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Alte Post zu Pähl. Original altbayerische Schmankerlküche

Peter Maffay ist seit 2009 Besitzer des Gasthauses, das bereits 1590 Erwähnung fand. Liebevoll und fast „zu aufwendig“ wurde es von Vorbesitzern renoviert: mit Fliesen im Gastraum aus Jerusalem oder einem Parkplatz, dessen Pflastersteine aus dem Hafen von Portofino stammen. Die Gäste ähnlich illuster: von Peter Maffay über Alfons Schuhbeck bis hin zu Patricia Riekel und Helmut Markwort. Sie alle wollen nur eines: die gutbürgerliche Küche von Herbert Russer. Der ist seit 2012 Herr über Stuben und Herd von der Alten Post zu Pähl.

 Autor Sabine Ruhland, Foto Foodhunter

Ab 11 Uhr ganztägig geöffnet – das ist ganz und gar in unserem Sinne, denn nach einem langen Spaziergang in der Wintersonne lieben wir es, Mittag- und Abendessen zu verbinden und um 14 oder 15 Uhr einzukehren. Der Kachelofen bullert leise im holzvertäfelten Almstüberl während es in der größeren Gaststube deutlich lauter zugeht. Constance und Herbert Russer sind präsent, plaudern mit ihren Gästen, familiäre Gastfreundschaft von der ersten Minute.

Alte Post zu Pähl, Foto Foodhunter

Am Herd steht nur einer: Herbert Russer selbst. Allenfalls springt Ehefrau Constance ein. Fotos Foodhunter

Die Karte vielversprechend: Braumeisterpfandl mit  ¼ knusprige Ente, Altbayerischer Schweinsbraten mit König-Ludwig-Sauce (Sauce mit Dunkelbier), Postwirts saftiger Zwiebelschmorbraten oder gesottener Tafelspitz vom bayerischen Weiderind. Zum Abschluss Topfenstrudel, Kaiserschmarrn oder geeister Kaiserschmarrn. Die Qual der Wahl.

Alte Post zu Pähl, Foto Foodhunter (1)

Das gemütliche Almstüberl mit bullerndem Ofen. Eine Überraschungsvorspeise mit Thunfisch und Gambas und ein saftiger Saibling mit Mango-Chutney. Fotos Foodhunter

Wir entscheiden uns für eine Leberknödelsuppe – hausgemachte Tafelspitz-Brühe, perfekt abgeschmeckt. Der saftig gegrillte Weidentaler Saibling ist exakt so, wie wir uns das Fischlein gewünscht haben. Kein Wunder, dass es als „des Kinis Leibspeiß“ auf der Karte steht. In unserem Fall ersetzte Herbert Russer die Petersilienkartoffeln durch ein Mango-Chutney, was Exotik ins Spiel brachte und den Gaumen erfrischte.

Zum Hauptgericht servierte uns der Chef ein Filet, kombiniert mit Stücken von der Ente. Mehr als das Fleisch überzeugten die hausgemachten Soßen und ein Blaukraut, das von fundierter Küchenkunst zeugte.

Zum Abschluss ein geeister Kaiserschmarrn – Schuhbeck lässt grüßen hat Herbert Russer doch seine Lehrzeit bei ihm in Waging verbracht. – Geniales Finale.

Alte Post zu Pähl, Ammerseestraße 3, 82396 Pähl. Bis April Mo und Di Ruhetag!
Ansonsten ab 11 Uhr durchgehend. Tel. 08808/921077. Schöner Biergarten im Sommer!
Halbe Stunde Fahrt von München aus via Starnberg. 
www.alte-post-paehl.de

Alte Post zu Pähl, Foto Foodhunter

Das Blaukraut eine Wonne, das Fleisch nicht wirklich eine Offenbarung (in einem Fall leider falsch geschnitten), dafür authentische Soßen. Zum Schluss der geeiste Kaiserschmarrn mit Beeren – ein grandioses Finale. Fotos Foodhunter