Alte Brennerei in Pullach. Baumhohe Küche

12 Jahre lang war das Restaurant Schwarz & Weiz im Münchner Grandhotel Sofitel Bayerpost seine Wirkungsstätte, doch nun hat es ihn aufs Land gezogen. Vor einigen Monaten eröffnete Sascha Baum die Alte Brennerei in Pullach bei München. Zeit für uns, bei ihm vorbeizuschauen.

Autor Sabine Ruhland, Fotos Sabine Ruhland

Den Tag hätten wir kaum besser wählen können. Ein frühlingshafter Samstag im Februar. So empfängt uns das schmucke Holzhaus wahrlich mit offenen Türen. Entspannt ist er, der Gastgeber Sascha Baum, trifft sich mit uns zum Aperitif  auf der Terrasse. Ayala Champagner, eine gute Wahl. Beschwingt treten wir ein. Romantisch-rustikales Ambiente, helles Holz,  ein einziger Raum mit kleiner Bar. Für den Abend ist bereits eine lange Tafel eingedeckt, denn viele Gäste aus dem anspruchsvollen Grünwald-Solln-Pullach-Einzugsgebiet  haben dieses Schmuckkästchen für sich entdeckt.

Alte Brennerei, Foto Sabine Ruhland, Foodhunter

Charming! Die Alte Brennerei in München-Pullach.

Alte Brennerei, Fotos Foodhunter, Sabine Ruhland

Offene Tür, eine Karte nach Saison und Brot im Nähkastchen. Einladend!

Sascha Baum kocht hochklassig – “baumhohe Küche”, kaum trefflicher ließe es siech ausdrücken  - und bietet unter der Woche zur saisonalen Karte ein Business-Lunch (zwei Gänge, Wasser und Kaffee) für 18 Euro an. Doch wir wollen schwelgen, außerdem ist sowieso Samstag. “Einmal die Karte rauf und runter bitte!” Da sind wir uns alle am Tisch einig, denn handgeschabtes Tatar vom Simmentaler Weideochsen, Ziegenkäse mit Rapunzelsalat, Ragout fin vom bayerischen Stubenküken, Poltinger Hirschrücken, pochierter Milchkalbstafelspitz, Münchner Schnitzel, Lachsfilet im Buchenholz … die kleine, feine Karte macht die Wahl schwer.

Alte Brennerei, Foto Sabine Ruhland, Foodhunter

Das Tatar vom Simmentaler Weideochsen ist unsere neue Leibspeise!

Wir wählen das Tatar vom Simmentaler Weideochsen, das sofort und für immer in die Kategorie unserer Lieblingsgerichte fällt. Perfekt geschabt, erfrischend angemacht, nicht so sämig-schwer wie das manchmal bei Tatar mit zuviel Ei der Fall ist. Die ebenfalls gewählte Fois gras aalte sich auf einem Boskop-Apfel-Chutney mit Birnen-Geist-Infusion (macht Sascha Baum selbst). Aufheiternde Komponente für die Fois gras. Die dritte Vorspeise hatte für uns etwas zuviel Trüffelöl in der Trüffelmayonnaise,  ansonsten trafen sich Kalb und Tiefseegarnele auf Augenhöhe.

Die passende Weinempfehlung: ein fränkischer Weißburgunder “Sommeracher Katzenkopf” von Max Müller.

Die Hauptgerichte perfekt: der Skrei mit Muschelragout und Kerbelchips war ein Vergnügen und machte aus dem saisonalen Winterfisch eine jubilierende Hochsaison. Das Entercôte, ebenfalls vom Simmentaler Weideochsen kam als repräsentatives Stück, umgeben von Schälchen mit Salaten, Soßen und Gemüsen. Eine Augenweide schon die Anrichteweise. Außer der Reihe kam die Tagesempfehlung: Kalbsleber mit Kartoffelpüree. Was soll man sagen, eine gelungene bayerische Hausnummer.

Alte Brennerei, Habenschadenstraße 4a, 82049 Pullach im Isartal, Tel 089 / 748 496 88. Di-So 11.30-14 Uhr und 17.30-23 Uhr. www.altebrennerei-pullach.de

Alte Brennerei, Foto Sabine Ruhland, Foodhunter (1)

Jetzt hat er Saison: der Skrei, Winterkabeljau. Sascha Baum bereitet ihn perfekt zu

Alte Brennerei, Foto Sabine Ruhland, Foodhunter

Dem Entrecôte zur Seite standen nicht nur ein zartes Gratin, sondern auch Schälchen mit Salat und Gemüse

Alte Brennerei, Foto Sabine Ruhland, Foodhunter

Drinnen gemütliche Stube, draußen eine herrliche Sommerterrasse

 

2 Gedanken zu „Alte Brennerei in Pullach. Baumhohe Küche“

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