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Grünweizen Polaris und Bourbonbock3. Die Mikrobrauerei von Paulaner im historischen Eiswerk

Die Mikrobrauerei von Paulaner im histrorischen Eiswerk in München feierte Eröffnung. Da schaute auch “noch-OB” Christian Ude gerne vorbei. Foodhunter-Autor Rudolf Danner, der in der Redaktion als absoluter Bierkenner bekannt ist, war ebenfalls da und erfreute sich an bayerischen Signalkrebsen, Grünweizen Polaris und Bourbonbock3.

Autor Rudolf Danner

Menü mit korrespondierenden Weinen, so lautet in aller Regel das Angebot in der gehobenen Gastronomie. In der Paulaner Mikrobrauerei im Eiswerk ging es umgekehrt zu: Bierspezialitäten mit korrespondierenden Speisen.

Im traumhaft illuminierten historischen Gebäude beeindruckte die weltweit einzige riesige Eisaufbereitungsmonstermaschine – Carl von Linde sei Dank – 1881 installiert und nach 90 Jahren Laufzeit bei täglicher Blockeisproduktion von 80 Tonnen 1971 eingestellt.

Eiswerk, Foto Foodhunter

Zum Auftakt ließen die Gastgeber ,Brauer und Biersommelier Martin Zuber und Tanja Leidgschwendner, untergäriges hopfenbetontes Eiswerk 1881 ein typisches Märzen servieren, dazu durfte sich eine Rohpolnische im etwas trockenen Steinpilzbriochemantel gesellen.

Den kross gebratenen Zander mit Topinambur begleitete eine obergärige Grünweisse mit im Hopfengarten an der Au selbst angebautem Hopfen. Eine wahre Geschmacksexplosion folgte! Früh bei Sonnenaufgang in Wolnzach geerntet und daheim sofort im Eiswerk gebraut. Das Weißbier mit Polaris Aromahopfen aus der Hallertau, frisch fruchtig mit dezentem Gletscherbonbonaroma, hätte fast die bayrisch-amerikanischen Signalkrebse mit Himbeerdressing vor Freude zum Winken gebracht.

Zum poschierten Aischer Karpfen mit erdiger Rote Bete und brauner Butter wurde ein zitrusfruchtiger obergäriger Weizenbock mit dem “In-Hopfen” Bavaria Mandarin eingeschenkt.

Dunkles malziges Josephs Spezial musste die zum Rinderfilet servierten etwas derben Kalbsleber-Trüffel-Ravioli kompensieren, die gehackten Feigen dazu sehr harmonisch, sehr zurückhaltendes ‚Sommertrüffelaroma‘ hatte gegen das Malzaroma keine Chance.

Zum süßen Finale der kulinarischen Bierreise erwartete die Gäste in der weihnachtlich dekorierten Villa der heimliche Star der Verkostung: der Bourbonbock3.

Mit fast 10 % Alkohol, dreimal vergoren, 4 Monate im Whiskeyfass gelegen, dann standesgemäß in Champagnerflaschen abgefüllt. Oberbürgermeister Christian Ude-mit unter den Bierliebhabern – meinte vorher in einer seiner vielen letztmaligen launigen Ansprachen: „Nach Bier schmeckt er nicht, aber er schmeckt fantastisch und das Gute ist, dass wegen des hohen Preises von 25 Euro pro Liter keine Gefahr des Alkoholmissbrauchs besteht“. Perfekt passte der Cappuccino aus weißer und dunkler Schokolade zu den leicht rauchigen Whiskeyaromen. Der ‚Bierbotschafter‘(Biername) durfte sich mit den Geschmacksaromen von Blauschimmelkäse, kandierten Nüssen und dem Radicchio verbinden.

Eiswerk, Foto Foodhunter

Für einen krönender Abschluss sorgten die Pralinen zum hochprozentigen Eisbock (25 %), der Benjamin Franklins Ausspruch verstehen lässt: „Bier ist der Beweis dafür, dass Gott den Menschen liebt und ihn glücklich sehen will“. Ein Prost auf das Geschenk des Himmels, die Vielfalt der bayrischen Bierkultur und die innovativen leidenschaftlichen Brauer Martin Zuber und Tanja Leidgschwendner – Nunc est bibendum! Jetzt lasst uns trinken!

Brauerei im Eiswerk, Ohlmüllerstraße 44, 81541 München. Räume stehen für Events und Brauereiführungen zur Verfügung.
Online-Bestellung: www.brauerei-im-eiswerk.de/sortiment.php

Eiswerk, Foto Foodhunter (3)