment hat. Rund 5 Euro das Stück. Wer sich schon mal für eine kleine Palette anmelden will, kann vorbestellen: info@agrodirect.de oder BosFood. 

Gut zu wissen – Infos vom Lieferanten (Herr Bick, AgroDirect)

  • Die Yuzus stammen derzeit von der Shikoku Insel im Süden Japans, gelegen in der Präfektur Kochi.(Die kleinste der japanischen Inseln)
  • Zusätzlich werde ich im November/Dezember auch noch Yuzus aus Süd-Spanien haben, ein kleiner Erzeugerbetrieb dort hat sich auf seltene Zitrusfrüchte spezialisiert. (Yuzu, Buddhas Hand etc.)
  • Die generelle Yuzu- Saison geht von Oktober bis Ende Dezember. (Oktober=grüne Früchte -bis hellgelb / November+Dezember=gelbe Früchte)
  • Lagertemperaturen: 2-7 Grad / 2-3 Wochen

 Yuzu, Foto Foodhunter