31. August und 1. September: Fischerfest in der Schlossfischerei am Fuschlsee

Über die Region hinaus bekannt sind die geräucherten Forellen und Saiblinge aus dem Fuschlsee, die es täglich zu verkosten gibt. Wer die Atmosphäre rund um See und Fisch noch intensiver erleben will, mit Musikanten und Open Air Feeling, der sollte eines der legendären Fischereifeste der Schlossfischerei Fuschl besuchen. 

Imposant sehen sie aus, die Aberseer Musikanten, die in Österreich längst über alle Grenzen des Fuschelsees hinaus bekannt sind. Sie spielen auf beim Fischereifest der Schlossfischerei Fuschl. Zur Musi passt die kulinarische Begleitung: geräucherte Forellen und Saiblinge, Wein und Bier aus Österreich und natürlich die Prämierung  der gefangenen Hechte beim diesjährigen Hechthegefischen. Dann geht es beschwingt rauf auf den See, mit der  Zille „Fuschlerin“ wird romantisch der smaragdgrüne Fuschlsee überquert.

Das Fischereifest findet nur bei Schönwetter statt. Eintritt frei.

Fischerfest Fuschl

Veranstalter und Veranstaltungsort
Schloss Fischerei, Schloss Straße 19, 5322 Hof bei Salzburg, Österreich.

Termine

31. August 11-19 Uhr
1. September 11-20 Uhr

Mehr schöne Geschichten über die Schlossfischerei unter
www.foodhunter.de/2013/06/10/schlossfischerei-fuschl-wo-abramowitsch-seinen-fisch-kauft-und-selbst-die-prominenz-die-teller-in-die-kuche-tragt/

Was kommt auf den Grill? Überraschenderweise viel Gemüse

Grillen zählt traditionell zu einer der beliebtesten sommerlichen Freizeitbeschäftigungen zwischen Flensburg und München. Gemäß einer bundesweiten Studie aus dem Jahr 2012 besitzen acht von zehn Bundesbürgern einen Holzkohlegrill, den sie regelmäßig nutzen – über ein Viertel sogar während der Wintermonate. Doch was grillen wir am liebsten? Überraschenderweise immer mehr Gemüse.

Das ist das Ergebnis einer Umfrage von www.bookatable.de, Europas größtem Restaurantführer mit Reservierungsfunktion, für die mehr als 1.600 Antworten gesammelt wurden. Dabei gaben 23 Prozent der Befragten an, am liebsten leichte Kost wie Paprika, Zucchini oder Maiskolben auf ihren Grill zu legen. Mit diesem unerwarteten Wert liegt Gemüse auf dem zweiten Rang der Grill-Hitliste. Auf dem Spitzenplatz: Steak und Kotelett mit 28 Prozent der Stimmen. Auf dem dritten Rang die Grillwurst mit 16 Prozent, gefolgt von Geflügelfleisch mit 15 Prozent. Schließlich komplettiert Fisch mit 13 Prozent die Top-Fünf der deutschen Rostparade.

Steak und Kotelette bleiben damit zwar vorne in der Gunst der passionierten „Dreher und Wender“, doch die Genießer grillen bewusster – so ist ein hoher Anteil an vegetarischer Kost auf dem Rost erkennbar und längst wandern neben Gemüse auch leichte Käse-Gerichte oder Tofu auf den Grill.

Weiterhin interessant ist, welche Grillvariationen von den nationalen Barbecue-Experten ausprobiert werden: Da reicht die Fantasie von gerösteten Bananen über Pizza bis hin zu Scampi oder Riesengarnelen.

Ein Schiff, ein Schloss, drei Sterne. Heidelberg von seiner schönsten Seite

Es sind diese kleinen, feinen Events, für die wir gerne eine Reise unternehmen. In diesem Fall ging es nach Heidelberg. Auf der Patria, dem nostalgisch schönen Schiff der Heidelberg Suites kochte für einen Abend 3-Sterne-Koch Juan Amador. Das tut er natürlich nur selten – an den anderen Tagen erwartet die Gäste mediterranes Essen oder Sonntagsbrunch und das dürfte angesichts der einmaligen Schiffsatmosphäre fast genauso erlebnisreich sein. 

Autor Sabine Ruhland

Traumwetter, als die rund 50 Passagiere die kleine Gangway zur Patria schreiten, begrüßt vom Kapitän. Aperitif mit Blick auf das Heidelberger Schloss, dazu italienische Musik aus den 60er Jahren. Eine wunderbare Stimmung, die uns umgibt, ein überaus charmanter Service. Dann legt das Schiff ab und wir tuckern entspannt den Neckar hinauf.

Die Aussicht auf das Schloss, die Auen und die vielen Wassersportler wäre ansich schon jede Reise wert, doch es kommt noch besser: das Menü von Juan Amador wird an diesem Abend aufgetischt. – Eine Premiere, die zahlreich die Feinschmecker anlockte, denn das 5-Gang-Menü gab es für 110 Euro.

Patria und Amador, Fotos Foodhunter

Zu Beginn der Schifffahrt herrliches Wetter. gegen Ende kämpfte der Kapitän gegen Sturm und Regen. Doch bis dahin waren die Gäste einfach nur im Glück. Fotos Foodhunter

Zum Einstieg Gillardeau Austern, begleitet von Kiwi und erfrischender Sauerampfersauce. Das alles bedeckt von einer federleichten Schmandhaube. Süß-sauer, fruchtig, herrlich, da hätten wir auf die Auster glatt verzichten können.

Es folgte Kaisergranat, roh, als Tatar, kombiniert mit Ziegenfrischkäse und Olivenkrokant. Wieder darf der Gaumen auf Entdeckungsreise gehen. Weich und knusprig, meeresfrisch und bodenständig.

Die Jakobsmuschel serviert Amador mit Boudin Noir, einer feinen Blutwurst, dazu Weißkraut und grüner Apfel. – Dann schlug das Wetter um, doch die Crew hatte das Schiff im Nu gut verpackt und so duschte es an die Planen wären wir den Höhepunkt serviert bekamen: Mieral Taube. Eigentlich waren wie anfänglich gar nicht so begeistert, denn Taube gehört nicht zu unseren Lieblingsgerichten, doch dieses Federvieh in Kombination mit Cocos und Mango war eine Sensation! Also liebe Taube, du bist wieder im Spiel.

Das Dessert eine leichte Crema Catalana mit Aromen von Ananas, Vanille und Safran. So leicht, dass uns am Ende des Abends nichts schwer im Magen lag. Und auch das Wetter hatte sich zum Schluss wieder beruhigt.

Amador auf der Patria, Foto Foodhunter

Die Auster ruht unter dem Schmandhäubchen, der Kaisergranat liegt auf einem zarten Erbsenbett und die Mieral Taube mit Mango und Cocos war ein Hochgenuss. Fotos Foodhunter

Ob es eine Wiederholung mit Amador gibt, wissen wir nicht, aber die nostalgische Bootsfahrt inklusive guter Küche können Sie täglich genießen – die Gerichte wechseln ständig und gekocht wird auch hohem Niveau. Dorade, Kalbsfilet, Pulpa oder Gnocchi, der Schiffskoch ist Italiener und verführt mit ebenso mediterraner Kost. Die Preise: 10-16 Euro für Vorspeisen und Zwischengerichte, 26-28 Euro für Hauptgerichte wie Seeteufel an Beluga Linsen und Süßkartoffelpüree. www.heidelbergsuites.com/patria/de/Reservierung

Patria, Foto Foodhunter (2)

Die Lebensader der Stadt. Auf dem Neckar tummelt sich an warmen Tagen alles, was ein Ruder oder Paddel besitzt. Foto Foodhunter

FOODHUNTER ÜBERNACHTUNGSTIPP  

Heidelberg Suites – über das Hotel haben wir bereits auf Foodhunter berichtet und es ist nach wie vor eines der schönsten und charmantesten Hotels, die wir kennen. “Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren…” – kaum besser als zu diesem Hotel passt der Liedtext. Heidelberg Suites, Neuenheimer Landstraße 12, 69120 Heidelberg. www.heidelbergsuites.com

Heidelberg Suites, Fotos Foodhunter

Ein schneeweißes Haus, Innenhöfe, Gärten, Wohlfüh-Suiten. Schräg davor das hoteleigene Schiff Patria. Auch für Events mietbar. Fotos Foodhunter

 Noch ein Foodhunter-Tipp

Kontrastprogramm am nächsten Tag. Das Restaurant “Goldener Hecht”. Geführt von einer Österreicherin, durften wir hier einen sensationellen Tafelspitz genießen, im Kupfertopf mit viel Gemüse serviert und mit Bratkartoffeln, leichtem Apfelkren und Schnittlauchsoße serviert. Für 19,90 Euro eigentlich ein Gericht, das zwei Personen satt macht. Danach ein fluffig leichter Kaiserschmarrn, fast wie eine Kombination aus Kaiserschmarrn und Salzburger Nockerl. 7,80 Euro. Ein Muss, falls Sie mal in heidelberg auf der Suche nach der perfekten Süßspeise sind. – Und wieder so reichlich, dass locker zwei davon naschen können. Goldener Hecht, Steinstraße 2, 69117 Heidelberg. www.goldener-hecht-heidelberg.eu

Goldener Hecht, Foto Foodhunter

Innen urig, außen Terrasse mit “Schräglage”. Netter Service und ein unschlagbarer Kaiserschmarrn. Restaurant Goldener Hecht. Fotos Foodhunter

Ein Klassiker geht um die Welt: Raffles Singapore Sling

Das Raffles in Singapur. Legendär die Fotos des blütenweiß uniformierten Portiers vor weißer Kulisse. Ein Hotel, das die Ausstrahlung einer Diva besitzt und mit heutigen ‘Stars und Sternchen’ der Branche wenig gemein hat. Schon in der 80er Jahren zog es uns an diesen magischen Platz und in die berühmte “Long Bar”, die uns schon deshalb verblüffte, weil die Gäste die Nussschalen der gereichten Peanuts achtlos auf den Boden warfen. Die Bar war übersät mit Schalen und es knackte unter unseren Füßen. Ob das heute noch so ist, weiß ich gar nicht – vielleicht weiß es ein Foodhunter-Leser und mailt es uns.

Autor Sabine Ruhland

Unverändert auf jeden Fall ist der Cocktail, der damals unser Favorit war: der Singapore Sling, kreiert 1915 von Ngiam Tong Boon. damit schrieb der Barmann Cocktailgeschichte und der Erfolgsweg des Singapore Sling begann.

Hier das Originalrezept “Singpore Sling” aus dem Raffles in Singapur

  • 30 ml Gin
  • 15 ml Kirschbrandy
  • 120 ml Annanas-Saft
  • 15 ml Limettensaft
  • 7,5 ml Cointreau
  • 7,5 ml Dom Benedictine
  • 10 ml Grenadine
  • Ein Hauch von Angostura Bitter
  • Garniert mit einer Scheibe Ananas und einer Kirsche

Raffles,  Singapore Sling

Das Raffles Singapur  hat diesem Klassiker gleich eine ganze Serie gewidmet und lädt zu einer Reise um die Welt ein. Acht neue Kreationen in Anlehnung an den legendären Singapore Sling. Jeder einzelne Cocktail, kreiert von Barchef Randoph Valesco,  erzählt dabei einen Teil aus der Geschichte der verschiedenen Raffles Hotels & Resorts.

Raffles Seychelles: smaragdgrüner Cocktail aus Smirnoff Vodka, Medori mit Melonengeschmack, spritzigem Apple Sour und Apfelsaft ist dekoriert mit Sternenfrucht und Zitronenspalten.
Raffles Cambodia: die Banane als Nationalfrucht darf genauso wenig fehlen wie die Aromen aus Rum und Ananas-Saft. Kaffernlimetten- und Pandanusblätter geben dem Cocktail seine mysteriöse Note.
Raffles Philippines: erfrischende Mischung aus Bacardi, Mango, Ananas sowie einem Hauch von Basilikum und Zitrone.
Raffles France: Mischung aus Smirnoff Vodka und dem Beerenlikör Chambord. Geschmacksnoten von Trauben, Orangen und Zitronen geben diesem Cocktail ein fruchtbares Finish und einen eleganten Touch des Französischen je ne sais quoi.
Raffles United Arab Emirates (alkoholfrei): ein  reichhaltiger Geschmack von Datteln gemischt mit grüner Minze.
Raffles Istanbul:  ein Cocktail mit dem kräftigen Geschmack von türkischem Kaffee. Kombiniert wird Kahlua-Likör mit kräftigen Pisco. Frischer Limonensaft und ein Hauch von Anis runden den Cocktail ab.
Raffles Indonesia: Bacardi, Kokusnuss und Zitronensaft sind die Geschmacksnoten des Cocktails
Raffles China: eine Kombination aus chinesischem Reiswein, gepaart mit pikantem Calamansi und der opulenten Süße des Palmzuckers

Raffles Cocktail Collection

Lust bekommen, den Klassiker stilecht zu genießen? Die Raffles Hotels & Resorts (außer Raffles Makkah Palace) bieten noch bis 31. August 2013 25 % Vergünstigung auf das Bed & Breakfast Angebot “Rise & Shine” : www.raffles.com/offers/rise-and-shine/

Gute Rezepte rund ums Grillen

Grillsaucen auf Tomaten-Basis können Sie ganz leicht selbst machen:

1) Tomatensoße mediterran: Zur Tomatensoße klein geschnittenen Basilikum und einige zerdrücke oder klein geschnittene Knoblauchzehen sowie einen Schuss Olivenöl in guter Qualität zugeben.

2) Tomatensoße asiatisch: Rühren Sie gehackte Chilischoten und fein geschnittenen Koriander sowie etwas Limettensaft unter.

3) Tomatensoße orientalisch: dafür gemahlenen Kreuzkümmel, gehackte Minzeblätter und gemahlenem Piment  zugeben.

4) Tomatensoße extra klassisch: kleine Kapern und fein gehackte Sardellen (aus dem Glas) sorgen für einen Kick.

5) Tomatensoße raffiniert: etwas Kräuterfrischkäse, zerdrückte Knoblauchzehen, italienische Kräuter und leicht geröstete Pinienkerne in die Tomatenbasis geben.

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Kräuterbutter selber machen

Selbst gemachte Kräuterbutter geht schnell und schmeckt besser als die gekaufte: einfach Butter etwas weich werden lassen, 3 frische Zehen Knoblauch pressen und dazugeben, einen Spritzer Zitronensaft, je einen halben Bund Petersilie und Basilikum (klein geschnitten), abschmecken mit Salz, Pfeffer, auf Wunsch einem Schuss Worcestersauce.  Alles in die Butter geben, die Butter auf Backpapier legen und zu einer Rolle formen. Ab in der Kühlschrank – fertig.

Je nach Lust und Laune können Sie Ihre Butter mit Tomatenmark, Basilikum, Curry und Chilipulver, Salz und Pfeffer  (gerne frischem Knoblauch) zur Tomatenbutter machen.

Pommes frites aus Süßkartoffeln 

Wir lieben Süßkartoffeln, neulich gab es sie als Beilage zu einem abendlichen Fleischfondue. Warum also nicht zum Grillen?

Zutaten
Je nach Hunger, Anzahl der Gäste und Größe der Kartoffeln 1-2 Kartoffeln pro Person rechnen. Außerdem Salz, Olivenöl
Pfeffer, Cayennepfeffer, Mayonnaise, frischen, gehackten Dill,  Crème fraîche, grobes Meersalz.

Zubereitung
Kartoffeln schälen, in grobe Stifte schneiden. In Salzwasser ca. 5 Minuten vorgaren. Abgießen, abtropfen lassen. Olivenöl mit Pfeffer, Salz, Cayennepfeffer verrühren und abschmecken und die Stifte damit einreiben.

Für den Dip: Mayonnaise, Dill und Crème fraîche verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Pommes auf dem geschlossenen Grill in einer Aluschale unter Wenden grillen. Mit Meersalz bestreuen.

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Auberginen mit Ziegenfrischkäse gefüllt

Zutaten

  • Auberginen (pro Person eine halbe Aubergine rechnen)
  • Bio-Zitronen-Abrieb
  • Zitronensaft
  • Olivenöl
  • frischer, gehackter Thymian
  • Chiliflocken
  • Salz
  • Ziegenfrischkäse, schnittfest
  • Einige Stängel Thymian

Zubereitung
Zitronen-Abrieb, Zitronensaft, Olivenöl, Thymian, Chili und Salz verrühren und abschmecken. Je nach Geschmack mehr oder weniger von den Zutaten dazugeben,

Frischkäse mit Olivenöl beträufeln und etwas ziehen lassen.

Die Auberginen waschen, die Enden entfernen und der Länge nach in ca. 8 mm dicke, längliche Scheiben schneiden. Scheiben salzen und ca. 10 Minuten Wasser ziehen lassen. Anschließend trocken tupfen und mit Öl bepinseln. Auf dem heißen Grill auf beiden Seiten 4 bis 5 Minuten grillen.

Sind die Scheiben gut gegrillt, dann herunternehmen und je 2 Scheiben kreuzweise übereinander legen. Den Frischkäse auf die Mitte setzen und die Auberginen-Scheiben darüber schlagen. Mit Thymianstängel zubinden und servieren.

Es muss nicht immer Steak sein….
Hähnchen mit Zitrone – bitte am Abend vorher marinieren!!

Für 8 Portionen

  • 400 g Hähnchenbrust
  • 3 Bio-Zitronen
  • je 2 rote und grüne Chilischoten
  • 5 EL Zitronensaft
  • 8 EL Olivenöl
  • 8 Holzspieße oder 8 Stiele Zitronengras

Zubereitung
Die Hähnchenbrust in ca. 3 cm große Würfel schneiden, die Zitronen in Spalten schneiden, Chilischoten fein würfeln.

Chili mit Zitronensaft und Olivenöl vermengen, das Fleisch darin am besten über Nacht marinieren.

2 Fleischwürfel und Zitronenspalten im Wechsel auf die Spieße oder das Zitronengras schieben und auf dem heißen Grill etwa 3 Minuten von jeder Seite grillen.

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GEGRILLTE SALSICCIA MIT BUNTEM SALAT

FÜR 4 PORTIONEN:

  • 3  große, reife Tomaten
 in grobe Stücke schneiden
  • 2 EL weißer Balsamessig
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Zucker
  • 6 fein geschnittene Basilikumblätter
  • 
etwa 150 ml Olivenöl
  • 
2 geputzte, in feine Streifen geschnittene kleine Fenchelknollen
  • 4 geputzte, in Streifen geschnittene Radieschen
  • 2 EL fein geschnittene Scheiben von 1 mittelgroßen roten Zwiebel
  • 20 halbierte Kirschtomaten
  • 250 g geputzter Misticanza-Salat (italienische Salatmischung aus etwa 10 verschiedenen roten und grünen Blattsalaten)
  • 
2 EL geröstete Pinienkerne
  • 8 Salsiccia (frische italienische Schweinswürste)

Tomatenwürfel mit weißem Balsamessig Salz, Pfeffer und Zucker verrühren. Basilikum dazugeben. Etwa 1 Stunde zugedeckt im Kühlschrank ruhen lassen. Danach durch ein feines Sieb streichen. Mit Olivenöl nach und nach zu einer Vinaigrette verrühren. Darauf achten, dass sie nicht zu fest wird. Mit Fenchel, Radieschen, Zwiebeln, Kirschtomaten und Misticanza-Salat mischen. Pinienkerne zugeben. Wenn nötig, mit Salz und Olivenöl nachwürzen.

Würstchen längs halbieren, 5–7 Minuten grillen (Pfanne, Ofen, Holzkohlegrill). Dabei oft wenden, damit sie schön gleichmäßig garen.

Salat auf Teller verteilen, Würstchen in Stücke schneiden und auf dem Salat anrichten. Sofort servieren. Dazu: Ciabatta.

 

Gemüse grillen – das geht aber nicht mit jedem!

Zucchini, Paprika, Auberginen, Zwiebeln, Maiskolben, Kartoffeln – das kommt gut auf dem Grill besonders gut.

Foodhunter-Tipp: Gemüse kann direkt auf dem Rost gegrillt werden, aber oft ist es schonender, es auf eine Alufolie zu legen. Diese dann ebenfalls mit etwas Öl oder Fett bestrichen, damit das Gemüse nicht kleben bleibt.

Paprika: halbieren, Kerngehäuse rausschneiden, mit Olivenöl beträufeln, ca. 6 Minuten auf beiden Seiten grillen.  Mit Fleur de Sel und Pfeffer würzen, fertig.

Maiskolben: mit etwas Butter bestreichen, auf Alufolie legen, ca. 20 Minuten auf den grill und regelmäßig drehen. Foodhunter-Tipp: Maiskolben vorher kochen, dann geht es schneller.

Süßkartoffeln: in Stifte schneiden und mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und Rosmarin in Alufolie verpackt grillen.

Folienkartoffel: ein Klassiker! In Alufolie einwickeln und  direkt in die Glutwerfen. Ca. 30 Minuten. Tipp: Kartoffeln vorkochen.

Kürbis: Auch dieser macht sich ganz gut auf dem Grill. Vom Hokkaido-Kürbis müssen nur die Kerne entfernt werden und er kann mit Schale gegrillt werden. Zum Grillen eignen sich aber auch einige andere Kürbissorten. Vor allem jene mit orangem, weniger wässrigem Fruchtfleisch

Radicchio oder Chicorée: Scheuen Sie sich nicht, auch mal anderes Gemüse auf den Grill zu legen. Radicchio oder Chicorée beispielsweise. Dabei sollten Sie allerdings nicht mit Öl oder Butter sparen, da dies für den guten Geschmack sorgt. Empfehlenswert ist auch etwas Honig oder Zucker, um dem Gemüse die bittere Note zu nehmen.

Pilze: Champignons & Co in grobe Stücke oder dicke Scheiben schneiden. Kleinere Pilze nur halbieren.

Spargel: Stellen Sie eine Marinade aus Kräutern, Öl und Gewürzen her. Weißen Spargel schälen, holzige Enden abschneiden. Stangen in die Marinade geben und 2-3 Stunden ziehen lassen. Spargel in einer Grillschale auf den heißen Grillrost legen. Grillen Sie die Stangen etwa 30 Minuten, wenden Sie den Spargel dabei mehrmals

 

 

 

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Das etwas andere Porzellan… Medical Art

Der kleine Laden liegt bei uns um die Ecke, ansonsten hätte kaum ein Flaneur die Möglichkeit, derart Skurriles zu finden, denn das Münchner Lehel ist kein Shopping Quartier. Von Isabel Christensen vor rund neun Monaten eröffnet und ursprünglich nur für Mediziner gedacht, ist er inzwischen Kult in München. Von der “skelettösen” Küchenschürze bis zu Kerzen in Gehirnform ist alles dabei.

Autor Sabine Ruhland

Nicht nur für Mediziner ultimative Geschenkideen. „Anatomie, Grafik und andere Kuriositäten“ steht an der Eingangstür und in der Tat, der kleine Laden, der erst im September eröffnet hat, hält allerlei Verrücktes bereit. Wir finden das handbemalte Porzellan aus England ziemlich crazy.  Zarte Farben und nostalgisches Design gepaart mit einem höchst ungewöhnlichen Motiv. Espresso-Tasse 42 Euro, Teller grün 38 Euro, Kaffeekanne 115 Euro. Medical Art & More, Reitmorstraße 22, 80538 München. www.medicalartandmore.de

Geschirr, Foto Foodhunter

Ganz “schön” gruselig. Medical Art Porzellan

 

Rindchen’s Weinkontor. Zum dritten Mal “Fachhändler des Jahres – international”

Gerd Rindchen ist seit 36 Jahren im Geschäft und längst der Phase entsprungen, wo er selbst über Land reiste, stets auf der Suche nach ultimativen Weinen. Heute bewerben sich junge Winzer bei ihm, schicken ihm Weine zur Verkostung, erwarten sein fachmännisches Urteil. Nicht umsonst gehört Rindchen mit seinen rund 8 Weinkontors zum anerkannten Fachhandel. Wurde gar zum dritten Mal in Folge “Fachhändler des Jahres – international”. Wir haben dieses Juwel, das müssen wir zu unserer Schande gestehen, gar nicht gekannt. Nach unserem Premieren-Besuch können wir nur sagen: sensationelle Entdeckungen zu bestem Preis-Leistungsverhältnis. Wir sind ziemlich angetan. 

Autor Sabine Ruhland

“Große Namen haben mich nie interessiert”, sagt Gerd Rindchen, eigens vom hohen Norden nach München angereist um uns mittags um 12 Uhr mit einem fröhlichen Moin Moin zu begrüßen. “Aber junge Talente zu finden und auf ihrem Weg nach oben zu begleiten, das ist das Schöne an meinem Beruf.”

So wie Lukas Kesselring aus Ellerstadt, ja genau jenem Ellerstadt, das schon den berühmten Markus Schneider hervorgebracht hat. Oder das Weingut Klosterhof Schwedhelm aus der Pfalz mit dem jungen Stephan Schwedhelm an der Spitze. “Dieses Weingut liegt im Zellertal in der Nordpfalz, einer schlummernden Weinregion, die ein enormes Potenzial besitzt.” Zum Bestand des Klosterhofs zählen auch etliche Weinberge mit alten Reben und die faszinieren Stephan Schwedhelm, allen voran der nussig-blumige Morio-Muskat oder der satte, fruchtige Portugieser. Weine aus diesem Weingut gibt es bei Rindchen Weinkontor übrigens ab 5,95 Euro, der 2011 Portugieser trocken “Alte Reben” 7,80 Euro.

Rindchen Weinkontor, Foto Foodhunter (2)

Uns erfreut Gerd Rindchen mit einer Blindverkostung, die dann eine überraschende Enthüllung erfährt. 5 Weine unterschiedlichster Natur. Der erste kommt aus Neuseeland, “Old Coach Road”, ein Sauvignon Blanc mit Noten von Mango, Papaya und Stachelbeere. Eine schöne Überraschung, die 8,95 Euro kostet. Der zweite Wein stammt aus Slowenien, ein Land, das uns kulinarisch brennend interessiert und der Wein hat die Lust erneut geschürt: ein kraftvoller Sauvignon Blanc mit herrlichem Schmelz, “Ela Hill”. Alle Trauben für diesen Wein entstammen einer einzigen Lage. 7,80 Euro kostet diese Gaumenfreude, die wir uns häufiger gönnen werden.

Es folgte ein überaus schlanker Südafrikaner (dabei hatten wir Südafrika längst hinter uns gelassen, waren der Barriqueschwere, woher sie auch stammte, überdrüssig), der uns neuen Mut für machte: “The Berrio”, gemacht von einem Winzer, der weitaus mehr Flausen im Kopf hat als nur Wein, weshalb er sich auf 25.000 Flaschen konzentriert und die restliche Zeit anderweitig mit Angeln und BBQ verbringt. “Den besten Sauvignon Südafrikas hat er hervorgebracht”, sagt Gerd Rindchen. “Lässt ihn ein Jahr auf der Hefe liegen.” – Lust auf Südafrika? The Berrio kostet 12,80 Euro.

Nummer vier fand allgemein sehr großen Anklang, so aktuell, dass er bei Rindchen noch gar nicht auftaucht: “Beste Lagen – Felseneck”, ein Sauvignon Blanc. “Zwei deutsche Weine haben es auf dem diesjährigen Concours Mondial du Sauvignon in Bordeaux auf die Liste der Preisträger geschafft. Einer davon kommt von der Nahe. Genauer gesagt, aus Gutenberg. Das dort ansässige Weingut Genheimer-Kiltz durfte sich über eine Silbermedaille für seinen 2011er Sauvignon Blanc und Gold aus dem Felseneck freuen.” Der letzter der fünf Weißweine kam aus Frankreich und im Gegensatz zu den anderen Weinen war der Pouilly Fumé keine neue Offenbarung.

Gerd Rindchen genoss sichtlich die angeheizten Diskussionen. Das Thema Wein sei spannend und inspirierend, meint er. Weshalb seine Mitarbeiter auch jeden Wein unter 15 Euro öffnen, damit interessierte Kunden Neues kosten können. “Nicht umsonst bieten wir einen Service wie kein Zweiter und sind zum dritten Mal ausgezeichnet worden”, freut er sich.

Wir freuen uns auch – über eine neue Einkaufsadresse für ungewöhnliche Weine. www.rindchen.de

Rindchen Weinkontor, Foto Foodhunter (1)

Gerd Rindchen, ein im positivsten Sinne “Weinverrückter”

Rindchen Weinkontor, Foto Foodhunter (2)

 

 

Grillen – raffinierte Tricks, wie Sie zum Grillmeister werden

Sporen, Schweiß und schnelle Pferde. Texas, Rinderherden, Lagerfeuer. So sehen Männerträume aus. Vereint im Barbecue oder auf deutsch Grillen. Kein Wunder, dass die Großstadthelden diese Domäne für sich erobert haben. Die dicksten Steaks, die größten Grills, Feuer, Zangen, scharfe Soßen. Wir setzen noch einen drauf und machen aus Männern wahre Helden – mit einem Grill-ABC, das Sie souverän nach vorne katapultiert.  Weil Ihre Steaks so garantiert die besten werden!

 Autor Dirk Vangerow

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DER GRILL

Klar, es gibt traumhafte Grills, einfach Grills und Geräte, die den Namen wirklich nicht verdienen. Wichtig ist vor allem: es muss ein Holzkohlegrill sein. „Wer nur einen Elektro- oder Gasgrill hat, sollte das Fleisch besser in der Pfanne braten“, sagt auch Florian Achmann, Fleischexperte bei Feinkost Käfer.

Foodhunter-Tipp: der Grill aus dem Nichts. Passenden Untergrund suchen, ein paar Ziegel oder Steine als Begrenzung, ein Rost obendrauf.  So archaisch wie sexy.  Und funktioniert perfekt.

HOLZ ODER HOLZKOHLE?

Wenn Sie Holz aus dem Baumarkt nehmen, dann darauf achten, dass sich die Scheite leicht anfühlen. Tun sie das nicht, sind sie nicht ganz durchgetrocknet. Dann Finger weg, denn Feuchtigkeit erzeugt Rauch und den wollen wir nicht, weil je nach Wind eigentlich nur alle rund um den Grill husten und der Grillmeister brennende Augen bekommt.

Foodhunter-Tipp: Kohle oder die Briketts bereits 30 bis 45 Minuten vor dem eigentlichen Grillen anheizen. Für ein bestmögliches Grillergebnis sind höhenverstellbare Grillroste unerlässlich. Die optimale Grilltemperatur und Höhe des Rostes ist eingestellt, wenn Sie Ihre Hand keine zwei Sekunden 10 cm über dem Grillrost halten kann.

Foodhunter-Tipp: Wer zur Kohle greift, sollte sich für große Grillbriketts entscheiden, die halten die Hitze länger. Kleine Stückchen kühlen zu schnell ab. Es fehlt Ihnen doch der Holzgeschmack? Dann einige Holzspalten anfeuchten und zwischen die Glut legen. Es raucht – aber nicht so extrem – und besondere Aromen werden frei.

Foodhunter-Tipp: alte Rebstöcke  – wenig Rinde, da ein Stock und sehr feine Aromastoffe. Zudem sehen sie gut aus. Z. B. Rebenglut, www.rebenglut.de 

Rebenglut

Glühende Rebstöcke – tolle Glut, tolles Aroma

  

DAS FEUER

Ungeduld und perfektes Grillvergnügen, das wird nichts. Lassen Sie ruhig den Nachbarn zuerst sein Fleisch verbrennen, Sie warten entspannt ab, bis die Kohle von einer weißen Ascheschicht überzogen ist. Dann stimmt auch die Temperatur und das Fleisch wird nicht außen schwarz und bleibt innen roh.  – So wie bei dem ungeduldigen Nachbarn…

Foodhunter-Tipp: Harte Kräuter wie Wacholder oder Rosmarin dürfen gerne mitverbrennen, denn sie geben feine Aromen ab. Mit Basilikum oder Salbei würde das nicht gelingen.

Foodhunter-Tipp: Finger weg von Spiritus oder gar Treibstoff. Wir empfehlen Wollmäuse – klingt nicht gerade männlich, ist aber wirksam, unbedenklich und unschädlich.

Foodhunter-Sicherheits-Tipp: Nie einen Eimer Wasser, sondern bitte einen Eimer Sand neben den Grill stellen. Sand löscht im Nu ein plötzlich loderndes Feuer, Wasser hingegen sorgt in Kombination mit Fett für eine Explosion.

 

PERFEKT TEMPERIERT – SOWOHL ROST ALS AUCH FLEISCH

Der Rost liegt fast bei jedem Hobby-Grillmeister auf der Ablage während er das Feuer schürt. Falsch. Der Rost muss sich aufheizen, sollte die Temperatur der Glut haben, sonst bleibt das Fleisch daran kleben. Das dauert schon mal gut 10-15 Minuten.

Das Fleisch soll nicht erst aus dem Kühlschrank, wenn Grill und Gillmeister bereit sind, sondern schon vorher und Zimmertemperatur haben. Kalt aus dem Kühlschrank und sofort auf den heißen Rost – Schock. Das Fleisch wird selten perfekt, denn es verbrennt außen zu schnell und kommt im Inneren nicht mit.

 

DAS FLEISCH

Ein Steak ist üblicherweise ein Fleischstück vom Rind: Filet- und Rumpsteak, T-Bone, Chateaubriand oder Entrecote. Wichtig sind Dicke und Fettfasern. Wichtig: Das Fleisch wird dann in der Mitte des Grills, dort wo es am heißesten ist, angegrillt, einmal gewendet und am Rand “gar gezogen”.

Jetzt müssen Frauen tapfer sein, denn auch laut Florian Achmann sollte das Grillfleisch mindestens 3,5 bis 4 cm dick sein – und natürlich braucht es Fett, denn das schmilzt und sogt für zartes Grillgut. „Sind die Scheiben zu dünn, beispielsweise beim Rib-Eye, dann wird der Fettkern nicht schmelzen und das Fleisch wird strohig.“ Liebe Frauen, das Fett kann natürlich abgeschnitten werden – aber erst nach dem Grillen!

 

Bildschirmfoto 2013-06-11 um 18.12.29

Côte de Boeuf – perfekt für ein sattes Grillvergnügen

Foodhunter-Tipp: Rindfleisch und Lamm nur kurz von beiden Seiten bei starker Hitzezufuhr angrillen. Danach den Grillrost zum Durchgaren des Fleisches höher stellen. So bleibt das Fleisch innen schön saftig. Schweinefleisch langsam von beiden Seiten grillen um ein besseres Aroma zu erzielen. Mit dem Wenden jeweils warten bis sich auf der Oberseite der Fleischsaft angesammelt hat. Grillfleisch immer mit einer Grillzange wenden, da durch das Einstechen mit einer Gabel unnötig Fleischsaft austritt.

Außen rösch, innen rosa. Was, wenn ich den perfekten Moment übersehe?
Grundsätzlich: je hochwertiger ein Fleisch, desto weniger macht es ihm aus, wenn es durch ist. Bitte nicht die Billigschiene fahren: wird eh gegrillt, wird eh schwarz, also kann es auch ein billiges Stück sein!

Foodhunter-Tipp: das perfekte Stück. Schweinenacken vom Schwäbisch-Hällischen, Spareribs, Rinderfiletscheiben, Kalbskotelett, Lammrack, Rinderlende (US Prime Beef) oder – für Profis – Dry Age. Das dicke Stück lässt sich für Großhungrige im Ganzen auf den Teller werfen. Eleganter ist es, das große Stück Fleisch nach dem Grillen auf ein Holzbrett zu legen und am Tisch quer zur Faser in appetitliche Scheiben zu schneiden. Da freuen sich auch die Frauen!

Grillen, Foto foodhunter

Aus Versehen griff der Hobbykoch zum Brotmesser – das sollten Sie nicht tun, denn es zerfleddert etwas das Fleisch. Immer ein messerscharfes Teil verwenden.

 

BEILAGE GENIAL

Je besser das Fleisch, desto weniger schwere Beilagen wie Kartoffel- oder Nudelsalat braucht es. Wenn das Fleisch die Hauptrolle spielt, dann rät Florian Achmann zu Focaccia, leicht gegrillt, gerne mit Kräutern, dazu grüne, sommerlich-frische Salate. Wer die Möglichkeit hat: gegrillte lila Auberginen aus Sizilien. Mehr Genuss geht nicht.

DIE MARINADE

Ein wahre Genuss ist ein gut abgehangenes Fleisch, das ungefähr 24 Stunden in einer Marinade aus hochwertigem Olivenöl, Pfeffer, Knoblauch (frischen Knoblauch nehmen) und Kräutern eingelegt war. Bevor es auf den Rost kommt mit einem Küchentuch abtupfen. Nach dem Grillen salzen (Fleur de Sel) und noch ein paar Spritzer Olivenöl – fertig.

Der ultimative Profi-Tipp von Florian Achmann: Zitrone halbieren und kurz zwei- oder dreimal mit der Schnittstelle auf das Fleisch tupfen. Die Säure hebt den Geschmack.

Foodhunter-Tipp: Bitte kein Bier überschütten! Da dreht es uns den Magen um, wenn Fleisch am Schluss diesen unnötigen Schuss bekommt, der meist auch noch einen Menge Rauch aufwirbelt. Besser: das Fleisch in Biermarinade einlegen. Das hat Klasse!

 

DIE SOSSEN

Scharf, schärfer am schärfsten? Nun, das ist natürlich Geschmackssache, wobei superscharfe Soßen oft nichts anderes erreichen als ein brennendes Gefühl in Mund und Rachen. Der feine Geschmack des Fleisches geht da oft unter.

Foodhunter-Tipp: Dirty Harry BBQ Sauce oder selbst gemachte Chili-Marmelade.  Hier das Rezept und das Ergebnis wird Sie umhauen.

  • 250 g Chilischoten (italienische!!)
  • 750 g roter Spitzpaprika
  • 500 g Gelierzucker 1:2

Paprika und Chili waschen. Strunk und Kerne rausschneiden. Alles in eine Schüssel, einzuckern, über Nacht im Kühlschrank stehen lassen. Am nächsten Tag alles kochen, bis sich die Schale von den Chilis wölbt. Dann Paprika und Chilis rausnehmen und durch den Wolf drehen (6- 8er Scheibe). Danach zurück in den Sud geben und 10 min klar kochen (immer wieder den Schaum abheben). In Gläser füllen und 2-3 Tage im Kühlschrank ruhen lassen.

Dirty Harry, Foto Foodhunter 

Alles außer Fleisch – Grillen von Fisch, Meeresfrüchten, Huhn

Der wichtigste Tipp von allen: Qualität. Wer beste Produkte  verwendet hat ein Grill-Vergnügen, das ohne die dunkelschwarz verbrannten Krusten auskommt. Vor allem Fisch und Meeresfrüchte möchten behutsam behandelt werden.

Zu leicht kann Fisch verbrennen oder austrocknen. Foodhunter-Tipp: Der Rost muss mit größerem Abstand über der Glut hängen, damit das nicht passiert. Außerdem empfiehlt es sich, das Grillgut nur einmal zu wenden.

Es muss nicht immer ein Spieß sein. Spezielle Fischgrillgitter oder Wenderoste sind perfekt für Garnelen und Kaisergranat, dann fallen sie nicht durch den Rost. Außerdem macht es optisch weitaus mehr her!

Grillen, Foto Foodhunter

Fisch, der leicht zerfällt, kann auch in Alufolie eingepackt werden. In unserem Fall ist es ein ein Kabeljau, der mit einigen Tropfen Olivenöl, Tomate und einem Kräuterstängel in Alufolie gepackt und wenige Minuten auf den Rost gelegt wurde. Das Päckchen verströmt beim Öffnen einen sagenhaften Duft, der feine Fisch ist zart und hat doch Biss.

Fisch in Alu, Foto Foodhunter

So wird Lachs unwiderstehlich: Kleine Holzbretter in Wasser tauchen, Lachs darauflegen und auf den Grill legen. Das Brett gibt die Holzaromen langsam ab und verbrennt auch langsam. Das Fleisch bekommt ein einmaliges Aroma.

Grill, Foto Foodhunter

Luxus-Grillgut Jakobsmuscheln: Frische Muscheln sollten schwer und geschlossen sein. Zum Öffnen legt man die flache Schale nach oben und schneidet mit einem Messer innen an der oberen Schale entlang und klappt dann die flachere Schale hoch. Alle schwarzen Innereien und der Bart werden entfernt. Verwendet werden nur der zylinderförmige, weiße Muskelstrang zwischen den Klappen und der orangerote Rogen, den viele Genießer auch nicht so gerne essen. Man kann auch ihn entfernen.

Grill, Foto Foodhunter

 

Ultimativer Grill-Tipp: Hähnchen auf Bierdose

Funktioniert nur mit einem Kugelgrill! Ca. 100 ml aus der Bierdose, Knoblauch, gezupfte Thymianblättche,  etwas Paprikapulver (edelsüß) und geschmacksneutrales Öl, Salz und Pfeffer zu einer Marinade vermengen. Das küchenfertige BIO(!)-Huhn damit marinieren und innen wie außen kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Auf die offene Bierdose setzen und auf den vorgeheizten Grill stellen. Bei geschlossenem Deckel und mittlerer Hitze 45-60 Minuten grillen. Dazu passen Grillkartoffeln, Salate und selbst gemachte Dips.

Foto Foodhunter

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Holzofenbrot, Kräuter & Käse. Oberhinteregger’s Bauernhof

Ja, was ist er denn nun eigentlich, der Simon Klaushofer? Schreiner, Imker, Landwirt, Gartenarchitekt, Käser oder Entertainer für wissbegierige Touristen? Er ist alles in einer Person, was er nicht zuletzt Ehefrau Brigitta zu verdanken hat, die mit immer neuen Wünschen kommt. “Erst wollt d’Frau an Holzofen, wei’s a Brot backen wollt. Hab ich ihr gleich ein ganzes Backhäusl gebaut”, lacht er verschmitzt. “Dann wollt d’Frau an Kas machen, oiso ham a des a g’macht. Jetzt macht’s an Kurs für Kräuterkunde, Naja, jetzt ham ma an herrlichen Kräutergarten o’pflanzt.” 

Autor Sabine Ruhland 

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So ist nach und nach der “Oberhinteregger’s Erlebnisbauernhof” entstanden, der Besuchern die Liebe zu natürlichen Produkten nahebringt. Seine 10 Milchkühe kennt der Simon mit Namen und hätschelt sie recht, denn schließlich ist ihre Milch die einzige, die auf dem Hof in Käse verwandelt wird. Allerdings nur im Winter, weil der Familienbetrieb ansonsten gar keine Zeit dazu hat. Weichkäse, Räucherkäse, Chilikäse oder Bärlauchkäse machen die Klaushofers daraus. Mild ist er, fein im Geschmack. Außerdem machen sie einen Frischkäse, der die Wanderer auf der nahegelegenen Alm beglückt. Nur das mit der Buttermilch lassen sie jetzt sein. “D’ Japaner waren so narrisch nach dem Zeug, dass s’es auf der Alm literweise trunken ham. Des hot g’scheid durchblosen, die vertragen so was ja nicht.”

Erlebnisbauernhof, Foto Foodhunter

Käse wird nur im Winter gemacht, verkauft wird immer nur freitags im Hofladen. Der Rest der Zeit gehört anderen Aufgaben auf dem Hof und der Sägewerkstatt

Hinterm Haus hat der gelernte Schreiner ein Bienenhaus gebaut. 30 Völker mit je rund 50.000 Bienen hat er – und ein immenses Wissen. Völker die schlecht über den Winter gekommen sind, platziert er samt Bienenstock auf einer Wasserader. “Damit san’s alle wieder was g’worden”, sagt er. “Denn Bienen sind Strahlensucher.” Seine Bienenkästen hat er selbst gebaut, auch die Wände mit den Wachswaben fertigt er selbst – aus alten Resten und weil es seit zwei Jahren aufgrund klimatischer Bedingungen nicht so reichhaltig für die Bienen ist, hat er die Wände halbiert. Die kleinen Wände sind schneller verdecket, es ist weniger Wasser enthalten und der Honig ist ohne Schleudern verkaufsbereit. Aus der Not wurde eine Tugend. Auch in diesem Jahr sieht es schlecht aus für den Honig. Zu lange zu kalt, dann der viele Regen. Simon Klaushofer sieht es mit Stirnrunzeln. Und wenn der Honigverkauf stagniert, dann muss eben was Neues her.

Oberhinteregger, Foto Foodhunter

Das selbst gebaute Bienenhaus. 30 Völker beherbergt es und eine kleine Schleuderkammer.

Oberhinteregger, Foto Foodhunter (1)

Die Jungbienen “fliegen sich warm”, bevor sie endlich losdürfen. Bislang ist die Saison aufgrund des Wetters eher schlecht

So hat er einen traumhaften Kräutergarten angelegt für seine Frau Brigitta, die derzeit gerade den Kurs dazu macht. Über 300 Stunden Büffeln für die Kräuterkenntnisse. Ja, wenn’s was machen die Klaushofers, dann richtig. Auch die Scheune hat Simon ausgebaut, damit die Leute gemütlich sitzen können mitten im Kräuterparadies, durch das bald noch Bäche und Brücken führen werden.

Einen Hofladen nebst Raum für Events gibt es natürlich auch, der hat aber nur freitags offen. Anders wäre es nicht zu stemmen, denn eigens Verkaufspersonal einzustellen, das geht nicht. Es muss ein Familienbetrieb bleiben. Wie sieht’s denn da mit Urlaub aus? Simon Klaushofer lacht. “Ham ma ned. Brauch ma a ned, es is doch herrlich bei uns.” Was sollen wir sagen, da hat er Recht.

Faistenauer Hofkäserei, Oberhinteregger’s Erlebnisbauernhof
Tiefbrunnaustraße 17 (rund 10 Min Fahrt von Schloss Fuschl aus), 5324 Faistenau
www.faistenauer-hofkaeserei.at

Oberhinteregger, Foto Foodhunter (2)

Das Backhäusl. Interessierte Besucher können unter Anleitung von Brigitta ihr eigenes Brot backen – alle Arbeitsschritte vom Mehlmischen bis zum Anschnitt. Danach gibt es ein “Brotbackdiplom”.

Oberhinteregger, Foto Foodhunter

Der neu angelegte Kräutergarten. Bald fließen hier auch noch Bächlein

 

 

 

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Schlossfischerei Fuschl. Wo Abramowitsch seinen Fisch kauft und selbst die Prominenz die Teller in die Küche trägt.

Er ist berühmt, fast so berühmt wie Sissi selbst: Gehard Langmaier, zigfach abgelichtet und gefilmt, denn er ist Berufsfischer, ohne Zweifel fotogen und besitzt das alleinige Fischerei- und Jagdrecht für den Fuschlsee. Der ist ca. 4 km lang, 900 Meter breit, kaum tiefer als 69 Meter – und beherbergt wie viele Fische Herr Langmeier? “Ja mei,” sagt er, “Millionen.”

Autor Sabine Ruhland 

Deswegen viele Fische, weil das das Wasser so schön sauber ist, könnte man meinen. So sauber, dass Herr Langmaier für die Fotografen immer aus dem See trinken soll. Für uns nicht, schließlich kommen wir aus München. Der Starnberger See ist mindestens ebenso ‘blankgewässert’. Dabei ist es gar nicht so optimal für die Fische. “Sicherlich besser als früher, als es hier am See noch keine Ringkanalisation gab, aber ja, ein so sauberes Wasser hat auch seine Tücken. Die Fische brauchen länger bis sie groß und fangreif sind, weil weniger Nährstoffe im Wasser sind.” Wie gut also, dass der Herr Langmaier alleiniger Herr über den See ist. “Nicht ganz”, lacht er, “wir vergeben natürlich Fischerei-Lizenzen.” Tages-, Wochen-, Monats- oder Jahreskarten kann man lösen. So kostet eine Tageskarte 18 Euro. Fangerfolg nicht inkludiert, versteht sich.

Schlossfischer Fuschl, Foto Foodhunter

Karibisches Wasser in dem sich Schleie, Hecht, Renke, Saibling, Aalrutte oder Weißfisch gleichermaßen wohlfühlen. Tageskarte Angeln am Fuschlsee: 18 Euro. Saison 1. April bis 30. November

Dass er irgendwie einen Traumjob ergattert hat, das erfahren auch wir. Morgens um 9 Uhr, ein sonniger Tag, ein spiegelglatter See. Das Boot der Schlossfischerei ist das einzige, das Radau macht, ansonsten wird gerudert oder mit dem Elektroboot gefahren. Fischen können wir leider nicht mit ihm. Die Regenfälle der vergangenen Wochen, das Hochwasser. Alles ist noch in Unruhe am und im See. “Außerdem das Klack der Fotoapparate und das Geplapper der Journalisten”, grinst der Fischer, “das hören die Fische und hauen ab.”

14 Sorten hat er zur Wahl, einzig der Aal ist es, der  nachträglich dazukam. Alle anderen, wie Renke, Saibling, die mystische wie verfressene Aalrutte, Hecht, Schleie, Karpfen, Seeforelle oder Weißfische waren schon immer im Fuschlsee beheimatet. “Für uns das Wichtigste: der Fisch soll ein- bis zweimal laichen bevor er gefangen wird.” Damit das so bleibt, arbeitet die Schlossfischerei mit Netzen unterschiedlicher Maschengröße. Und Gerhard Langmaier gibt vor, zu welcher Zeit seine Hobbyfischer (die Angelsaison beginnt mit dem 1. April und endet am 30. November) welchen Fisch fangen dürfen. Karpfen von April bis Ende November, Seeforelle von April bis 15. September, die Seelaube nur von April bis Ende Mai und dann wieder von August bis Ende November. “Wir dürfen bei aller Gier nicht vergessen, dass ein Fisch erst richtig gut schmeckt, wenn er sein Wachstum beendet hat. Erst dann wird das Fleisch kompakt und feinfaserig. Weltweit werden die Fische viel zu früh abgefischt.”

Schloss Fuschl, Foto Foodhunter

Sonnenschein und Herr über den Fuschlsee. Gerhard Langmaier hat gut lächeln. Auch Verlagshund Snoopy fand die Bootstour ziemlich anregend

Am Bootshäusl sitzt dann Herr Abramowitsch neben Herrn Tomaselli
oder Anna Nebtrebko neben Gloria von Thurn und Taxis – wer weiß das schon.

Jeden Tag wird geräuchert, doch vorher kommen die gefangenen Fische in die Frischwasserbecken. Dort schwimmen sie ihre letzten Bahnen, die große Flossen deuten an, dass sie es ihr Leben lang gut hatten. Beim Räuchern setzt die Schlossfischerei auf Buchenholz und Sägespäne. “Wenn der Fisch schön goldig glänzt ist das ein gutes Zeichen, dass er vorm Räuchern sauber gewaschen und entschleimt wurde. Ansonsten bekommt er diesen Glanz nicht”, erklärt uns Gerhard Langmaier.

2-3 Stunden verbringen die Fische im Räucherofen, um dann im Gegenzug und Minutentakt reißenden Absatz zu finden. Gerne holen sich auch die Hotelgäste ihren geräucherten Saibling oder die geräucherte Forelle und setzen sich an die Holztische direkt beim Bootshäusl. Da zieht dann selbst der Herr mit der goldenen Uhr die Schuhe aus und isst mit den Händen, trägt die Dame mit der Hochsteckfrisur die Teller zurück, um vielleicht im Mini-Laden auf Roman Abramowitsch zu treffen, der entspannt seinen Fisch einkauft. Schließlich residiert er seit einigen Jahren am See.

Wer auch immer seinen Fisch am ” Fischerei-Beach” zu sich nimmt, die Regeln sind immer dieselben: “nur wenn’s die Deller zruckbringst, wird’s Weeder morgen schee.” (Übersetzt: nur wenn Sie die Teller zurückbringen, wird das Wetter morgen schön). So tun das auch alle. Auch wir.

Schlossfischer Fuschl, Foto Foodhunter (2)

Die Flossen ausgeprägt und gut entwickelt. Immer ein Zeichen dafür, dass es den Fischen Zeit ihres Lebens gut ging.

Fischerei Fuschl, Fotos Foodhunter

Gut gesäubert und entschleimt, danach 2-3 Stunden im Räucherofen. Das Ergebnis: herrliche Fische mit goldglänzender Haut ohne zu viel Fett oder Salz. Ein Hochgenuss, der nichts anderes drumherum braucht

Fischen am Fuschlsee
Schlossfischerei
Schloss Strasse 19
5322 Hof bei Salzburg
fischerei@schlossfuschl.com
www.schlossfuschlsalzburg.com/fischerei

 

Noch einige nette Geschichten rund um Schloss Fuschl

www.foodhunter.de/2013/06/20/gut-kochen-alleine-macht-keine-gute-kuche-thomas-m-walkensteiner-uber-sinnvolle-und-weniger-sinnvolle-lebensmittel/

www.foodhunter.de/2013/06/11/holzofenbrot-kraeuter-und-kaese-oberhintereggers-erlebnisbauernhof/