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Wer weiß schon, was er isst? Foodwatch Fördermitglied werden

Warum Foodhunter Foodwatch-Fördermitglied ist? Weil wir Verbraucher längst unter Politik und Lebensmittelindustrie begraben sind und das im wahrsten Sinne des Wortes. Immer dreister die Versprechen, frecher die Lügen, schlechter die Qualität und immer unfähiger die Politik. Während der Metzger vom Land enorme (wie unsinnige) Auflage hat, dürfen es industrielle Lebensmittelhersteller scheinbar immer doller treiben. Thilo Bode, einst Greenpeace Gründer ist heute das Foodwatch-Gesicht. 

Ein Tipp der Foodhunter-Redaktion

Essen Sie gerne? Was essen Sie gerne? Wissen Sie immer, was in der Packung ist? Einiges hat foodwatch seit der Gründung vor 11 Jahren erreicht:  dreiste Werbelügen gestoppt, Hersteller mussten ihre Produkte aus den Regalen nehmen und es gibt ein “Verbraucherinformationsgesetz”. Leider ist der tägliche Lug und Trug im Supermarkt immer noch die skandalöse Normalität. Skandalös vor allem deshalb: Der Etikettenschwindel ist legal.

Weshalb die Konzerne eine perfekte Ausrede haben: Was legal sei, könne doch nicht falsch sein! Das sieht foodwatch anders. Andere Gesetze müssen her, damit morgen verboten, was heute erlaubt ist!

Selbst nach vielen Jahren foodwatch werden in schöner Regelmäßigkeit Täuschungsmanöver entdeckt, die jedem Verbraucher buchstäblich die Schuhe ausziehen:

1. Ranziges “Frischfleisch”: Wussten Sie, dass das abgepackte, vermeintlich rosige und frische Fleisch in der Tiefkühltheke oft in den inneren Schichten braun aussieht und ranzig sein kann? Das Zaubermittel heißt  ”Schutzatmosphäre Verpackung”. Diese enthält ein hochgradig mit Sauerstoff angereichertes Gas, das die Frische nur vorgaukelt und in Wirklichkeit den Verderbnisprozess sogar beschleunigt! Foodwatch fordert: Vakuumverpackung, damit ranziges Fleisch auch ranzig aussieht!

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2. Versteckte Tiere: Wussten Sie, dass in Produkten wie Obstsaft, Brot oder Chips häufig Tierbestandteile stecken? Leider eine Tatsache! Fischgelatine in Multivitaminsaft, Auszüge aus Schweineborsten in Brot und Geflügelbestandteile in Chips müssen nicht immer deklariert werden. Foodwatch fordert: Ehrliche Deklaration von allen tierischen Bestandteilen in Lebensmitteln!

 

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3. Täuschung im Gasthaus: Wussten Sie, dass Restaurantbetreiber nicht verpflichtet sind, alle Zusatzstoffe – wie es bei im Supermarkt verkauften Produkten der Fall ist – anzugeben? Und deshalb bevorzugt Ware verwenden, deren Zusatzstoffe in der Gastronomie nicht deklariert werden müssen (“deklarationsfreie Ware”), damit die Speisekarte makellos aussieht? Ganz zu schweigen davon, dass Sie als Gast nicht erkennen können, ob eine Mahlzeit frisch zubereitet wurde oder aus der Tüte kommt? Foodwatch fordert: Volldeklaration von Zusatzstoffen auch im Restaurant!

4. Imitate: Wussten Sie, dass ein “Wasser mit Geschmack”, das auf der Verpackung mit einem grünen Apfel wirbt, weder einen Apfel noch Spuren eines Apfels enthalten muss? Und dass noch nicht mal das stattdessen enthaltene Apfelaroma aus Apfel hergestellt sein muss? Das “Apfel-Wasser” also rein GAR NICHTS mit einem Apfel zu tun haben muss? Foodwatch fordert: Wenn Früchte auf der Verpackung abgebildet sind, müssen sie auch drin sein!

5. Bio: In Biomärkten finden sich viele Müslis extra für Kinder, die – genau wie konventionelle “Kindermüslis” – zu 30 Prozent aus Zucker bestehen! Also mitnichten als Kinderfrühstück geeignet sind. Warum? Weil es für das “Bio-Siegel” eines Kindermüslis reicht, wenn die Zutaten (der Zucker!) aus kontrolliert biologischen Anbau stammen! Foodwatch fordert: Auch Bio darf keine Zuckerbomben an Kinder vermarkten!

Ansehen!!
www.foodwatch.org/uploads/tx_abdownloads/files/AckermannohneAbspann_ger.mp4

Eine kluge Geschenkidee: Foodwatch-Fördermitglied werden! Das kostet nur, was Sie bereit sind zu geben, aber es stärkt die Lobby derer, die bislang kaum eine haben. Wir Verbraucher gegen die Industrie.  Jedes neue Mitglied von foodwatch ist ein winziger Stachel im Fleisch der Lebensmittelindustrie und erhöht die Legitimation und Schlagkraft gegenüber der Politik! Je mehr “Foodwatcher”, desto mehr muss die Politik auf Verbraucherwünsche hören und die Gesetze so ändern, dass wir ehrliche Lebensmittel kaufen können.

www.foodwatch.org

Übrigens: Alle Anzeigen die Sie derzeit auf Foodhunter sehen für Tiertafel, foodwatch, Slow-Food oder WWF, sind selbstverständlich unbezahlt.

Foodwatch unterstützen!

Auch in unserem Print-Magazin FOODHUNTER waren wir nie Freunde der weichgespülten “alles so schön lecker hier”-Editorials. Unser Anliegen war und ist es, den respektvollen Umgang mit Lebensmitteln zu forcieren – das geht nur mit Wissen. Schon 2011 haben wir im Editorial über die Deklarationslücke mit Vollei geschrieben. Jetzt kommt Ostern und was fliegt uns ins Nest? 

Wir unterstützen seit langem Foodwatch. Wer Verantwortungsgefühl besitzt, der tut es uns gleich. Wenn sich die Bürger nicht wehren – die Politiker haben längst den Überblick verloren und zappeln in ihren unausgegorenen Verordnungen herum.

www.foodwatch.org/de/

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