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Tagesbar eröffnet: Im Münchner Modegeschäft Hirmer finden sich jetzt auch die Feinschmecker ein

Lust auf Anzug mit Champagner, Hemd mit Curry oder Krawatte mit Milchschaum? Hirmer ist Münchens berühmtestes Modehaus, weil: nur für Männer! Inzwischen über 9.000 qm groß und weltweit einmalig. Jetzt ist zur Luxusmode auch eine luxuriöse Tagesbar gekommen. Da geht nur Feines über den Tresen. 

Autor Sabine Ruhland, Fotos Foodhunter

Dritte Etage, einmal ums Eck und schon ist sie erreicht: die nagelneue Tagesbar. Langer Tresen und elegante Sitzecken. Holz, Leder, Designerlampen. Doch das Beste: Hirmer hat sich für die neue Tagesbar kulinarische Hochkaräter ins Boot geholt.

So offeriert Ingo Holland künftig eine Auswahl seiner Gewürze. “Ach wissen Sie, man wundert sich oft, wo man auf Feinschmecker trifft”, erzählt dieser und lässt uns an einem grünen Curry schnuppern, das direkt ins Reich aller Sinne und Fantasien führt. “Duft ist wichtig bei Gewürzen, deshalb stehen auf dem Tresen bei Hirmer immer unsere Gewürz-Schnuppergläser.” Sein Tipp zum richtigen Würzen. “Mutig sein”, sagt er. Viele hätten eine Menge Gewürze in der Küche, die dann doch nur selten Verwendung finden. “Wer mit Bedacht würzt, nicht zuviel auf einmal, der wird kaum Fehler machen.” Grundstock für ihn: das richtige Salz. Derzeit ist Steinsalz aus Österreich für den Gewürz-Guru das Optimun. “Muss ja nicht immer aus der Wüste oder dem Himalaya kommen”, meint er, der ohnehin wie Foodhunter ein Verfechter des Regionalen ist. “Erst danach die Kreise vergrößern”, sagt er.

Gewürze, Weine, Champagner und Schinken, den eine Berkel schneidet – was will Mann mehr?

Der zweite Garant für immer wiederkehrende Gäste ist Norbert Spielmann. Sein Weingut Alte Grafschaft, das er zusammen mit Christoph Dinkel führt, wurde vom Gault&Millau-Weinführer Deutschland 2014 als «Entdeckung des Jahres» ausgezeichnet. Das freut ihn selbst am allermeisten. “Wir kümmern uns um die letzten Steillagen im Taubertal, die jahrelang ein Schattendasein geführt haben” erzählt Norbert Spielmann. Da war eine Auszeichnung eigentlich längst überfällig. Jetzt dürfen seine besten Weine und andere ausgesuchte Tropfen der Geisel-Vinothek an der Tagesbar bei Hirmer die Gaumen der Genießer erfreuen.

Hirmer Tagesbar, Foto Foodhunter

v.li. Hans Jörg Bachmeier, Reinhold Guppenberger, Norbert Spielmann, Ingo Holland

Der gastronomische Leiter der Hirmer Tagesbar ist Reinhold Guppenberger. Dass er immer wieder mit Erich Lejeune verwechselt wird, daran hat er sich bereits gewöhnt. Er hatte auch die Idee, dass Münchner Spitzenköche – wie Hans-Jörg Bachmeier vom Restaurant Blauer Bock – regelmäßig die Gäste mit fein abgestimmten Menüs überraschen. “In der Regel gibt es einige feine Vorspeisen wie Carpaccio, gegrilltes Gemüse oder Bruschetta, frisch aufgeschnittene Schinkenspezialitäten wie San Daniele, Parma oder Culatello, Salami, dazu hausgemachte Suppen und ein bis zwei Tagesgerichte”, erklärt er. So viel geballte Food-Kompetenz verleiht der verstecken Gourmet-Tagesbar im Modehaus Hirmer vielleicht bald einen besonderen It-Place-Status.

Hirmer Tagesbar, Foto Foodhunter

Plaudern an der Bar, genießen auf Lederbänken oder grünen Polstern, Blick aus Weinkühlschränke und Gewürze von Ingo Holland. Eine Berkel für den feinen Parma und Espresso von Vits…

HIRMER Tagesbar, Foto: People Picture / Jens Hartmann

Bei der Berkel werden selbst Spitzenköche wie Hans Jörg Bachmeier schwach. Foto: People Picture / Jens Hartmann