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Aficionado Abend mit Dieter Meier im Goldenen Kalb und ein argentinischer Abend in der Kochgarage

Seit Jahren ist Dieter Meier überzeugter Biofarmer in Argentinien: in der Pampa Humeda züchtet er Rinder, in Agrelo Alto produziert er Wein. Beides mit Bio-Zertifikat. Dabei kennen ihn die meisten anders: als Teil des Popduos Yello mit Welthits wie The Race oder Oh Yeah. “Singen kann ich nicht, ist mehr so eine Art Sprechgesang”, erzählt er – wie viele andere Anekdoten rund um seine Erfolge als Künstler und seinen ziemlich außergewöhnlich-gewöhnlichen Namen. “Hätten Sie gedacht, dass jemand mit dem Namen Meier einen Welthit landet?” – Die Gäste tobten vor Vergnügen, denn der Schweizer Unternehmer wußte unterhaltsam zu erzählen. 

Autor Dirk Vangerow, Fotos Foodhunter

“Hey, bist du nicht der, dessen Song The Race gerade lief, fragte mich ein Punk in Berlin. Ich nickte. Der Song ist Mist, aber dass du Dich Meier nennst, ist genial.” Dutzende Geschichten rund um die Band Yello, Welthits wie The Race, Oh Yeah, den Namen Meier und die Anfänge des Erfolges gab Dieter Meier beim von FoodHunter organisierten Abend im Goldenen Kalb zum Besten. Das Publikum begeistert vom Schweizer Entertainer. – Und von seinen Produkten, denn längst ist Meier unter die Viehzüchter und Winzer gegangen. So genossen die Gäste an diesem Abend ein vorzügliches Rindertatar mit schwarzen Wurzeln, einen Beef Tea, der Dieter Meier so überzeugte, dass er gleich zwei Tassen verschlang und ein perfekte gegartes Filet, Roastbeef & Entrecôte im Ganzen gegrillt und tranchiert. “Es war ein wunderbarer Abend, unterhaltsam, kulinarisch eine Offenbarung”, so die einhellige Meinung der Gäste.

FoodHunter und die Gastgeber Marko Huth, Patrick Bertermann und Christian Valk von Wein Wolf haben keine Mühen gescheut, den Gästen einen tollen Abend zu bescheren.

Die Bio-Weine PURO mundeten allen und keine Geringere als Paula Bosch, die unter den Gästen weilte, nickte anerkennend. Des Weiteren unter den Gästen entdeckt: Wirtschaftsjournalist und Fernsehmoderator Florian Fischer Fabian dessen fachkundige Artikel auch auf www.gourmetglobe.de zu finden sind, Promi-Journalist Michael Graeter, Claus Vatter kam mit Ehefrau Jill eigens aus Florida angereist, Münchens Edeljuwelier Thomas Jirgens, Kiton Statthalter Ernst Kunte, PR-Chefin Ulrike Barcatta vom Bayerischen Hof, Müncher Kindl Senf Produzent Theo Hartl mit Ehefrau Kathrin, der italienische Starfotograf Ferdinando Cioffi, der schon Größen wie Jean Taittinger, David Rockefeller, Patrick Vuitton oder Baron Eric de Rothschild vor seiner Kamera hatte.

Alle Weine von Dieter Meier, die ab 10,20 Euro zu haben sind und die Bezugsquellen finden Sie unter: 
www.weinwolf.de/detailsuche/?detail=text&textfield=Puro&x=0&y=0

Dieter Meier, Fotos Foodhunter

Ein Tag später …. argentinischer Abend in der Kochgarage

Dieter Meier ist ständig unterwegs – für die richtige Kondition sorgt sein sportliches Hobby: “Trockenrudern”. Jeden Tag 20-30 Minuten. Also ging es nach dem Abend im Goldenen Kalb am nächsten Tag in die Kochgarage. Dort führt die Argentinierin Graciela Regie und lud zu den “argentinischen Open”, natürlich mit den Weinen von Dieter Meier. Also schaute er vorbei, philosophierte mit den Gästen über das reiche Land Argentinien, in dem die Rinder das ganze Jahr auf den Weiden grasen und nichts weiter brauchen, weil unberührte Böden und saftiges Gras genug bieten, während die Viehzucht in Deutschland längst abhängig ist von teuren Futterimporten.

Kochgarage, Foto Foodhunter

 

Die Kochgarage 1+2

Graciela Cucchiara ist Argentinierin und lockt Genießer in eine übergroße Wohnküche, in der geschnipselt, gekocht, gelacht, geredet, gefeiert und gegessen wird. Statt grammgenauer Rezepte darf hier Improvisation ans Werk. Die Kochgarage ist vielleicht Münchens ungewöhnlichster Ort, um Begeisterung für gutes Essen und die dazugehörige Gesellschaft zu erfahren. Die Location: ein Hinterhof in der Nymphenburger Straße, ein Industriebau aus den Sechzigerjahren mit Rohren und Glasbausteinen, Industrielampen und Backstein. Mittelpunkt: ein  7 Meter langer Tisch mit 25 Stühlen. Weil der Erfolg so groß war, kam 2012 die Kochgarage 2 dazu, ein Mix aus Industriebau und Vintage-Bäckerei. Wieder ein langer Holzstisch und wieder 30 Hocker. www.diekochgarage.com 

Kochgarage, Foto Foodhunter

 

 

 

Ojo de Agua. Foodhunter traf Dieter Meier in Zürich

Er  ist Winzer und baut Biogemüse an, entwirft Uhren und züchtet Rinder. Seine Farmen liegen in Argentinien. Das Enfant terrible hat in jungen Jahren durch ungewöhnliche Aktionen auf sich aufmerksam gemacht, sei es als Schriftsteller, Filmemacher, Pokerspieler oder als Musiker der Band Yello. Heute ist er Unternehmer und Ökologe, tritt obligatorisch mit Halstuch, Schnurrbart und (ab und zu) Zigarre auf und besitzt Kultstatus – nicht nur in der Schweiz. 

Autor Dirk Vangerow

Ojo de Agua”  („Auge des Wassers“) nennt sich seine Eigenmarke, die im gleichnamigen Geschäft am Rennweg verkauft wird. Dieter Meier  bietet argentinischen Wein aus biologischem Anbau, Fleisch aus seiner Zucht, ebenso wie Kolonialwaren und argentinische Spezialitäten. Inzwischen beschäftigt er dafür 20 Mitarbeiter allein in Zürich. Daneben gehört ihm das Restaurant Bärengasse, “das beste Steak-Restaurant von ganz Zürich” wie es heißt.

Dass Dieter Meier spontan bei unserem Besuch des Gourmetfestivals “Il Tavolo” zu einem Gespräch bereit war, lag sicher daran, dass er wie wir gutes Essen und gute Produkte zu schätzen weiß. Pünktlich wie eine Schweizer Uhr erscheint er. Distanz zwischen ihm und seinen Mitarbeitern, aber auch freundlicher Respekt.  Wachsam seine blauen Augen, ihm entgeht kein Detail.

Dann tischt jeder auf, was er zu bieten hat. Dieter Meier offeriert uns Roastbeef aus eigener Herstellung. Saftig, aromatisch, unbestritten exzellente Qualität. “Meine Tiere  sind das ganze Jahr auf der Weide und fressen ausschließlich frisches Gras. Keine Silage. Keine Antibiotika, genfreies Futter.” Seit 1995 besitzt er eine Farm in Argentinien. Ausschließlich Hereford und Angus.

Dieter Meier, Foto Foodhunter

Restaurant Bärengasse in Zürich. Auch hier gibt das Bio-Fleisch aus Argentinien. Das beste Steakhaus der Stadt, sagen Insider.

Wir halten mit, holen Wasabi aus der Kühltasche, frischen Wasabi. Dieter Meier ist begeistert. Er zieht nach. Rotwein Ojo de Agua. Ebenfalls eigene Herstellung, ebenfalls Bio. Die erste Flasche. “Zu warm”, sagte er. Er ließ eine Zweite aus dem Chambrair holen. 14-16 Grad. Der Wein, Cuvée Spéciale, besitzt ein sattes Rot. Das Bouquet gibt sich vielschichtig, reifen Beeren und Röstaromen durchstreifen den Gaumen. Langer Abgang, perfekt zum Fleisch. “Die Traubensorten sind Malbec und Cabernet Sauvignon”, sagt der Winzer, lehnt sich entspannt zurück.

Wir sind dran, zaubern “Dirty Harry” aus der Kühltasche. Dieter Meier ist vom Fleck weg vom Geschmack überzeugt. “Eine herrliche BBQ-Sauce”, sagt er. Wir lehnen uns entspannt zurück.

Carpaccio kommt, zart von der Farbe, perfekt von der Maserung. Bedeckt mit Spänen der Belper Knolle. Ein “Fleischgericht”, das die Foodhunterin in Ekstase versetzt und nur dank guter Erziehung wird nicht nach Nachschlag gerufen. Dieter Meier blickt wissend. “Qualität zu produzieren, ist mir ein Anliegen, seit ich 1973 erstmals in Argentinien war”, erzählt er. “Reine, echte Lebensmittel. Etwas anderes interessiert mich nicht.” 20.000 ha besitzt er inzwischen, fährt mehrmals im Jahr hin, um nach dem Rechten zu sehen und neue Areale zu finden. So wie die Nussplantagen am Rio Negro. Sein neuestes Baby.

Nun, unsere Kühltasche leert sich, hätten wir’s gewusst, sehr viel mehr an Foodhunter-Delikatessen wäre mit in die Schweiz gewandert. Aber einen Trumpf haben wir noch. Senf. Münchner Kindl Senf, Bio-Qualität, das beeindruckt Dieter Meier natürlich. – Nach zwei Stunden ist klar: das war nicht unser letztes Treffen mit dem Schweizer Unternehmer. To be continued….

Restaurant Bärengasse, Bahnhofstrasse 25 / Bärengasse, 8001 Zürich. www.restaurant-baerengasse.ch

OJO DE AGUA, Weinkontor, Ötenbachstraße 13, 8001 ZÜRICH, Mo-Mi 10-22 Uhr, Do-Sa 10-23 Uhr. www.ojodeagua.ch

Dieter Meier, Foto Foodhunter (2)

Zwei Foodhunter: Dieter Meier (re.) und Dirk Vangerow. Beim Essen herrschte schnell Einigkeit