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Mailand: Tour del Gelato

Was wäre Italien ohne Eis? Das gab es zwar schon in der Antike, aber erst Marco Polo führte die Eiscreme im 13. Jahrhundert in Italien ein. Von dort nahm sie ihren Siegeszug.  

 Autor Angelika Frank

Heute begeistern in Mailand zahllose Gelaterias, die alle eines gemeinsam haben: ‚produzione artigianale’, handwerkliches Können und nur frische Zutaten wie Pistazien aus Sizilien, Zitronen aus Kampanien und Walderdbeeren, wenn die Saison dafür ist, aus dem Piemont. Alles andere ist Betriebsgeheimnis, Liebe und Passion. Was tut man nicht alles für eine gute Recherche – wir haben uns durchprobiert und die zwei Kilo mehr auf den Hüften dafür gerne in Kauf genommen!

 

GROM
Sie ist eine der begehrtesten Eisdielen Mailands und an der eleganten Via Manzoni zu Hause: „Grom“. Mailänder stehen hier ebenso Schlange wie Besucher aus allen Teilen der Welt. Kein Wunder, denn bei Frederico Grom wird nur Bestes verarbeitet wie beispielsweise Obst von einer eigenen Biofarm im Piemont. Ein Muss ist das Eis des Monats, in unserem Fall Yoghurteis mit Trauben und sizilianischen Mandeln. Das weckt Lust auf mehr und so kosteten wir noch ein legendäres Schokoladeneis und das Te Verde aus grünem Matcha Tee. Einfach alles unsagbar gut! Mo-So 12-23 Uhr, Via S. Margherita 16.

 

MARGHERA 
Die Via Marghera mit ihren vielen charmanten Boutiquen wäre auch ohne ihre berühmte Eisdiele „Gelateria Marghera“ einen Abstecher wert. Doch ein Besuch bei Franco erheitert Gaumen und Seele, denn die 40 Eissorten sind einfach ‚buonissimo’, allen voran das ‚Cremino’ aus Sahne und Nugat, das ‚Fiordilatte con Crocante di Mandorla’ und die herrlich erfrischenden Sorbets wie das Waldbeeren-Sorbet ‚Sorbetto di fragoline di bosco’. Alles ohne künstliche Aromen oder Farbstoffe.“ Via Marghera 33, Mo-So 10-1 Uhr. 

Foto Angelika Frank, Foodhunter

 

AMORINO
Die berühmteste Leckerei bei „Amorino“ sind die mit Eis gefüllten Brioche, französisch angehaute Spezialität, weil die Gründer ihre erste Eisdiele vor acht Jahren auf der Isle Saint Louis in Paris eröffneten. Der Erfolg war so groß, dass die beiden Italiener schnell weitere Eis-Boutiquen aufmachten. Der erste in Mailand, in der Via Fiori Chiari 9, mitten im Künstlerviertel Brera. Elegantes Ambiente und feinste Zutaten: Bio-Eier, frische Vollmilch, Bourbon Vanille aus Madagaskar, Schokolade grand cru aus Ecuador, Mango aus Indien. Ein Paradies, geöffnet von Mo-So 11-0.30 Uhr, Sa bis 1.30 Uhr.

 

CREMERIA BUONAROTTI  
Eigentlich ist die „Cremeria Buonarotti“ in der gleichnamigen Straße Nummer 9 berühmt für die große Auswahl an selbst gemachten Croissants (25 Varianten). Wir finden aber, dass auch das Eis von Massimiliano ‚Il mago del gelato’ zu den besten der Stadt gehört. Im Schnitt produziert er circa 300 Kilogramm pro Tag, darunter ein fantastisches Zitroneneis und ein nicht minder exzellentes Vanilleeis. Inhaberin Lorenza Regoli ist stolz auf ihren erstklassigen Ruf, hat 2011 den zweiten Platz unter den besten Semifreddi Italiens belegt. Das spricht für sich. Mo-Fr 7-24 Uhr, Sa 7-1 Uhr, So 7-24 Uhr.

 

CHOCOLAT 
Das ist die wohl feinste Schokoladeneis-Adresse der Stadt liegt nicht weit vom Mailänder Schloss entfernt. Lucca Maggi, seit 20 Jahren Eis-Konditor hat es gegründet und behauptet, sein Schokoladen-Eis mache glücklich. Was wir nach einer großen Portion ‚Chocolato fondente’ nur bestätigen können. Der Chef und seine 13 Mitarbeiter kreieren allein acht Sorten Schokoladen-Eis, u.a. mit Peperoncino, Cointreau, Bitter-Schokolade, Nugat, Zimt und Ingwer. Pro Jahr werden sechs Tonnen feinster Qualitäts-Kakao verarbeitet: Guanaja, Gascon, Roc Lait, Virgole gehören zu den bevorzugen Sorten aus Südamerika und Afrika. Via Boccaccio 9, Mo-So 7.30-1 Uhr.

Foto Angelika Frank, Mailand, Chocolat-Eisdiele