Polar Bar auf der Dachterrasse Hotel Bayerischer Hof. Münchens Winter-Hotspot

Lift, siebter Stock, ein paar Treppen erklimmen und dann: Wow! Das Kaminfeuer prasselt, die Frauenkirche zum Greifen nah, drinnen im Wintergarten kuschelig warm, draußen flackern Kerzen, liegen Felldecken über den Stühlen und lässt die Bar keine Wünsche offen. Die Polar Bar auf dem Dach des Hotels Bayerischer Hof ist eröffnet. Der Hotspot der Stadt. 

Autor Sabine Ruhland, Fotos Foodhunter

Kein Gedränge mehr, City-Dreams wie aus dem Bilderbuch. Exklusivität für alle zu genießen. Die Dachterasse des Hotels Bayerischer Hof hat sich für die nächsten Wochen in die Polar Bar verwandelt.

POLAR BAR, Hotel Bayerischer Hof, Promenadeplatz 2-6, München
ab 28.11.bis März 2014: Mo-Fr 16 bis 22 Uhr. Sa/So/Feiertage 12-22 Uhr.  

Polar Bar, Foto Foodhunter

Polar Bar, Bayerischer Hof, Foto Foodhunter (3)

Barchefin Doreen Philipp und ihr Team verwöhnen uns wieder mit megafeinen Christmas-Drinks. “Alles haben wir selbst gemacht und eine Menge Spaß dabei gehabt”, erzählt die quirlige Doreen. “Lillet selbst aromatisiert, Cocktailkirschen eingelegt und mit allerlei neuen Zutaten experimentiert.”

Dass es neben neuen Cocktail-Variationen wie dem Weihnachts-Gimlet (Lillet, Zimt, Muskat, Limettensaft) auch Bewährtes und Begehrtes gibt, ist klar. Der Husky darf auch in diesem Jahr in der Polar Bar nicht fehlen.

Polar Bar, Bayerischer Hof, Foto Foodhunter (2)

Barchefin Doreen Philipp und ihre Kollegen sorgen für coole Drinks im Bayerischen Hof

Hier das Rezept für den ultimativen Polar-Bar-Drink HUSKY

Auf Eis shaken, Glas mit Eiswürfeln füllen, aufgießen, mit mit Zimtstange dekorieren

Polar Bar, Bayerischer Hof, Foto Foodhunter (4)

 

Aficionado Abend mit Dieter Meier im Goldenen Kalb und ein argentinischer Abend in der Kochgarage

Seit Jahren ist Dieter Meier überzeugter Biofarmer in Argentinien: in der Pampa Humeda züchtet er Rinder, in Agrelo Alto produziert er Wein. Beides mit Bio-Zertifikat. Dabei kennen ihn die meisten anders: als Teil des Popduos Yello mit Welthits wie The Race oder Oh Yeah. “Singen kann ich nicht, ist mehr so eine Art Sprechgesang”, erzählt er – wie viele andere Anekdoten rund um seine Erfolge als Künstler und seinen ziemlich außergewöhnlich-gewöhnlichen Namen. “Hätten Sie gedacht, dass jemand mit dem Namen Meier einen Welthit landet?” – Die Gäste tobten vor Vergnügen, denn der Schweizer Unternehmer wußte unterhaltsam zu erzählen. 

Autor Dirk Vangerow, Fotos Foodhunter

“Hey, bist du nicht der, dessen Song The Race gerade lief, fragte mich ein Punk in Berlin. Ich nickte. Der Song ist Mist, aber dass du Dich Meier nennst, ist genial.” Dutzende Geschichten rund um die Band Yello, Welthits wie The Race, Oh Yeah, den Namen Meier und die Anfänge des Erfolges gab Dieter Meier beim von FoodHunter organisierten Abend im Goldenen Kalb zum Besten. Das Publikum begeistert vom Schweizer Entertainer. – Und von seinen Produkten, denn längst ist Meier unter die Viehzüchter und Winzer gegangen. So genossen die Gäste an diesem Abend ein vorzügliches Rindertatar mit schwarzen Wurzeln, einen Beef Tea, der Dieter Meier so überzeugte, dass er gleich zwei Tassen verschlang und ein perfekte gegartes Filet, Roastbeef & Entrecôte im Ganzen gegrillt und tranchiert. “Es war ein wunderbarer Abend, unterhaltsam, kulinarisch eine Offenbarung”, so die einhellige Meinung der Gäste.

FoodHunter und die Gastgeber Marko Huth, Patrick Bertermann und Christian Valk von Wein Wolf haben keine Mühen gescheut, den Gästen einen tollen Abend zu bescheren.

Die Bio-Weine PURO mundeten allen und keine Geringere als Paula Bosch, die unter den Gästen weilte, nickte anerkennend. Des Weiteren unter den Gästen entdeckt: Wirtschaftsjournalist und Fernsehmoderator Florian Fischer Fabian dessen fachkundige Artikel auch auf www.gourmetglobe.de zu finden sind, Promi-Journalist Michael Graeter, Claus Vatter kam mit Ehefrau Jill eigens aus Florida angereist, Münchens Edeljuwelier Thomas Jirgens, Kiton Statthalter Ernst Kunte, PR-Chefin Ulrike Barcatta vom Bayerischen Hof, Müncher Kindl Senf Produzent Theo Hartl mit Ehefrau Kathrin, der italienische Starfotograf Ferdinando Cioffi, der schon Größen wie Jean Taittinger, David Rockefeller, Patrick Vuitton oder Baron Eric de Rothschild vor seiner Kamera hatte.

Alle Weine von Dieter Meier, die ab 10,20 Euro zu haben sind und die Bezugsquellen finden Sie unter: 
www.weinwolf.de/detailsuche/?detail=text&textfield=Puro&x=0&y=0

Dieter Meier, Fotos Foodhunter

Ein Tag später …. argentinischer Abend in der Kochgarage

Dieter Meier ist ständig unterwegs – für die richtige Kondition sorgt sein sportliches Hobby: “Trockenrudern”. Jeden Tag 20-30 Minuten. Also ging es nach dem Abend im Goldenen Kalb am nächsten Tag in die Kochgarage. Dort führt die Argentinierin Graciela Regie und lud zu den “argentinischen Open”, natürlich mit den Weinen von Dieter Meier. Also schaute er vorbei, philosophierte mit den Gästen über das reiche Land Argentinien, in dem die Rinder das ganze Jahr auf den Weiden grasen und nichts weiter brauchen, weil unberührte Böden und saftiges Gras genug bieten, während die Viehzucht in Deutschland längst abhängig ist von teuren Futterimporten.

Kochgarage, Foto Foodhunter

 

Die Kochgarage 1+2

Graciela Cucchiara ist Argentinierin und lockt Genießer in eine übergroße Wohnküche, in der geschnipselt, gekocht, gelacht, geredet, gefeiert und gegessen wird. Statt grammgenauer Rezepte darf hier Improvisation ans Werk. Die Kochgarage ist vielleicht Münchens ungewöhnlichster Ort, um Begeisterung für gutes Essen und die dazugehörige Gesellschaft zu erfahren. Die Location: ein Hinterhof in der Nymphenburger Straße, ein Industriebau aus den Sechzigerjahren mit Rohren und Glasbausteinen, Industrielampen und Backstein. Mittelpunkt: ein  7 Meter langer Tisch mit 25 Stühlen. Weil der Erfolg so groß war, kam 2012 die Kochgarage 2 dazu, ein Mix aus Industriebau und Vintage-Bäckerei. Wieder ein langer Holzstisch und wieder 30 Hocker. www.diekochgarage.com 

Kochgarage, Foto Foodhunter

 

 

 

Küss die Lippen, “schöne Zwiebel”. Ungewöhnlicher Genuss im Kai3 auf Sylt

Jens Rittmeyer schärft sein bestes Messer. Vor ihm liegen kleine Perlzwiebeln. Jede nicht größer als eine Haselnuss. Mit ruhiger Hand pellt der Küchenchef die silbrig schimmernde Schale und zerlegt die Kügelchen anschließend in sichelmondartige Segmente. Die penible Pulerei mit Tränenpotential ist im „Kai3“ in Hörnum auf Sylt nicht Sache des Praktikanten sondern des Patrons. Denn Rittmeyer, Chef im Restaurant des Hotels “Budersand” und dekoriert mit einem Michelin-Stern, gibt der sonst als Statistin so schändlich verkannten Zwiebel die Hauptrolle.

Autor Oliver Zelt, Aufmacherfoto “Wurzelpetersilie-Vielfalt mit Petersilienwurzelfond, Borretane-Zwiebel und Postelein”

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Auf der Menükarte präsentiert der Maître die „Schöne Zwiebel“. Eine Kreation ganz ohne Fleisch oder Fisch, dafür mit vielen verschiedenen Sorten des für den Koch „grandiosen Gemüses“. Walnussgroße Rote teilt er und legt sie in milden Apfelessig ein. Die süßliche Schärfe der Roten verbinde sich mit der Säure des Essigs zu einer „wunderbaren Köstlichkeit“.

Wie im Märchen von Schneeweißchen und Rosenrot finden die leicht knackigen, angemachten Roten ihre Partnerin in einem weißen Mus. Im Ofen gart dafür auf einem dicken Salzbett zunächst eine weiße Zwiebel, so lange, bis sie butterweich ist. Den „Pulp“, wie der Küchenmeister den entstandenen Zwiebelbrei nennt, würzt Rittmeyer mit wenig Knoblauch und genauso wenig Lorbeerblatt und schiebt ihn dann wieder ins Backrohr. Langsam bräunt das Püree und karamellisiert dabei. Zu Rot-Weiß gesellen sich eine roh marinierte rote Emma-Kartoffel und für das Farbenspiel taufrische Wildkräuter.

Eine vegane Leckerei, immer noch selten in einem Sterne-Restaurant

Der Sylter Koch zeigt, Zwiebeln sind mehr als Soßengeschmacksmacher und Röststoffbringer. Das passt zu seinem Credo einer raffinierten, nordischen Küche. Jens Rittmeyer will das kochen, was die Saison auf den Feldern hergibt. Die klassische Zwiebel ist zwar ein Herbstgewächs, andere Spezies schießen aber auch im Winter und Frühling aus dem Gartenboden. „Die ist saisonal sehr dankbar“, stellt Rittmeyer fest.

Wenn es draußen friert, liefert die Winterheckenzwiebel, ähnlich der Frühlingsverwandten, frisches grünes Lauch und kleine Knöllchen. Schon im April reckt die Luftzwiebel ihre ersten Früchtchen in den Himmel. Eine außergewöhnliche Sorte, die sowohl unter der Erde als auch an ihrer Spitze, wo sonst die Blüten blühen, birnenförmige Brutzwiebelchen, so groß wie Walderdbeeren bildet. Bis Ende Oktober erntet Marco Seibold diese einst fremde Frucht, die ursprünglich aus Sibirien stammt.

Seibold ist einer der Landwirte, die dem Sylter Koch Bio-Spitzenqualität liefern. Der Kerl sei so positiv verrückt, dass er der Natur alles überlässt, sogar „wenig gießt“. Trotzdem gedeiht die Oben-und-Unten-Zwiebel im Garten in Syke nahe Bremen prächtig. Anders als im Kräutergarten des Restaurants. „Ich habe es versucht“, sagt Rittmeyer“, „aber bei uns ist es zu windig.“ _ Der Kontakt zu den Bauern ist dem Koch wichtig, damit er seinen Gästen „Gerichte mit Geschichten“ präsentieren kann. Vielleicht ist die Luftzwiebel  beim nächsten Zwiebelmenü dabei. Die seien zwar “pur sehr scharf” aber in der Küche des “Kai3″ probiert die Crew gerade die Mini-Zwiebeln auszubacken, sie kurz anzurösten oder gar in winzige Partikel auseinanderzubröseln, um den idealen Geschmack zu generieren.

Jens Rittmeyer, Budersand

Her mit den Zwiebeln – Jens Rittmeyer, Hotel Budersand, Kai3

Jens Rittmeyer ist begeistert von den unendlich vielen Texturen der Zwiebel

Der Sterne-Koch widmet sich wieder den zerlegten Perlzwiebeln, entfernt die durchsichtigen Zwischenhäute. Dann packt er die Abschnitte in einen Beutel, fügt Muskat, Apfelessig und seine neuste Erfindung, Himbeerkernöl, hinzu. Der Mix gart Sous-Vide, das heißt im Vakuum, bei geringer Temperatur eine halbe Stunde. Es ist beachtlich, was in der Sylter Kreativ-Werkstatt “Kai3″ alles für die große Show der Zwiebel erdacht wird.

Junger Lauch, auch als Frühlingszwiebel bekannt, steht im Mittelpunkt. Als geniales Dreierlei mit drei verschiedenen Texturen. Der weiße untere Teil gart sanft im Vakuum und liegt dann neben einem Püree aus den hellgrünen Spitzen, geschmückt mit den fadendünnen Wurzeln, die zuerst 12 Stunden wässern und dann nach einem Bad in Heuöl  schnurpseliger Begleiter sind. Das Heuöl ist hausgemacht und nicht mit trockenen Gräsern von irgendeiner Wiese. Das gleiche Grün fressen auch die Lämmer, deren Fleisch im Sylter Restaurant serviert wird. Eine Idee, die auf die Gründer der nordischen Küche in Kopenhagen zurückgeht. Rittmeyer röstet “zwei Hände voll Heu” im Ofen und aromatisiert damit das Öl drei bis vier Stunden. Das Weidenaroma findet in einer Heumajonäse aus warmer Milch und Heuöl, ganz ohne Ei, die das Lauch-Trio verbindet, seine Vollendung.

Jens Rittmeyer und sein Team probieren weiter, um dem Zwiebelgeschmack die letzten Geheimnisse zu entlocken. Die Köche wissen, wenn Zwiebeln zu stark zwiebelig sind, „mag das der Gast“ nicht“. Gerade haben sie ungeschälte  Perlzwiebeln aus Einweckgläsern gefischt, die dort in einem Fonds über zwei Monaten zogen. Ohne Schale schmecken sie “angenehm schmelzig, fast süßlich.”

Als Dessert Zwiebelkrokant

Der Koch gerät ins Schwärmen, wenn er der Zwiebel ihre Süße herauskitzelt und die scharfe Knolle als Krönung eines Desserts präsentieren kann. Für sein Zwiebelkrokant nimmt er kleine Würfel, lässt sie im Sieb abtropfen und reibt trotzdem noch mit einem Tuch nach. In Rapsöl backen die Zwiebeleckchen vorsichtig aus und trocknen anschließend wegen des Frittierfettes im Ofen. Rittmeyer nutzt die Zeit, um Zucker zuerst zu karamellisieren, dann ausgerollt erkalten zu lassen, in einem Tuch klein klopfen und anschließend klein zu malen. Zum Karamellmehl gesellen sich jetzt wieder die Röstzwiebeln. Beides schmilzt zusammen im Backrohr, ehe der Küchenchef die Kombination noch warm in Rechtecke schneidet und als Highlight den Zwiebelkrokant mit feinen Tröpfchen einer Vinaigrette adelt.

Perlzwiebeln

Kleine Perlzwiebeln – sie warten nur auf die richtige Hand eines kreativen Kochs

Luftzwiebel

Luftzwiebeln – fast so schön wie Blumen, betörend im Duft für jene, die dem Zwiebelaroma gute Seiten abgewinnen können. Jens Rittmeyer setzt ihnen gar ein adeliges “Michelin-Sternchen” drauf

 

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Gennaro. Neues italienisches Restaurant in München

Bella Italia liegt hinter der Bavaria, dabei deutet im ersten Moment nichts auf die vielen, lieb gewonnenen Klischees hin. Keine karierten Tischdecken, keine Berkel im Eingang, keine holzvertäfelte Bar. Statt dessen ein Loft, perfekt unterteilt in Bistro und Restaurant, mannshohe Kerzenleuchter und Ufo-große Lampen, Industrieboden, offene Küche, kommunikative Hochtische und moderne Kunst. Letztere zumindest bei unserem Besuch, denn der Kunstmaler Guiseppe Olivieri war zu Besuch in München. Sein kreiertes Etikett für den “Olivieri” des Weinguts Tenuta Ta Tengalia, sorgte in den USA sogar für einen Eklat.

Autor Sabine Ruhland, Fotos Foodhunter

Frauen sind sein bevorzugtes Motiv und das am besten unbekleidet. Also nutzte Sabine Ehrmann mutig eines seiner erotischen Gemälde für das Etikett ihres Rotweins “Olivieri”. Doch im prüden Amerika war das zu viel des Guten – der Wein wollte so “sexy” nicht abgenommen werden. Sabine Ehrmann nahm es gelassen. Das Etikett bleibt. www.foodhunter.de/2011/11/29/piemont-monferrato-tenuta-la-tenaglia/

So dürfen Gäste von Gennaro nicht nur die frischen, italienischen Speisen – zu lesen auf einer deckenhohen Schiefertafel – genießen, sondern auch die Weine von Sabine Ehrmann, den Giorgio Tenaglia, den Bricco, den 1930 und auch den Olivieri. Diese Weine können die Gäste  bis Weihnachten zu einem Vorzugspreis kaufen. Bei der Küche legt Gennaro Donato Wert auf die traditionelle Küche  seiner Heimat Kalabrien und setzt sie in der großen offenen Küche vor den Augen der Gäste auch konsequent um. Loup de Mer vom Grill, Seezunge, schwarze Tagliatelle. “Wenn die Qualität der Zutaten stimmt, dann brauchen die Gerichte kein aufwendiges Drumherum”, sagt er, der lange Jahre das Bistro im Münchner Frische Paradies bekochte und daher vielen Münchner Feinschmeckern ein Begriff sein dürfte. Wenn er dann zur Begrüßung kommt, mit seiner weißen Kochmütze, das Team italienische Gastfreundschaft versprüht, dann sind sie zum Glück wieder da, die lieb gewonnenen Klischees.

Gennaro
Fritz-Endres-Straße 4, 81373 München 089-74640775
Montag – Samstag  10 – 15 Uhr, 17.30 – 23 Uhr
www.ristorante-gennaro.de

Gennaro, Fotos Foodhunter

Modernes Ambiente und typisch italienische Gastfreundschaft. Gennaro ist Münchens neuer Lieblingsitaliener

Gennaro; Foto Foodhunter 3

Guiseppe Olivieri, Kunstmaler, lebt auf Ischia. Bevorzugtes Motiv: Frauen

 

 

Vom Starnberger See kommt die beste Whisky-Schokolade. Clement Chococult

An den “International Chocolate Awards” in London teilzunehmen erfordert eine gehörige Portion Selbstbewusstsein. Die hat  Konditormeister Franz Xaver Clement aus Bernried am Starnberger See. Also schickte er sein bestes Stück ins Rennen: die gefüllte Whiskeyschokolade. Prompt holte er in der Kategorie „Bars – Flavoured dark chocolate“ die Goldmedaille. Jetzt darf er sich zu den weltbesten Chocolatiers zählen. 

 Autor Sabine Ruhland 

Basis der mit der Goldmedaille prämierten Schokolade: die Couverture “Grand Cru Maracaibo 66%” des Schweizer Traditionshauses Felchlin, die für Clement ohne Lecithin hergestellt wird, und ein acht Jahre gereifter schottischer Single Malt. Die Verwendung hochwertiger Whiskeysorten ist kein Neuland für die Franz Xaver Clement, hat er doch bereits den Slyrs Whisky Trüffel kreiert (speziell für die Whiskeybrenner vom Schliersee und auch nur dort erhältlich).

“Wir sind natürlich stolz auf diese Prämierung, immerhin testen 300 ausgewiesene Schokoladenexperten, Foodjournalisten und Konditoren die eingereichten Pralinen und Schokoladen. Wir sind einzigen deutschen Teilnehmer mit einer Goldmedaille”, freut sich Franz Xaver Clement, der bei seinen Rohstoffen hauptsächlich auf regionale und nachhaltig produzierte Rohstoffe setzt. “Mit Felchlin arbeiten wir zusammen, weil das Schweizer Unternehmen vom Anbau der Kakaobohne über die Ernte bis zur Verarbeitung auf faire Bedingungen und verantwortungsvollen Umgang mit Mensch und Natur bedacht ist. Das ist uns wichtig.” Gut zu wissen. Na dann, auf ein schokoladiges “Cheers”!

Gläserne Manufaktur und Geschäft Clement Chococult
82347 Bernried am Starnberger See
Bahnhofstraße 25.
Di-Fr 10-13 Uhr und 14- 17 Uhr
www.schokolade-manufaktur.de

TIPP: Pralinenkurs – sahnig-süßes Weihnachtsgeschenk!
www.schokolade-manufaktur.de/pralinenkurse-muenchen.html  

Clement Schokolade, Gold

Clement Schokolade, Manufaktur

 

 

Glühbier, eigentlich ein Glühkriek. Das Original kommt aus Belgien

Glühbier ist kein heißes Pils, Schwarzbier oder Weizen, sondern wird auf Grundlage eines außergewöhnlichen Kirschbieres in einem ca. 2 Jahre dauernden Prozess hergestellt. Kriek, das heißt auf flämisch Sauerkirsche. Genau von dort kommt das Glühbier. Genau das steckt auch drin, im Glühbier. Also munkeln viele, es sei Bier, gemischt mit Kirschsaft oder Kirschlikör. In den Nachahmer-Bieren vielleicht. Im Original, dem belgischen Glühbier von Liefmans, ist weder Saft noch Likör drin. 

Autor Sabine Ruhland, Fotos Foodhunter 

Nicht nur die Bayern brauen gutes Bier, auch die Belgier immer schon – und zeigen sich dabei mehr als experimentierfreudig. Kriek beispielsweise ist ein traditionell hergestelltes Fruchtlambic mit 4-6 % Alkohol. Lambic ist eine Bierspezialität, die durch Spontangärung entsteht.

Die Zutaten für Lambic sind wie bei anderen Bierbrauverfahren Wasser, Malz, Hopfen. Nur Hefe wird nicht zugesetzt. Statt dessen wird die  Bierwürze  in einem Kessel mehrere Stunden gekocht und anschließend der Sud in einen offenen Bottich gelagert, in dem die Würze bei Zimmertemperatur einige Stunden stehen bleibt. Dank ausgeklügelter Luftzirkulation wird somit die Hefe aus der Luft „eingefangen“.  So entsteht letztlich ein Bruin-Bier, ein Braun-Bier.

Sind die Kirschen reif,  fügt der Braumeister dem mindestens ein Jahr gereiften Bruin-Bier die frisch geernteten Kirschfrüchte zu. Für ein 100 Liter Fass Kirschbier werden 13 kg frische Kirschen (die gesamte Kirschfrucht) benötigt. Das Braun-Bier reift mit den Kirschen noch ca. 6-12 Monate in Eichenfässern zwecks zweiter Gärung durch Fruchtzucker bis das Kirschbier (flämisch = Kriek) seine rötliche Farbe und den fruchtigen Kirschgeschmack erlangt hat.

Damit ist es noch kein typisches Glühbier, denn es so gereift mundet es im Sommer auch kalt getrunken, genauso. Für den Wintertraum Glühbier geben die Hersteller deshalb noch Weihnachtsgewürze und Kandiszucker hinzu, Zimtstangen, Nelkenknospen und Anisfrüchte. Alle Früchte und Zutaten werden mit dem Kirschbier weitervergoren und geben so ihr ganzes Aroma an das Bier ab

Inzwischen ist das Glühbier, sorry, das Glühkriek, recht beliebt auf deutschen Weihnachtsmärkten. Süffig-süßlich, leichte Herbe, fluffige Schaumkrone. Eine perfekte Alternative zum herkömmlichen Glühwein.

Lust auf eine Kostprobe? Foodhunter richtet auch in diesem Jahr den Weihnachtsmarkt auf der Dachterrasse des Oberpollinger München aus. Der kleine, feine und höchstgelegene Weihnachtsmarkt der bayerischen Landeshauptstadt. Klar, dass es eine Glüh-Hütte gibt, mit original Liefmans Glühbier aus Belgien. 29.11-23.12. Mo-Sa 12-20 Uhr. Außerdem ist es bei der Giesinger Brauerei erhältlich. In der Literflasche oder im  30l Fass. www.giesinger-braeu.de

 

 

 

München summt. Berlin summt. Frankfurt summt. Hamburg summt.

„Wenn die Bienen summen und mit dicken, pollenbenetzten Beinchen gegen das Häuschen „ploppen“ wie kleine Brummer, dann habe ich einen Moment des völligen Friedens – und das mitten in der Stadt.“ Susanne, 35, Münchnerin, hat ihre Dachterrasse bienentauglich gemacht und ist unter die Hobbyimker gegangen. „Alles fing mit einem Glas Honig vom Stadtimker an…“

Tipp von Sabine Ruhland

In München und Berlin summt es bislang schon recht fleißig, Frankfurt kommt und Hamburg braucht wohl noch ein bisschen. Doch die Initiative „Deutschland summt“ nimmt Formen an und zieht immer weitere Kreise.

In München kümmern sich Imker wie Ralf Ambrecht oder Harald Weiß um die Bienenstöcke auf prominenten Dächern wie Gasteig oder Seidlvilla. Zwei bis sieben Bienenvölker sind es pro Standort in exponierter Stadtlage. Das heißt, die Honigausbeute ist limitiert – wie immer bei besonderen Dingen des Lebens. Ein paar wenige Gläser gibt es noch, u.a. über 99tastes. www.99tastes.com/shop/muenchner-stadthonig.html 

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Dazu kommen immer mehr begeisterte junge Menschen, die der Imkerei neue Attraktivität abgewinnen. Auf der Website www.muenchen.deutschland-summt.de  finden sich alle Standorte und die Telefonnummer der Imkers, Anregungen, um mitzusummen, Kurse, Veranstaltungen etc.

Beispielsweise das Buch „Wir tun was für Bienen”, ein honigsüßer Geschenktipp zu Weihnachten für alle Bienenliebhaber, die Dachterrasse, Balkon oder Garten gerne mit einem Zusatznutzen versehen möchten. 16,99 im Kosmos-Verlag. www.kosmos.de/produktdetail-102-102/wir_tun_was_fuer_bienen-6380/

München summt

 

Endlich unter 0 Grad. Heiz den Grill an, Tom!

Grillmeister, Staats- und mehrfacher Vizeweltmeister aus Österreich,  Buchautor des erfolgreichen Buches “Wintergrillen” aus dem Heel-Verlag: Tom Heinzle. Foodhunter hat das Buch schon vorgestellt: www.foodhunter.de/2013/10/23/der-winter-kommt-und-der-grill-bleibt-draussen/

Doch dieses spezielle Thema hat uns neugierig gemacht und wir haben den Super-Grillexperten gefragt, was am Wintergrillen so spannend ist, was es zu beachten gilt und warum Männer da eigentlich am liebsten ganz alleine sind …

Autor Sabine Ruhland

Im Winter besser Gas oder Holzkohle?
In der Regel ist der Regel der Energieverbrauch beim Grillen im Winter bedeutend höher als im Sommer. Ich benutze im Winter gerne Holzbriketts (100% Buche mit natürlichem Bindemittel gepresst), da diese auch einen gewissen Wärmespeicher haben.

Wenn draußen gegrillt wird, welches Fleisch?
Die Fleischart spielt eigentlich keine Rolle. Ich grille im Winter natürlich sogenannte kräftige Fleischsorten wie Lamm, Rind und natürlich Wild. Entscheidend ist das Gewürz welches unbedingt der Jahreszeit angepasst sein soll.

Direkt aus dem Kühlschrank oder Zimmertemperatur?
Gerne das Fleisch 2 – 3 Stunden bei Zimmertemperatur klimatisieren.

Wird das Grillgut bei kalten Temperaturen schnell oder langsamer durch?
Spielt eigentlich keine Rolle. Da im Grill ja sowieso die gewünschte Temperatur erreicht werden muss. Ich arbeite bei indirkten Grillen speziell von grösseren Stücken in der Regel mit 120° – 130° Grad. Da ist auch im Winter  problemlos erreichbar.

Was macht Grillen im Winter so anziehend?
Das Grillen im Winter hat meiner Meinung nach schon etwas Meditatives. Von Gefühl her leben wir bedeutend langsamer als im Sommer der in unseren Breitengraden vielfach viel zu hektisch ist.
Früher stand ich im Winter  eigentlich immer alleine am Grill oder Smoker und habe das richtig genossen. Ich konnte mir wieder neue Rezepte ausdenken und einfach die Stille geniessen. Mittlerweile gesellen sich immer mehr Gäste zu mir an den Grill und genießen einen guten selbst gemachten Glühwein oder einfach ein gutes „Schnäpsle“ .

Was als Beilage? Heißer Tipp?
Wirsinggemüse aus dem Wok, Baked Beans aus dem Dutch Oven oder einfach ein gefüllter Krautkopf vom Smoker.

Welche BBQ Sauce empfehlen Sie?
BBQ Sauce mache ich eigentlich immer selber. Obwohl es im Handel mittlerweile wirklich sehr gute Saucen gibt (Stubs, Fiensmecker, HP usw.)

Ihr ultimatives Winter-Grill-Starter-Rezept, das in jedem Fall gelingt…
Hühnchen mit Heu: 1 Hühnchen grillfertig, 3 EL Geflügelgewürz, 1 EL Garam Masala (Indische Gewürzmischung) 2 EL Olivenöl, 1 Hand Kräuterheu in etwas Wasser und Whiskey eingelegt.
Gewürze vermischen. Hühnchen mit Olivenöl einreiben und rundum gut würzen. Das Hühnchen mit dem Kräuterheu füllen und bei indirekter Hitze (180-200°) 1.5 Stunden grillen.

Lust, den Profi direkt zu treffen? Wie wäre es mit einem Wintergrillen-Kurs) Um dann, in der eisigen Kälte der österreichischen Berge wahre Männerträume zu erleben! Infos und Anmeldung unter www.grillwerkstatt.at

Wintergrillen-Kurs, 18.01.2014

 Grillen Sie mit dem Autor des erfolgreichen Grillbuches „Wintergrillen“ innovative und überraschende Gerichte mit winterlichem Flair. Rind, Wild, Truthahn, Schwein und vieles mehr wird ihren Gaumen verzaubern – Glühwein und Kaminfeuer inklusive.

2 Tage Winter-BBQ Kurs 21.02.2014 – 22.02.2014

2 tägiger Winter BBQ-Smoker-Kurs mit dem Staats- und mehrfachen Vizeweltmeister aus dem Ländle Buchautor des erfolgreichen Buches “Wintergrillen”.

Nach dem tollen Erfolg mit dem ersten 2 – tägigen BBQ Smoker Kurs geht es jetzt in die 2. Runde. Passend zum Thema Winter, sind wir wieder in Hittisau/Bregenzerwald um 2 Tage die Smoker rauchen zu lassen. Es erwartet Euch wieder ein tolles Programm. Mehr Infos unter www.grillwerkstatt.at

 

 

Tagesbar eröffnet: Im Münchner Modegeschäft Hirmer finden sich jetzt auch die Feinschmecker ein

Lust auf Anzug mit Champagner, Hemd mit Curry oder Krawatte mit Milchschaum? Hirmer ist Münchens berühmtestes Modehaus, weil: nur für Männer! Inzwischen über 9.000 qm groß und weltweit einmalig. Jetzt ist zur Luxusmode auch eine luxuriöse Tagesbar gekommen. Da geht nur Feines über den Tresen. 

Autor Sabine Ruhland, Fotos Foodhunter

Dritte Etage, einmal ums Eck und schon ist sie erreicht: die nagelneue Tagesbar. Langer Tresen und elegante Sitzecken. Holz, Leder, Designerlampen. Doch das Beste: Hirmer hat sich für die neue Tagesbar kulinarische Hochkaräter ins Boot geholt.

So offeriert Ingo Holland künftig eine Auswahl seiner Gewürze. “Ach wissen Sie, man wundert sich oft, wo man auf Feinschmecker trifft”, erzählt dieser und lässt uns an einem grünen Curry schnuppern, das direkt ins Reich aller Sinne und Fantasien führt. “Duft ist wichtig bei Gewürzen, deshalb stehen auf dem Tresen bei Hirmer immer unsere Gewürz-Schnuppergläser.” Sein Tipp zum richtigen Würzen. “Mutig sein”, sagt er. Viele hätten eine Menge Gewürze in der Küche, die dann doch nur selten Verwendung finden. “Wer mit Bedacht würzt, nicht zuviel auf einmal, der wird kaum Fehler machen.” Grundstock für ihn: das richtige Salz. Derzeit ist Steinsalz aus Österreich für den Gewürz-Guru das Optimun. “Muss ja nicht immer aus der Wüste oder dem Himalaya kommen”, meint er, der ohnehin wie Foodhunter ein Verfechter des Regionalen ist. “Erst danach die Kreise vergrößern”, sagt er.

Gewürze, Weine, Champagner und Schinken, den eine Berkel schneidet – was will Mann mehr?

Der zweite Garant für immer wiederkehrende Gäste ist Norbert Spielmann. Sein Weingut Alte Grafschaft, das er zusammen mit Christoph Dinkel führt, wurde vom Gault&Millau-Weinführer Deutschland 2014 als «Entdeckung des Jahres» ausgezeichnet. Das freut ihn selbst am allermeisten. “Wir kümmern uns um die letzten Steillagen im Taubertal, die jahrelang ein Schattendasein geführt haben” erzählt Norbert Spielmann. Da war eine Auszeichnung eigentlich längst überfällig. Jetzt dürfen seine besten Weine und andere ausgesuchte Tropfen der Geisel-Vinothek an der Tagesbar bei Hirmer die Gaumen der Genießer erfreuen.

Hirmer Tagesbar, Foto Foodhunter

v.li. Hans Jörg Bachmeier, Reinhold Guppenberger, Norbert Spielmann, Ingo Holland

Der gastronomische Leiter der Hirmer Tagesbar ist Reinhold Guppenberger. Dass er immer wieder mit Erich Lejeune verwechselt wird, daran hat er sich bereits gewöhnt. Er hatte auch die Idee, dass Münchner Spitzenköche – wie Hans-Jörg Bachmeier vom Restaurant Blauer Bock – regelmäßig die Gäste mit fein abgestimmten Menüs überraschen. “In der Regel gibt es einige feine Vorspeisen wie Carpaccio, gegrilltes Gemüse oder Bruschetta, frisch aufgeschnittene Schinkenspezialitäten wie San Daniele, Parma oder Culatello, Salami, dazu hausgemachte Suppen und ein bis zwei Tagesgerichte”, erklärt er. So viel geballte Food-Kompetenz verleiht der verstecken Gourmet-Tagesbar im Modehaus Hirmer vielleicht bald einen besonderen It-Place-Status.

Hirmer Tagesbar, Foto Foodhunter

Plaudern an der Bar, genießen auf Lederbänken oder grünen Polstern, Blick aus Weinkühlschränke und Gewürze von Ingo Holland. Eine Berkel für den feinen Parma und Espresso von Vits…

HIRMER Tagesbar, Foto: People Picture / Jens Hartmann

Bei der Berkel werden selbst Spitzenköche wie Hans Jörg Bachmeier schwach. Foto: People Picture / Jens Hartmann