Schlagwort-Archiv: Restaurant München

Afghanische Kost.1001 Nacht auf dem Teller

Es ist eine Erfolgsgeschichte von Miro und seiner Familie. Vor rund 10 Jahren starteten sie in Münchens Hackenviertel mit ihrem ersten Restaurant. Lemar. Dann folgten Schwabing, Starnberg und nun die Thierschstraße im Münchner Zentrum. Glücklich, wer im Lehel wohnt. Da hat der Verlag mal wieder Glück gehabt. 

Auto Sabine Ruhland

Vorab: Die afghanische Küche ist der persischen, pakistanischen oder indischen so fremd wie die bayerische der französischen. Wichtig, denn viele werfen Exotisches gerne in einen Topf. Afghanische Küche  ist leicht und bekömmlich, weder süßlich noch zu scharf – außer die Schärfe wird dezidiert verlangt. Dann allerdings dürften einige Schweißperlen auf der Stirn erscheinen.

Gekocht wird frisch, sehr viel Gemüse – ein Hauptbestandteil auch in Ostafghanistan, jener Region aus der Miro und seine Familie stammen. Für Gemüse, Gewürze und Kräuter ist Miro viel unterwegs, holt sich die Produkte bei Asiaten, Marokkanern oder bestellt direkt in Indien, bevorzugt den Safran, denn Geschmack und Qualität gehören zusammen.

Die Rezepte sind original, weitergegeben von der Mama und alles wird selbst hergestellt, wie auch die zweierlei Chutneys, die automatisch auf die Tische wandern. Das scharfe grüne Chutney mit grünem Koriander, Schwarzkümmel und Chili sowie das süßlich-pikante rote Chutney mit roter Paprika, roter Bete, Aprikosen, Honig und Kardamom.

Für den Lammspieß Quabelli Palau mit Basmatireis, Rosinen und Pistazien beispielsweise wird das Lammfleisch schon zwei Tage vorher in einer Marinade aus Joghurt, Kardamom, schwarzen Pfeffer und Chili eingelegt, um es zart zu machen. Hackfleischspezialitäten werden nur für größere Gesellschaften zubereitete, denn gerade bei diesem Fleisch ist Frische wichtig und deshalb muss es am gleichen Tag verarbeitet werden, bekräftigt Miro. Getrunken werden traditionell Säfte zum Essen, doch es finden sich zahlreiche Weine aus Frankreich und Italien auf der Karte, um den Wünschen der Gäste zu entsprechen. „In Afghanistan gibt es zwar Weinberge“, lacht Miro, „aber wir machen Rosinen aus den Trauben und leider keinen Wein.“  Das orientalische Ambiente der beiden Lemar-Restaurants tut ein Übriges, den Abend in ein kleines Märchen aus 1001 zu verwandeln, Goldornamente an den Wänden, romantische Sitznischen und geflochtene Lampen zaubern exotische Stimmung. An schönen Tagen werden die bodentiefe Fenster zur Straße geöffnet und Urlaubsfeeling macht sich breit. Foodhunter-Tipp: wer erst mal kosten will, Mittagsmenüs (11.30-14.30) gibt es ab 8,90 Euro.

Lemar, Thierschstraße 5, 80538 München

So süß kann Schranne. Michaela Micheu und ihre Pâtisserie

Was wäre eine Männertruppe ohne weibliche Unterstützung? Das dachten sich auch Marco Huth und Patrick Bertermann vom Restaurant “Krake”, das am 25. Juli Eröffnung feierte. Neben Austern, Fischsuppe und allerlei Krakeligem gibt es künftig noch verführerische Desserts und Kuchenträume von Michaela Micheu. Die hat bei keinem Geringerem als Silvio Nickol gelernt, dem Shooting-Star aus dem Schlosstern in Velden, jetzt in Wien im Palais Coburg.

Autor Dirk Vangerow, Foto Foodhunter

 

[sociallocker id="361340"]

Fast schon unverschämt großzügig zieren kiloweise süße Himbeeren und süß-saure Johannisbeeren eine der neuen Kreationen der Österreicherin.
Sommerlicher Beerenkuchen à la Michaela Micheu. “Mit der Dekoration gehen wir Österreicher niemals sparsam um”, lacht sie. Mit den Dekorationen nicht und mit den anderen Zutaten auch nicht. Sonst hätte niemals ein Schokoladenkuchen wie dieser entstehen können. Saftig, nicht zu süß, leicht fluffig. Und das im Sommer. “Eiskalt essen”, lautet ein Tipp. “und dazu eine Kugel feines Vanilleeis.”  Dass Michaela die Münchner mit ihren Kreationen um den Finger wickeln wird, beweist keiner besser als Krake-Geschäftsführer Marko Huth. Sonst gar kein Süßer, schnappt er sich immer wieder im Vorbeigehen eines dieser verführerischen Törtchen. Neben den Kuchen zaubert die Mehlspeisenkönigin auch die Desserts der Speisenkarte. Könnte es sein, dass da manche Gäste nur wegen… Michaela schmunzelt.

Restaurant Krake, Schrannenhalle München, am Viktualienmarkt.

Foodhunter-Tipp:
www.foodhunter.de/2013/05/10/trip-to-vienna-trip-to-silvio-nickol/ 

Foto Foodhunter, Krake Schranne

Den Meeresfrüchten folgen süße Früchte. Michaela Micheu kreiert Desserts und Torten in der Krake, Schrannenhalle München. Foto Foodhunter

Michaela Micheu, Beerenkuchen, Foto Foodhunter

Schmeckt wie er aussieht. Köstlich. Foto Foodhunter

 

[/sociallocker]

 

Aus für die Krake in der Schrannenhalle. Münchens angesagtes Fischlokal hat geschlossen

Die Schrannenhalle in München ist und bleibt ein konzeptionelles und organisatorisches Desaster. Nach unzähligen Restaurants und selbst Zugpferden wie Käfer ist auch die “Krake” gescheitert. Das vor wenigen Monaten noch angesagte Fischlokal ist seit Dezember  geschlossen. 

Autor Dirk Vangerow, Fotos Foodhunter

Nicht weniger als das beste Fischrestaurant der Stadt sollte es sein – und bleiben: Die Ende Juli eröffnete Krake in der Schrannenhalle. Mit Austern & Champagner-Bar, Sushi-Bar, einem Restaurant im ersten Stock und einer Terrasse draußen. Käfer residierte zuvor auf dieser Fläche, die jetzt ganz und gar den Meeresbewohnern gehört – und das 544 Meter über dem Meeresspiegel. Einfache mediterrane Küche von höchster Qualität. Seit Ende Dezember ist das Gastspiel wieder vorbei.

Jetzt konzentrieren sich die Profi-Gastronomen Patrick Bertermann und Marco Huth wieder auf ihre Erfolgslokale  ”Das Goldene Kalb” und “Miura”.

Schön wäre es gewesen….

Krake, Foto Foodhunter 5

Das Auge isst mit. Erfrischendes Ceviche mit Salat

Krake, Foto Foodhunter 5

Gazpacho Andaluz neu interpretiert von Chefkoch Christof Lobnig mit einer Gemüse-Brunoise und Scampo.

Sushi Krake 2 Foto Foodhunter 036

Hamachi, Calamari-Lilie, Thunfisch und Spicy-Roll

Krake, Foto Foodhunter 1

Sea you – aber nicht mehr in der Krake. Patrick Bertermann (li) und Marco Huth.

Mehr japanische Frische-Geschichten?
www.foodhunter.de/2013/02/24/limettenkaviar-oder-auch-finger-limes-genannt/
www.foodhunter.de/2012/03/07/wasabi-im-heimischen-garten/

 

Rendezvous mit dem Alten Peter. Emiko Roof Terrace eröffnet.

Klein, fein, versteckt und doch mitten in München, so mögen wir das. Jetzt hat das Louis Hotel – allen momentanen Wetterwidrigkeiten zum Trotz das offizielle Opening seiner Emiko Roof Terrace vollzogen. Wir sagen Ihnen, was Sie auf Münchens intimer Dachterrasse alles erwartet.

Autor Sabine Ruhland

 

[sociallocker id="361340"]

Zunächst macht schon das Hingehen Freude: rein ins Hotel, eine kurze Anmeldung an der Rezeption und rauf mit dem Lift in den sechsten Stock, einen schmalen Gang entlang und schon eröffnet sich Münchens Hinterhof-Dachterrasse mit Blick auf Kirchturmspitzen wie die des Alten Peter und den charmanten Wohnungen drumherum.

Holzdeck, grüne Bepflanzung, knallbunte Sonnenschirme und nur wenige Tische – der perfekte Rückzugsort, wenn die Hektik der Stadt zuviel wird.

Neu: „Sushi & Sunshine“, das Mittagsangebot von 12-14.30 Uhr. Am Abend wird noch exklusiver aufgetischt, denn von 18-22 Uhr können Sie à la carte die Köstlichkeiten des japanischen Restaurants EMIKO genießen. Auf der Speisekarte stehen unter anderem ein Duett vom Coho Lachs mit Mango-Chili Sauce oder auch Tartar vom Wagyu mit Ingwer, Shiso und Tsukemono.

Zum edlen Essen gibt es kaum weniger edle Cocktails (einige finden Sie mit Rezept auf unserer Foodhunter-Seite “Geutes genießen/Cocktails). In dieser Saison empfiehlt die Bar den  Thai Mojito mit Rum Agricole, Limettensaft, Thaibasilikum, Zucker und Calpico. Und wir hoffen, dass auch unser heißgeliebter Lavendel-Gimlet nach wie vor zu bekommen ist.- Wie auch immer, wenn die Sonne kommt, dann kommen auch wir.

Louis Hotel, München

Louis Hotel, München

Louis Hotel, Viktualienmarkt 6, 80331 München. Roof Terrace täglich ab 12 Uhr geöffnet (bei schönem Wetter). Tagsüber genügt eine Anmeldung an der Rezeption. Abends ist eine Reservierung erforderlich. Zwischen den Lunch- und Dinner-Zeiten gibt es Drinks und Erfrischungen. www.louis-hotel.com

Louis Hotel, München

Fotos: Louis Hotel

 

[/sociallocker]

 

[/sociallocker]

 

Vranken Pommery eröffnet erste Diamant-Bar in München

Heute aufgebaut und Foodhunter hat gleich das erste Glas mit den Kieffers und den Rappenglücks gekostet. Die “Diamant-Bar” schmückt ab sofort bei schönem Wetter die Terrasse des Les Deux, das zur Sommersaison auch sein Restaurant nach draußen verlegt. Wer dann im feinen Schäfflerhof luncht oder diniert kann sich als Aperitif den neuen Luxus-Tropfen gönnen. Wie er schmeckt? – So wie er heißt. Einfach brillant, der Diamant.

Autor Dirk Vangerow

Er präsentiert sich mit zartem Bernsteinschimmer. Schäumt heiter und lebendig, bildet eine lang anhaltende Perlage. Der erste Eindruck ist intensiv, frisch und komplex zugleich, mit Nuancen von geschnittenem Gras und getrocknetem Farn. Vollfruchtige Aromen, wie Feigen und Backpflaumen, und großzügige Anklänge von warmem Brioche. Der Diamant ist ein Geheimtipp zum Aperitif, aber auch zu Fleischgerrichten und – wie sagt die Foodhunterin immer – zu Salat, zu Fisch, zu Dessert, für zwischendurch, mittags, nachmittags, abends … Wine Spectator gab dem Champagner in der geschliffenen Flakon-Flasche 92 Punkte. Bei Les Deux kostet das Glas 14 Euro. Auch Fabrice Kieffer ist begeistert. ”Filigraner Champagner mit subtiler Perlage, frischer Abgang, spritzig und doch harmonisch.”

Diamant-Bar, Foto Foodhunter

www.bottleworld.de/champagner/vranken/diamant-de-vranken-cuvee-brut-geschenkpackung.html

TIPP für Champagnerliebhaber: Diamant Bleu

Komposition ausschließlich aus 6 Grands Crus. Präsentiert sich in gold-leuchtendem Strohgelb, mit changierendem Bernstein- und Smaragdschimmer. Unzählige winzige Bläschen bilden einen zarten, lebendig prickelnden Schaum. Überraschend reichhaltig und vielschichtig, mit Aromen von getoastetem Brot, leicht gegrilltem Trockenobst, einem Hauch von Gewürzen und wilden Kräutern. Am Gaumen komplex und fein. Die warme Fruchtigkeit des Pinots gibt ihm die charakteristische Prägung, der Chardonnay ergänzt die Frische mit zarten Noten von Vanille, hellem Karamell und Marzipan. – Ein  Champagner für besondere Gelegenheiten.

 

 

 

 

Esszimmer by Käfer. Die BMW Welt tischt neu auf.

Ein warmer Kontrast zur stählernen Fassade: Das Fine Dining Restaurant auf der Galerie der BMW Welt: Esszimmer by Käfer. Der neue Chef am Herd ist Bobby Bräuer, sterne-erprobt und haubengekrönt.  Ihm kann über die Schulter blicken, wer durch die schmalen Fenster in die Küche spitzelt. Jeder Gast zu jeder Zeit.  

Esszimmer, Foto Foodhunter

Autor und Fotos Sabine Ruhland 

Mit kritischem Blick beäugt der Küchenchef die Teller. Alles muss stimmen. Die Erwartungen sind hoch. ”Ist ein Stern angestrebt?” wollte einer der Journalisten wissen und die Antwort seitens BMW kam prompt. “Der einzige Stern, über den wir uns freuen würden.”

Die Ansätze sind vielversprechend und die Preise bereits auf Sterne-Niveau angehoben. So kann beispielsweise auf kulinarische “Exkursion” gehen, wer 130-160 Euro für ein 5-7-Gänge-Menü bezahlt. Dafür steht dann eine höchst abwechslungsreiche Karte bereit: Gänseleber mit Rotkraut, Kaninchen mit Topinambur, Langusten mit Spanferkel und Salzzitrone, Atlantik-Seezunge, Milchkalbskotelett und zwei feine Abschlüsse.Wir kosten ein “Herzstück”, einen Donauwaller mit Preiselbeeren und Fass-Sauerkraut. Extrem erfrischend, denn der manchmal etwas “grundelig” schmeckende Donauwaller bekommt einen süß-säuerlichen Frischekick.

Das Ambiente ist angenehm. Warme Töne, weiche Teppiche, glutrote Lampen. Dazu der Blick in die Halle. Glückliche Kunden, blitzende Neuwagen, die Abholung und Übergabe ein freudestrahlendes Spektakel. – Was sollen wir sagen: die Sterne stehen gut für BMW.

Di-Sa ab 18 Uhr , Tel. 089/358 99 18 – 14
E-Mail: esszimmer.bmw-welt@feinkost-kaefer.de

Esszimmer, Foto Foodhunter 2

Esszimmer, Foto Foodhunter 3

Esszimmer, Foto Foodhunter 1

 

 

Cafe Tambosi. Münchens Logenplatz

Es ist das am meisten fotografierte Freiluft-Plätzchen Münchens. Leider finden sich immer noch in zahlreichen Führern und “best of- Gastroheftchen” Fotos aus dem 90er Jahren. Dabei sitzt es sich im Tambosi am Hofgarten längst nicht mehr auf Rattangeflecht, sondern stilvoll wie in der Oper. 

Autor Sabine Ruhland 

Sonntagmorgen. 11 Uhr. Touristen sind noch spärlich unterwegs. Wir nutzen gerne die frühe Stunde, um durch den Hofgarten zu schlendern, den Boule-Spielern zuzusehen, die einen Hauch St. Tropez nach München bringen. Danach Kaffee im Tambosi. Wer Glück hat, darf dazu den oftmals wirklich guten Straßenmusikern lauschen. Vorne königliche Sessel, ansonsten Stühle in Reih und Glied, auf fröstelnde Damen warten rote Kuscheldecken. Und auf unseren Magen Kuchen. Selbst gemacht. Riesen Stücke. Wir können nicht ohne den Karottenkuchen mit Nuss. Saftig-matschig, so wie wir es lieben. Ratzfatz weg, das gute Stück. www.tambosi.de

Foto Foodhunter, Tambosi, Sabine Ruhland

 

Tambosi, Foto Foodhunter

Pure Gastfreundschaft: Perazzo

Mehr Italien geht kaum, dabei ist Pino Perazzo seit über 40 Jahren in München. Doch seine italienische Seele lodert unverändert, weshalb die Gäste ein strahlendes Gesicht bekommen, kaum dass er und seine Mitarbeiter zur Begrüßung herbeistürmen: umarmen, küssen, herzen, ein freundschaftlicher Schlag auf die Schulter. Anders geht es nicht, anders wollen wir es auch nicht.

Autor Sabine Ruhland

Pinos Herzlichkeit ist unabdingbarer Teil des Restaurants. Meine Gäste sind meine Familie, sagt er, weshalb viele Stammgäste ihn über Jahre begleiten, darunter alles, was in München Rang und Namen hat. Promis, Vorstände, Wirtschaftsbosse, Politiker, der Porsche-Club, Oldtimer-Fans, bei Pino trifft sich alles. Ehemals im Il Borgho, seit 15 Jahren im Perazzo. Er symbolisiert, was München einst zur „nördlichsten Stadt Italiens“ machte, glückseliges Dolce Vita, mediterranes Essen, bei schönem Wetter auf der Terrasse, mit restaurierten Luxuskarossen vor der Tür, bei schlechtem unter herrlichen Fresken und mit Blick auf Münchens prächtige Palazzos.

„Essen kannst du heute überall gut in München – ich will aber, dass meine Gäste noch ein bisschen mehr bekommen. Sie sollen gehen und ein gutes Gefühl haben, weil sie einen schönen Mittag oder einen entspannten Abend verlebt haben.“ Weshalb viele erst gar keinen Blick in die Speisekarte werfen, sondern Pino und den Koch mal machen lassen. Umsorgt werden, der Freund wird schon das Beste bringen. Dann kommt vielleicht ein frisches Oktopus-Carpaccio mit zartem Artischocken-Salat auf den Tisch, vielleicht hausgemachte  Strozzapreti, raffiniert mit Bohnen und gegrillten Gambas oder Kaninchenkeule mit frischem Rosmarin, duftend wie ein Tag auf dem Lande. Schon satt und zufrieden lässt Pino ein nein zum Dessert nicht zu, Ricotta-Cannelloni schweben auf den Tisch, „nur zum Probieren“. Natürlich sind sie am Ende verputzt. So verlassen auch wir das Perazzo mit einem „das Leben ist einfach herrlich-Gefühl.“ Unbezahlbar.                                                                  

Perazzo, Oskar-von-Miller-Ring 36, Mo-Fr 11.30-14.30 und ab 18.30 Uhr, Sa ab 18.30 Uhr, Tel. 089/28986090, www.perazzo.de

Perazzo, Foto Foodhunter

Schwarz & Weiz im Sofitel Bayerpost

Dass das “Schwarz & Weiz” nach wie vor ein Münchner Geheimtipp ist, mag seiner Lage zuzuschreiben sein. Gäste müssen einmal quer durchs Sofitel. Der Weg lohnt.

Autor Dirk Vangerow

Wir kosten das Roastbeef, 24 Stunden in Salz und Kräutern gebeizt, dazu Wasabischaum. Gekonnte Alternative zum klassischen Carpaccio. Exzellent im Geschmack. Steht leider nicht auf der Karte. Ein Blick in selbige zeigt, wo der Schwerpunkt liegt. Bayerisch-französische Küche mit feinen Details. Atlantik Meeräsche oder Perlhuhnbrust aus dem Bordeaux neben Wildschwein aus dem Chiemgau oder Reh aus Polting. Dazu überraschende Beilagen: grüne Berglinsen, Maronensoufflé, Traubenragout. Das perfekt gemachte Trüffeljus begleitet ein zartes Rebhuhn, das Holunderjus setzt fruchtige Akzente zum perfekt gegarten Rehrücken. So gut wie die Küche zeigt sich der Service. Charmant und kompetent. Hier ein Hauch holländisch, dort ein wenig französisch. Letzteres passend zur Käseauswahl von Deutschlands ausgezeichnetem Affineur Volker Waltmann. Auch da eine Neuentdeckung: Trappe Echourgnac mit Wallnusslikör. Ein wunderbarer Abschluss.

Bayerstraße 12
80335 München
Mo-Fr ab 19 Uhr
Tel. 089/599480
www.sofitel.com

 

schwarz, Foto Foodhunter

Versteckt im riesigen Hotel, aber der Weg durch die langen Flure lohnt. Foto Foodhunter