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Oberpollinger und ein italienischer Abend – mitten in der Wiesnzeit

Oberpollinger lud zum italienischen Abend – mutig angesichts der Bierschwemme, die derzeit München überzieht. Wies’n ist und da sind sie alle. Maß statt Muße, Hopfen statt Trauben – da tat der gestrige Abend im Oberpollinger mit Weinen aus Italien ausgesprochen gut. 

Autor Dirk Vangerow, Fotos Foodhunter

13 Winzer waren angekündigt, doch die Hochzeit der Lese ließ einige kurzfristig absagen. Die Weine waren trotzdem da, charmant eingeschenkt vom Team des Dahlmann-Catering, das mit Thunfisch- und Tatarkügelchen auf knuspriger Waffel, mit Bruschetta im Mini-Format, confiertem Kürbis und anderen Köstlichkeiten überzeugte.

Auch ein Foodhunter schafft nicht alle Weine – und manche Tropfen sind einfach zu gut, um sie in die bereitgestellten Gefäße zurück zu schütten. Neben den typischen Weißen, einem feinen Rosé-Frizzante und diversen Prosecci, die ebenso gut wie bekannt waren, entdeckten wir den “Cygnus 2010″, einen Nero d’Avola (60%) und Carbenet Sauvignon (40%)  - das kreative Experiment des Grafen Tasca d’Almerita. Cygnus ist ein junger Wein, der nach Brombeeren, Kirschen, Vanille, einem Hauch Schokolade und Tabak duftet, eine ausgeglichene Säure besitzt und einen wunderbar geschmeidigen, traubig-süßlichen Geschmack aufweist. Um die 12 bis 13 Euro.

Dieser Entdeckung folgte eine Steigerung: den Cresasso Corvina Veronese IGT 2007 von ZENATO. Schmeckt intensiv nachdunklen Früchten und Gewürzen, reiche, konzentrierte Frucht am Gaumen mit bemerkenswerter innerer Süße und Aromen von Lakritze, Teer und Rauch. Um die 29 Euro.

Damit nicht genug:  Maarten Bonants, Export Manager von ZENATO war auch mit einem weiteren Schatz großzügig: dem Amarone Classico della Valpolicella Riserva 2007. Corvina Trauben, mit  Zugabe von etwas Rondinella und Sangiovese werden buchstäblich Weinstock für Weinstock ausgewählt, und nur aus den ältesten Weingärten im Classico-Gebiet des Valpolicella, in der Gemeinde Sant Ambrogio. Zenato benutzt die traditionellen Gärungstechniken, die für alle Amarone-Weine vorbehalten sind. Anschließend erfährt der Wein eine längere Reifung von mindestens 4 Jahren in großen Eichenholzfässern aus Slawonien und eine Flaschenreifung von 12 Monaten. Um die 60 Euro.

Grabmeister, GF Oberpollinger, Foto Foodhunterjpg

Von li: Angetan von den Weinen seiner Heimat: der italienische Generalkonsul Filippo Scammacca des Murgo. Neben ihm Holger Grabmeister, Geschäftsführer Oberpollinger

Grabmeister, GF Oberpollinger, Foto Foodhunterjpg

Bei italienischen Weinen kommen auch Frauen ins Schwärmen. Angelika Schütze (re) konnte jeden Tropfen genau analysieren, sie ist Profi vom italienischen Weinspezialisten Saffer. Ihre Freundin Bitzi bevorzugte “staubtrockene Weißweine”.

Oberpollinger, Foto Foodhunterjpg

Wo sonst edle Taschen die Herzen höher schlagen lassen, war Italien zu Gast. 13 Winzer stellten ihre Weine vor

Oberpollinger, Foto Foodhunter

Seine Weine haben alle begeistert. Maarten Bonants, Export Manager von Zenato, hatte die ganz großen Roten dabei. Darunter ein Amarone Classico Riserva von 2007.