Was die Sansibar für Sylt ist Fischer’s Fritz für Zürich

Nicht weit vom Stadtzentrum entfernt, auf der Westseite des Zürichsees, liegt sie: die  Strandbude Fischer’s Fritz, die auch echte  ”Sansibar-isten” glücklich macht, denn was zerzaust und zusammengewürfelt erscheint, präsentiert sie sich als überaus wirkungsvolles Gesamtkunstwerk. Ein Hauch St. Tropez, eine Prise Sylter Chic – die Beiz Fischer’s Fritz mitten auf Zürichs einzigem Campingplatz  ist zum Sundowner so attraktiv wie zur Big-Party oder zum romantischen Rendezvous auf dem Balkönli im ersten Stock. Oder eben einfach zum Lunch, wie bei uns. 

Autor Sabine Ruhland

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Der Tag verspricht sonnig zu werden, kann sich aber noch nicht entscheiden und so bleibt die Terrasse bedauerlicherweise unbesetzt zurück. Uns zieht es ins Restaurant im ersten Stock. Klein, urig, gemütlich. Perfekt. Statt Serviette gibt es Stofflätzchen und kein noch so elegantes Outfit kann sich dieser liebevoll bestickten Einheitskleidung entziehen. Dann noch die ein Meter große Speisekarte in die Hand gedrückt und los geht das Erlebnis Fischers’s Fritz.

Das Publikum bunt gemischt: Züricher Business, Familien, Freunde von Chef Maik Pfister und seinem Team, einige Camper. Es herrscht reges Stimmengewirr, Begeisterung angesichts der Speisen, die da aus der Küche anrollen.

Fischers Fritz, Alle Fotos Foodhunter

Tolle Atmosphäre, frischer Fisch verkleidet als Knusperli und statt Servietten ein besticktes Lätzchen. Fotos Foodhunter

Wir entscheiden uns für die Spezialität, die “Fischknusperli”, zubereitet aus dem Fang des Tages. In unserem Fall standen Egli und Felchen zur Wahl, die anderen Fische wie Hecht, Trüsche, Saibling Wels, Rotaugen, Hecht oder Seeforelle gingen Adrian Gerny, dem Berufsfischer für die Stadt Zürich, an diesem Tag nicht ins Netz. Und der beliefert schließlich auch Fischer’s Fritz. Die Qualität des Fisches war ohne Zweifel schmeckbar! Dazu ein Dip und wahlweise Salat, Ratatouille, Pommes frites, Kartoffeln … – alle sollen glücklich werden und werden es auch.

Zuvor noch ein Gemüsekorb, der alle Sinne stimuliert. Zarte Möhren, Gurken, Tomaten, Fenchel, Sellerie, rote Paprika, angerichtet im kräftig geflochtenen Korb und alles wirkt als hätte der Koch soeben im Garten die knackigsten Gemüse für uns geerntet. Dazu der Knaller: eine Sardellenmayonnaise.

Wie es sich für die Luxus Strandbude gehört gibt es neben Fisch, gebacken, gegrillt, gedämpft und feinstem Rinderfilet auch Schweizer Kaviar aus dem Tropenhaus Frutigen, 30 g Malossol der Marke Oona für 128 CHF oder Filet vom Schweizer Bergwasser-Stör.

Fischer’s Fritz, Campingplatz Zürich, Seestrasse 559, 8038 Zürich. www.fischers-fritz.ch

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Berliner Welle statt Berliner Luft. Rauf auf die Wasserkutsche.

Berliner Spree, Landwehrkanal, Dahme-Wasserstrasse, Langer See, Neuköllner Kanal, Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal – vorbei am Kanzleramt, am Reichstag, der Museumsinsel, quer durchs Nikolai-Viertel, rauf auf den Havelsee. Was für Möglichkeiten! Die Wasserkutsche macht es möglich.

Wasserkutsche Berlin

Ein Glückspiz, der in Berlin ein Boot sein Eigen nennt. Ankern darf man überall, baden auch, nur bei den größeren Schiffen ist Vorsicht geboten. Da heißt es ausweichen! Ansonsten Freiheit pur für alle, die mit der “Wasserkutsche” unterwegs sind, einem selbst gebauten, 6 Meter langen und 2 Meter breitem Elektroboot mit Sonnendeck, Gas-Kochmöglichkeit, Schlafplätzen für vier Personen und Toilette.

– Mitten in der Megacity und trotzdem ein Cowboy in der Stadt – fast sehnsüchtig erinnert es uns an die “Münchner G’schichten”. Lang ist’s her. In München geht nix mehr. Aber Berlin hat noch Raum. Raum für Träume.

Wasserkutsche, Hausboot-Verleih Berlin
190 Euro für 24 Stunden
Jan-N. Rademacher
Mariannenstraße 5
10997 Berlin
www.wasserkutsche.com

Wasserkutsche Berlin

 

 

 

Ein Sommerfest, das dem Regen trotzt. Juwelier Jirgens feiert am Starnberger See

Das kleine Seehaus am Starnberger See hat sich der Münchner Juwelier Thomas Jirgens als Location ausgesucht und der neue Steg der Anwesens zeigte sich mindestens so prächtig wie jener des “Club 55″ in St. Tropez, der als Kulisse für die Kampagne der neuen Herrenuhr diente. Dass es zunächst wie aus Kübeln schüttete und fast schon Land unter herrschte, sahen die Betreiber Markus Sulzmann und Veronika Tauber gelassen. “Das gab uns Gelegenheit, Schwachstellen zu entdecken und mit Dachrinnen zwischen den Zelten zusätzlich abzudichten”, lachten sie. Doch dann riss die Wolkendecke auf. 

Autor Sabine Ruhland

Eigentlich hätte es ein klassisches Sommerfest werden sollen. Strand, Steg und Sonnenuntergang. Perfekter Ort für derartige Wünsche: das kleine Seehaus in St. Heinrich. Statt Sommertemperaturen leider nur kühle 14 Grad und leichter Regen. Da hatten die Mitarbeiter von Wiesmann viel zu tun, die edlen Boliden, die den Eingang flankierten, ständig in schönstem Trockenzustand zu präsentieren.

Das Catering war gekonnt – dafür hat auch FOODHUNTER im Vorfeld gesorgt und organisatorisch tatkräftig unterstützt: Langusten von Spiny Lobster aus Hamburg, Saiblinge aus der Castell’schen Fischzucht (wir haben erst kürzlich daraus das unwiderstehliche Saiblingstatar mit Gurkeneis kreiert), Wagyu von Züchter Sepp Krätz, der neue Champagner-Liebling “Diamant” von Vranken Pommery und erfrischende Weine von Sabine Ehrmann und ihrem Weingut Tenuta la Tenaglia.

Wenn so viel Gutes zusammenkommt kann es nur ein gelungener Abend werden, so trotzte das Sommerfest dem Regen, der schließlich aufgab und den Gästen noch einen fast mystischen Sonnenuntergang bescherte.

Jirgens, Foto Foodhunter

Diamant im Glas, die schönsten Autos, die schönsten Frauen. Der Schmuck, den die Models trugen, war ein Vermögen wert. Foto Foodhunter

Jirgens, Foto Foodhunter

Nicht nur die Gläser waren von Foodhunter. Wir sorgten auch dafür, das Markus Sulzmann beste Ware bekam, die er in wundervolle Gerichte umwandelte

Jirgens, Foto Foodhunter

Ende gut, alles gut. Der Himmel öffnete sich, aus dem Lautsprechern klang der Song “A wonderful world”. Mehr Magie geht kaum

www.kleines-seehaus.de / www.juwelenschmiede.de / www.spinylobster.de / www.latenaglia.de

“Meat-Market” bei Holger Stromberg im Kutchiin. Es glühten Wagyu, Duroc und Côte de Bœuf

Noch war es ein kleiner Kreis, der den Abend in vollen Zügen genoss, denn der Insidertipp ist nicht vielen Feinschmeckern bekannt: “Meat Market” von Holger Stromberg in seinem Restaurant Kutchiin. Für 89 € bietet der Koch der deutschen Fußballnationalmannschaft  seinen Gästen unglaublich viel: Bestes Fleisch auf glühendem Holzkohlegrill, jede Menge kulinarischer Probierhappen und kühle Drinks. So geht Sommer “all inclusive”. 

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Autor Dirk Vangerow

Parmaschinken, so hauchdünn geschnitten, das er bei einem zarten Lufthauch einer Fahne gleicht, Carpaccio mit Spitzenolivenölen, Pan Guttiau, ein Tuk-Tuk als Wok-Insel, kühler Riesling, Erdbeer-Mojito, gegrilltes Gemüse, Côte de Bœuf, Carré vom Duroc-Schwein, Wagyu-Burger von Sepp Krätz, dazu feine Gewürze und Kondimente, Curcuma- French- und Dijon-Dressings, erlesene Bio-Senfe und die ultimative “Dirty Harry” BBQ-Sauce, der USA Pitmaster-Sieger. Dazu Kostproben einer neuer Eisidee.

Ein Catering der Superlative bei dem an nichts gespart wurde und das keine Wünsche offen lässt. To be continued …

Die nächsten Termine

12. Juli
26. Juli
16. August
30. August
09. September

Kutchiin, Balanstraße 73, Haus 32, 81541 München. www.holgerstromberg.de/kutchiin-location.html
Stromberg, Fotos Foodhunter

(li) hauchdünner Parmaschinken. (re) Für ein schönes Aufmacherbild ließen wir für einige Sekunden das Feuer auflodern. Doch dann wurde professionell gegrillt, mit Rauch und Glut, so wie sich das gehört. Fotos Foodhuner

Stromberg Grill, Foto Foodhunter (3)

Ein Team für den guten Geschmack. Holger Stromberg, Georg Scheitz, die Gelato-Connection aus Köln und eine gute Eisidee. Foto Foodhunter

 

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Es muss nicht immer Kreuzberg sein. Neu: Restaurant GLASS in der Berliner City West

Sie heißen Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln und sind die Trendviertel der Hauptstadt. Doch nun macht ein neuer Stadtteil von sich reden, denn Projekte wie das Waldorf Astoria oder Bikini-Berlin (www.bikiniberlin.de) und Haus Cumberland (www.cumberland-kurfuerstendamm.de) sind in aller Munde. Grund genug, sich mit einer der spannendsten Neueröffnungen in der Berliner Gastronomielandschaft ebenfalls in der City West niederzulassen: Mitte Juni eröffnete in der Uhlandstraße (Nebenstraße des Kurfürstendamms) das Restaurant GLASS, flankiert vom renommierten Stilwerk, der Universität der Künste und dem Renaissance Theater. Die perfekte Symbiose aus Kunst, Kultur und Kulinarik. 

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Autor Sabine Ruhland

Gal Ben Moshe -ist glücklich, hat der gebürtiger Israeli, Globetrotter und nun enthusiastischer Berliner doch gerade sein erstes Restaurant eröffnet. Welche Küche erwarten die Gäste da wohl? “Klar, dass mich viele Länder und Kontinente irgendwie beeinflusst haben, also interpretiere ich die spannendsten Speisen aus aller Welt neu und setzt sie nach eigenen Ideen in eine moderne Gourmetküche um”, sagt er.

So stand das Tempelhofer Feld Pate für seine Vorspeise „Stadtgarten“ und beeinflusste die Pop Art Kunst im Hamburger Bahnhof die Präsentation des Desserts „Schokolade und Texturen“. Die Idee zu „Rüben, Fenchel, geräucherter Ricotta, Zitrone und Haselnüsse“ kam Gal Ben Moshe bei einem Spaziergang rund um den Hausvogteiplatz. Die Townhäuser dort brachten ihn darauf, den Gang so anzurichten, dass trotz der Wiederholung gleicher Produkte eine kreative Unregelmäßigkeit entsteht. Aber auch Erinnerungen kommen auf den Teller: Das Dessert „Crêpe mit Kastanien und Pflaumen“ ist eine Hommage an seine erste Reise nach Paris.

Gal Ben Moshe und Marc Hanke

Gal Ben Moshe (re) und Restaurantleiter Marc Hanke. Ein Dream-Team, das Gästen feine Gourmetküche und legeres Ambiente verspricht

Auch die vegane Küche ist vom Feinsten 

Längst sind auch Feinschmecker unter die vegetarier und die Veganer gegangen. Daher gibt es im GLASS nicht nur  allabendlich ein “normales” sechs- oder achtgängiges Menü (45 bzw. 59 Euro), sondern auch ein veganes 6-Gänge-Menü (45 Euro). Kreationen wie  „Risotto mit weißen Trüffeln, Macadamia-Butter und Sojabohnen“ oder „Teltower Rübchen mit Kapuzinerkresse, Pekannüssen und in weißem Balsamico eingelegte Erdbeeren“ zeigen, dass bei allen Gerichten hier pure Passion am Herd steht. “Das beginnt bei uns bei der Auswahl der Produkte. Massentierhaltung lehne ich kategorisch ab, auch Fisch aus Aquakultur muss, darf und soll nicht sein.” Selbst Milch kauft Gal Ben Moshe bei „De Öko Melkburen” ein Unternehmen, das Tieren kein gentechnisch verändertes Kraftfutter verabreicht, auf eigene Stromerzeugung, kurze Transportwege und eine umweltschonende Verarbeitung setzt. 

Tunnel Alexander Platz - Scallop Pork

Tunnel Alexander Platz – Scallop Pork (re) – Kreative Küche – von der Idee bis zum Bild auf dem Teller

Showküche – dabei ist es gar keine Show

Das Interieur haben die beiden in  Mexiko City ansässigen Architekten Christoph Zeller und Ingrid Moye umgesetzt, haben ein ultra-modernes wie filigranes Ambiente geschaffen, das von Glas und Metall dominiert wird. Blickfang des Restaurants ist ein großer Vorhang aus metallischem Polyester, der das Licht und die Bewegungen von Gästen und Mitarbeitern auf wunderbare Art und Weise reflektiert und dadurch eine ganz besondere Stimmung kreiert. Eine weitere Besonderheit ist die offene Küche. Gemeint ist damit jedoch nicht die klassische „Showküche“, sondern eine Küche, die nur auf dem Weg zu den Waschräumen oder zur Garderobe einsehbar ist –und dann mit einem freien Blick in eine ganz eigene, fast sanfte und filigrane Welt überrascht. 

Neben dem kulinarischen Konzept und dem Interieur des Restaurants trägt auch das charmante Serviceteam um Restaurantleiter Marc Hanke dazu bei, dass Gäste einen entspannten und schönen Abend erleben, bei dem der Spaß nicht zu kurz kommt. 

Restaurant GLASS, Uhlandstraße 195. Di-Sa ab 19 Uhr. Reservierungen unter 030-54710861. www.glassberlin.de 

Restaurant Glass, Berlin

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Pfalzfeste: Wein, Flammkuchen und viel Geselligkeit. Unser Tipp: Hambach

Die Südpfalz, nicht nur im September, wenn der neue Wein kommt, ist diese Region ein Genuss. Wir lieben die Pfalz auch im Frühling zur Kirschblüte oder im Sommer, wenn die Trauben zwischen zartem Hellgrün an den Rebstöcken hervorblitzen. Haben wir dann noch das Glück, dass parallel ein Weinfest stattfindet, dann nichts wie hin.

Autor und Fotos Sabine Ruhland

So machten wir uns mal wieder auf den Weg nach Hambach. Das kleine Örtchen oberhalb von Neustadt, dessen Gassen Richtung Schloss führen, ist ansich schon einen Ausflug wert, aber zu “Festtagszeiten” herrscht eine besondere Stimmung. In diesem Jahr war das die Veranstaltung “schwarzrotgold” von 14,-16. Juni. Neben dem jährlich stattfindenden “Andergasser Weinfest”, “Hambacher Musikfest”, der “CuliVino” und der Jakobus-Weinkerwe” (26.-20. Juli) unbedingt vormerken!! Hier unsere Empfehlungen für Ihren Ausflug nach Neustadt-Hambach.

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WEINSTUBE MOHRE-JULE
Alles was der Pfalz-Gast zum Glücklichsein braucht: ein geschichtsträchtiges Haus (1556 erbaut!), Efeu, Fachwerk, verwinkelte Stuben, ein idyllischer Gastgarten. Familienbetrieb mit Liebe zur Regionalität. So gibt es hier nur Weine aus Hambacher Lagen, Hambacher Bauernbrot, Hausmacherwurst, hausgemachte Suppen, Tagesgerichte wie Spanferkelrollbraten oder ofenfrisches Kassler und kalte Spezialitäten zum Wein wie “Weißer Käs” oder luftgetrocknete Sauschwänzel. Wer in Hambach gastiert, sollte der Mohre Jule unbedingt einen Besuch abstatten. Schloßstraße 58, 67434 Neustadt-Hambach, Di-So ab 16 Uhr. www.mohre-jule.de

Hambach, Mohre Jule, Foto Foodhunter

Eine Institution: die Mohre Jule in Hambach. Ein idyllischer Gastgarten…

Hambach, Mohre Jule, Foto Foodhunter (3)

… mit vielen versteckten Winkeln

 

WEINGUT SCHÄFFER
Andreas Schäffer, Jahrgang 1962, ist bereits seit seinem 16. Lebensjahr im Weinbau tätig und leitet den kleinen Familienbetrieb in der 6. Generation. Das Sortiment reicht vom spritzigen, leichten Riesling über kräftigen Weißburgunder oder duftigen Gewürztraminer bis hin zu Rotweinen wie feinfruchtigen Portugiesern, herzhaften Dornfeldern oder samtigen Spätburgundern. In der Vinothek im Geispitz, im Gewölbe des ehemaligen Zehntkellers, können Pfalz-Besucher jederzeit Kostproben nehmen (Mo-Fr 14-18 Uhr und Sa 10-14 Uhr). Ist ein fest angesagt, putzt sich das Weingut erst richtig heraus. Zelte und Bierbänke werden im Park vorm Haus aufgestellt. Die FOODHUNTERs waren restlos begeistert – vom Wein, der Atmosphäre und dem Flammkuchen. Vinothek Schloss Geispitz, Schlossstraße 100, 67434 Hambach-Neustadt. www.geispitz.de

Hambach, Foto Foodhunter (8)

Imposant ist dieses Weingut ohnehin. Doch bei Festen und Veranstaltungen…

Hambach, Foto Foodhunter (9)

…dürfen die Gäste auch im Garten sitzen und schlemmen. Schöner geht’s kaum.

Hambach, Foto Foodhunter (10)

Und er sorgte für Flammkuchen “am laufenden Band”. Foodhunter war auch ein reger Gast, denn frisch gemachter Flammkuchen (dank Convenience) ist selbst in der Pfalz und im Elsass nichts Alltägliches mehr.

 

INSIDER-TIPP: CULIVINO
Culivino, der Zusammenschluss von den vier Weingütern Ludwig Döring, Johann Müller, Martin Nickel, Weingut Sommer, die gemeinsam mit ausgesuchten Käsemachern oder Patissiers wunderbare Genuss-Events veranstalten. Klar, dass sie beim Hambacher Schlossstraßenfest nicht fehlen durften und auch wie uns einmal durchprobierten. Die aktuellen Termine der Erschmeckerreisen finden Sie über facebook oder direkt die Newsletter der Winzer.

Hambach, Foto Foodhunter (7)

“Pay what you want” hieß es bei CuliVino.

 

HAMBACHER FREIHEIT. WEINE VON LUDWIK ADAMÉ HAASS
Er war für sich betrachtet schon einen Ausflug wert, denn kaum einer begeistert sich so für die eigenen Weine wie Ldwik Adamé Haass. Integriert und kontrolliert umweltschonender Weinbau. “Es ist Grundsatz der Hambacher Freiheit das Beste durch die Einheit der Guten zu erzielen und zu bewahren, um mit Gleichgesinnten weiter danach zu streben”, sagt er und schenkte ein. www.haass-wein.de

Hambach, Foto Foodhunter

Gute Weine, kontrollierter Anbau. Der Pinot Rosé hatte nur den Nachteil, dass wir kurz vorher ein Glas von Bernd Schöpsdau gekostet hatten. Der gefiel uns einfach besser

 

VINOTHEK FUXBAU
Ein schmucker Fachwerkbau, innen hohe Gewölbe, Kunst an der Wand, Kerzen auf den Tischen, ein kleiner Innenhof. Die Küche regional. Kotelett vom Donnersberger Wollschwein, geschmorte Ochsenbrust, frische Salate oder marinierte Rindfleischscheiben. Dazu Deftiges wie Pellkartoffeln, Münsterkäse oder Bauernbrot. Klar, der Weinkonsum braucht eine gute Grundlage, denn Flaschenweine und Flaschensekt gibt es ab 11 Euro. Das verlockt zu einer zweiten… Weinstraße 240, 67434 Neustadt an der Weinstraße. Mi-Sa ab 17 Uhr, So ab 12 Uhr. www.fuxbau.biz

Hambach, Fuxbau, Foto Foodhunter (1)

So schmuck der Fuxbau von außen und verlockend der Innenhof…

Hambach, Fuxbau, Foto Foodhunter (1)

…so anregend ist es auch innen. Eine gute Adresse für jedes Wetter

 

Selbst der erfahrendste FOODHUNTER muss angesichts des Weingenusses einmal aufgeben. Hier gute Hambach-Adressen, die wir leider nicht mehr geschafft haben:

  • Weingut Norbert Gutting
  • Weingut Georg Nägele
  • Weingut Johann Müller
  • Restaurant Fassdaube

 

 

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ALLE WEINFEST IM ÜBERBLICK UNTER

www.pfalz-weinfeste.de

www.pfalz-weinfeste.de/pfalz/weinfest-hambach.html

www.hambach-schwarzrotgold.de

Keine Milch für Männer! Thomas M. Walkensteiner über sinnvolle Lebensmittel

Vorbei die Zeiten, in denen Butter und Sahne  kiloweise in die Soßen kamen. Vorbei die Zeiten der Potpourris aus Kohlenhydraten, Fleisch und Fois gras. Heute haben Starköche Vorbildfunktion, orientieren sich an neuen Lebensphilosophien wie vegetarisch genießen und Bio-Food, propagieren die Gesundheit der Gewürze oder das “einfach gute” Essen. Auch Thomas M. Walkensteiner, österreichischer Koch, ist unter die Buchautoren gegangen. “Die neue Aroma Küche” heißt sein inzwischen viertes Buch. Wir haben ihn getroffen und ein kurzes Interview sollte es werden, schließlich hat der Mann andere Aufgaben. Aber das Thema Essen polarisiert, sorgt für Diskussionen und wirft Fragen über Fragen auf. Letztlich saßen wir über zwei Stunden mit dem sympathischen Vorarlberger zusammen. 

Interview Sabine Ruhland, Fotos Foodhunter

Wir Journalisten sehen die Schreiblust der Köche mit größtem Respekt – mal schnell zwischen den stressigen Arbeitszeiten ein Buch schreiben. Dieses ist sogar das Vierte unter Ihrem Namen.
Als ich das erste Mal gefragt wurde dachte ich auch, es reicht wenn ich ein paar Rezepte liefere und war dann ziemlich überrascht, was da alles noch dranhängt. Es ist in der Tat zeitintensiv, erfordert über Wochen den Einsatz von jeder freien Stunde.

Warum dann überhaupt?
Naja, als ich in einem Kochbuch von Plachuta – dort habe ich lange Jahre arbeitet – auch meine Rezepte entdeckte, fand ich das schon großartig.

Jetzt also eine “neue Aroma Küche”. Was ist das Neue?
Ich habe auch im Zürserhof gearbeitet und dort lernte ich einen Gast kennen, Prof. Dr. Markus Metka. Er gilt als einer der Pioniere im Bereich Anti-Aging-Forschung. Er aß bei mir und fühlte sich auch nach sechs Gängen noch gut. So kamen wir ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass ich unbewusst in meiner Küche etwas richtig mache: ich verzichte weitgehend auf Molkereiprodukte und konzentriere mich statt dessen auf gute Öle und vor allem Olivenöle. 50 verschiedene Öle sind immer bei mir in der Küche.

Im Klartext: Molkereiprodukte sind schlecht für den Körper? Wir lesen doch überall das Gegenteil.
Ja Molkereiprodukte sind nicht gut, vor allem Milch nicht, bei Männern kann das in späteren Jahren sogar zu Prostata-Erkrankungen führen. Warum sollte überhaupt ein erwachsener Mensch Milch trinken? Das ist Sache von Säuglingen.

Wenn man aber gerne Milch trinkt?
Dann Ziegenmilch, die ist außerdem laktosefrei.

Aber kaum einer von uns wird sich 50 Olivenöle in den Schrank stellen?
Muss er auch nicht. Zuerst einmal: raus mit Sonnenblumenöl und Maiskeimöl, die sind wegen der Omega 6 Fettsäuren entzündungsfördernd und schlecht für den Köper. Öle mit Omega 3 Fettsäuren hingegen sind gut.

Die da wären?
Fünf Öle sollten in jedem Haushalt sein, wir nennen sie “Engelsfette”, Hanföl, Leinsamenöl, ein hochwertiges Olivenöl, ein hochwertiges Rapsöl (Bio) oder Walnussöl und ein Kürbiskernöl. Wichtig beim Olivenöl: es muss ohne Kerne gepresst worden sein.

Steht das auf dem Etikett?
Leider meistens nicht. das heißt,  der Verbraucher muss sich informieren. Aber das tut er ja auch, wenn es darum geht, das richtige Motorenöl für sein Fahrzeug zu finden.

Wäre noch die Frage mit dem Olivenöl und dem braten. Man darf es doch nicht erhitzen…
Ganz einfach. Statt Öl in die Pfanne zu gießen, marinieren Sie einfach das Bratgut. Tupfen überschüssiges Öl ab und geben es dann in die Pfanne.

Walkensteiner, Foto Foodhunter

Ein Teller wie ein Frühlingsgarten: Aberseer Schafskäse mit Zupfsalat und mariniertem Gemüse. Ihm folgte ein knusprig gebratenes Fuschelsee Lachsforellenfilet auf Gemüselinsen und Feines von Erdbeer und Rhabarber. Alle Fotos Foodhunter.

Wenn es Engelsfette gibt, gibt es dann auch Teufelsfette?
Klar. Das sind Fette, sie Sie beispielsweise in Wurstsorten finden oder u.U. in einem Leberwurstaufstrich.

Abgesehen vom richtigen Öl – was empfehlen Sie noch?
Es gibt  vier Säulen der guten Ernährung. Erstens: essen Sie die richtigen Kohlenhydrate und lassen Sie die schlechten wie Zucker und Stärke weg. Zweitens: essen Sie die richtigen Fette, darüber haben wir ja gerade gesprochen. Drittens: essen Sie das richtige Eiweiß, dazu gehören Kichererbsen, Linsen, Erbsen oder Sojabohnen als Proteinlieferant und verzichten Sie öfter auf Fleisch. Viertens: nehmen Sie viele sekundäre Pflanzenstoffe zu sich, die sind das beste Anti-Aging-Mittel. Diese befinden sich in zahlreichen Produkten: beispielsweise Oliven, Tomaten, Trauben, Granatäpfel oder auch Kräutern wie Salbei und Safran.

Eigentlich sind Sie ja bekannt für Ihre Passion was die asiatische Küche betrifft.  
Das schließt sich ja auch nicht aus – wo viel mit Gewürzen und mit wenig Fett gearbeitet wird, sind die Menschen gesünder, schlanker und fühlen sich wohler. Sowohl in der Traditionellen Chinesischen Medizin als auch im Ayurveda erfolgt mindestens die Hälfte der Therapien mittels gezielter Ernährungsprogramme. “Lass die Säfte der Pflanzen die Kraft in deinem Blut sein” sagte ein chinesischer Kaiser bereits 700 v.Chr.

Die Macht der Gewürze für ein gesundes Leben?
Ja, unter anderem. Während Kümmel, Chili, Koriander, Schwarzer Pfeffer und Muskatnuss positiv auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel wirken, dienen Oregano und Zimt beispielsweise der Regulierung des Blutzuckerspiegels. Ein gesunder Fettstoff- und Zuckerstoffwechsel und ein regulierter Blutdruck sind der Schlüssel zur Gesundheit, die mit richtiger Ernährung bis ins hohe Alter erhalten bleiben kann. In diesem Zusammenhang spielen vor allem sekundäre Pflanzenstoffe, wie sie in Gewürzen enthalten sind, eine wichtige Rolle.

Gibt es absolute Stars unter den Gewürzen?
Ja, Matcha, Kurkuma, Koriander und Ingwer.

Gibt es auch einen Fat-Burner?
Matcha. das Grüntee-Pulver besitzt Katechine, die den Fettstoffwechsel ankurbeln.

Und ein Super-Herb?
Ingwer. Er verfügt über 25 verschiedene Antioxidantien, welche die freien Radikale im Körper effektiv neutralisieren.

Sie haben uns die Top-Öle genannt – welches sind die Top-Kräuter und Gewürze? 
Kurkuma, Zimt, Oregano, Gewürznelke, Wacholder, Thymian, Sternanis, Knoblauch, Petersilie, Kümmel, Schnittlauch, Piment, Salbei.

Walkensteiner, Foto Foodhunter (1)

Dominik Bichler (li) und Thomas M. Walkensteiner. Leider hat sich das Dream-Team getrennt, Thomas Walkensteiner kocht nicht mehr auf Schloss Fuschl

Kräuter und Gewürze mitkochen oder erst am Schluss dazugeben?
Mitgekochte Kräuter verleihen Gerichten einen besonderen Geschmack, die mit der abschließenden Beigabe frischer Kräuter zur Vollendung gebracht wird.

So, wie sehen jetzt die Rezepte aus?
Auch nicht anders, nur besser kombiniert. Beispielsweise  ”ausgelöste Flusskrebse mit Mandarinen-Sternanis-Fond und gebratenem grünen Spargel” oder “Saibling mit Muskatkürbischutney und Chili-Basilikum-Vinaigrette” oder “Crema Catalana mit schwarzen Oliven, Olivenöl und Thai-Mango”.

Weniger Fleisch, mehr Fisch?
Für eine ausgewogene Ernährung sind ideal: 1/3 Vierbeiner, 1/3 Zweibeiner und 1/3 Fisch.

Nun, wenn ich alles richtig machen, dann lebe ich gesund bis ins hohe Alter?
Bei allen Zutaten dürfen Sie eine nicht vergessen: Spiritualität. Das Leben genießen, gute Küche genießen, sich selber mögen. Wenn Sie “sündigen” mit Schnitzel, Pommes frites und Soße, dann mit Freude und nicht mit schlechtem Gewissen. Glücklich sein, die Natur und das Leben wertschätzen, das ist für ein gesundes Leben ebenso wichtig.

 

Feinstes Saiblingstatar mit Gurken-Dill-Eis. Ein kulinarisches Sommermärchen

Da ist dieses Eis, das unsere Gaumen in diesem Sommer süchtig macht: Gurken-Dill Eis von Schuhbeck. “Mei, des ko a jeder”, winkt der Starkoch locker ab, als er in der Kochschule vorbeischaut und kostet, was FOODHUNTER zusammen mit seinen Köchen André Schellenberg und Joachim Rehm zubereitet hat. Ein Saiblings-Tatar hatten wir uns in den Kopf gesetzt, in Verbindung mit diesem erfrischenden Eis. Was sollen wir sagen: auch ohne Zutun des großen Meisters ist uns ein geniales kulinarisches Sommermärchen geglückt: Saiblings-Tatar (in dreierlei Varianten) an Gurken-Dill-Eis. Das kulinarische Sommermärchen 2013! 
 

Autor Dirk Vangerow, Fotos Sabine Ruhland

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“Nie überdekorieren”, sagt Alfons Schuhbeck als er flugs in der Kochschule vorbeischaute und André Schellenberg beim Anrichten des Tellers beobachtet. “Zuviel Deko auf dem Teller ist immer ein Zeichen von Schwäche. Steh zu deinen Gerichten.” Sprach es, probierte einen Löffel und entschwand. Schade eigentlich, hatten wir doch ein wirklich erfrischend-raffiniertes Gericht kreiert. Aber nachdem es keine Kritik gab war das wahrscheinlich Lob genug.

Eis-Saibling, Foto Foodhunter

Die Hitze und Termindruck – nur kurz verkostet Alfons Schuhbeck, was wir mit seinen Köchen in der Kochschule zaubern

Aber wie wird aus einer Idee ein Gericht das es letztlich auf eine Speisekarte schafft? Da muss man fast wissenschaftlich vorgehen. Zunächst der Saibling, der Star, eine Granaten-Qualität von der Castell’schen Fischzucht im Allgäu. Anton Faber-Castell hatte sie frisch in der Früh anliefern lassen. Selbst die Schuhbeck-Köche sind hingerissen. Kaum Fett, nicht tranig, zartrosé von der Farbe, fest im Fleisch. Fast behutsam nimmt sich Joachim Rehm der Filets an, teilt sie quer in der Mitte um am Ende gleichgroße Würfel zu bekommen. “Die Würfel fürs Tatar dürfen bei solcher Qualität schon etwas dicker sein”, meint er.

Eis-Saibling, Foto Foodhunter (3)

Fischfilets enthäuten, dann in der Mitte halbieren.

Eis-Saibling, Foto Foodhunter, Sabine Ruhland

In Streifen schneiden und schließlich in gleichgroße Würfel

Eis-Saibling, Foto Foodhunter

Tipp: Um zartes Fischtatar kühl zu halten einfach zwei Schüsseln ineinander stellen und dazwischen mit Eis befüllen

Danach die Kondimente für das Eis, der zweite Star. Olivenöl pur, mit Zitrone oder mit Ingwer?  Fleur de Sel oder Murray River Salt?  Chili gemahlen, frisch als kleine hauchdünne Ringe oder als halbe Schote?
Eine kleine Dillspitze vielleicht? FOODHUNTER und die Köche in hitziger Diskussion. Draußen hat es 38°.  Zum Glück gab es von allem reichlich – jede Variante konnte probiert werden. Und Pommery Louise 1999 gab es auch noch. Das hält den Koch bei Laune.

Dieselbe Prozedur für den Bachsaibling. Die Würfel nicht zu fein, darin waren wir uns einig. Koriander, frisch? Nein. Gemahlen? Auch nicht.
Zimt, Pfeffer, Nelke und doch Koriander? Mal sehen. Ein mildes Harissa? Saibling trifft Orient.

Roter Shiso, Mizuna oder Blutampfer? Limettensaft oder Abrieb. Nein, Limettensaft hat zuviel Säure und lässt den Fisch milchig werden. Also Abrieb. Hellgrüner Kontrast zum rosafarbenen Fleisch.

Eis-Saibling, Foto Foodhunter (2)

Kugeln oder Nocken? Allein die Form des Eises sorgte für Diskussionen. Hier die Tatarvariante mit Zimt, Koriander, Fenchel und Pfeffer

Eis-Saibling, Foto Foodhunter (1)

Tatar die dritte Variante mit Harisa-Gewürz. Orientalischer Hauch, raffiniert.

Eis-Saibling, Foto Foodhunter

Die “pure Variante”: Limettenabrieb, frische Chili in zarte Ringe geschnitten, Fleur de Sel, Olivenöl. Perfekt zum erfrischenden Saiblingstatar mit dem zarten Schmelz: ein Glas Pommery Louise.

Es verkosteten: Patrick Bertermann (MIURA, Goldenes Kalb und ein neues Fischrestaurant kommt hinzu) und Felix Hartwich, Statthalter VRANKEN-Pommery, Alfons Schuhbeck und seine Köche André Schellenberg und Joachim Brehm , Sabine Ruhland und Dirk Vangerow, FOODHUNTER. Alle waren begeistert von der Sommerkreation. Die Meinung von AS holen wir noch ein.

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Luna Party. Sommernächte auf der Dachterrasse Bayerischer Hof

Anknüpfend an die Reihe „Top Stop Rooftop“ schenkt der Bayerische Hof den Münchnern einen neuen Sommernachtstraum.  „Luna Party“. Chillen, feiern, tanzen unter freiem Himmel und über den Dächern Münchens in einer der schönsten Locations der Stadt, denn auf der Blue Spa Dachterrasse  scheinen die Frauentürme zum greifen nah. 

Der Ausblick gigantisch, die Atmosphäre sexy-elegant, die Drinks sommerlich-raffiniert, die Frauen schön und die Musik entspannend. Erleben Sie unvergessliche Vollmondnächte mit Lounge Musik von DJ Findling (get physical) und Cocktails im Blue Spa Wintergarten sowie auf der Terrasse. Premiere war am 23. Juni. Weitere Termine gibt das Hotel jeweils “2 Wochen vor Vollmond” auf der Webseite bekannt: www.bayerischerhof.de Der Eintritt ist frei.

Anmeldung erbeten per E-Mail: topstoprooftop@web.de

 

 

Eine “Perle” des Weinviertels: Grüner Veltliner Zeiseneck

Er gedeiht da, wo vor 17 Millionen Jahren ein Austernriff war, wo heute noch fossile Schalentiere gefunden werden: der Grüne Veltliner Zeiseneck vom Weingut R&A Pfaffl. Nicht umsonst gehört er der Kategorie Districtus Austriae Controllatus an, die ausschließlich den Premiumweinen des berühmten “Weinviertels” vorbehalten ist.

Autor Sabine Ruhland 

“Nicht nur, weil die Pfaffls jedes Jahr ausgezeichnete Weine machen, sondern vor allem, weil Roman Pfaffl und seine Familie seit Jahren beweisen, dass es im Weinviertel hervorragende Lagen gibt …” Mit diesen Worten kürte das Online-Magazin “Wine-Times” die Winzerfamilie 2008 zum Winzer des Jahres. So begegnen auch wir häufig einem Pfaffl-Wein, sei es im Interconti in Berchtesgarden oder neulich auf Schloss Fuschl. R&A Pfaffl ist zur Berühmtheit avanciert.

Dahinter stecken Roman und Heidi Pfaffl, die das Weingut 1978 von ihren Eltern übernommen haben aus einem dreiviertel Hektar Weingarten 80 Hektar gemacht haben. Die ganze Begeisterung der beiden steckt in den Weinen, allen voran dem Grünen Veltliner, der im “Weinviertel” zuhause ist. Ein spezieller Weingarten ist Zeiseneck. Das Gestein auf dem dieser Grüne Veltliner gedeiht sind fossile Austern, 17 Millionen Jahre alt. Damals war Stetten von tropischer Vegetation umgeben und das Korneuburger Becken Teil einer lang gestreckten Flussmündung, die in ein Meer führte. – Ideale Bedingungen für eine reiche Pflanzen- und Tierwelt und beste Voraussetzungen für die Entstehung des gigantischen Austernriffs mit einer Gesamtfläche von 300 m².

Heute ist die Lage zudem begünstigt durch den angrenzenden Wald und den großen Temperaturunterschieden zwischen Sonnenwärme und nächtlicher Waldeskühle. Kein Wunder, dass dieser Grüner Veltliner extrem aromatisch, vielschichtig und anders ist als herkömmliche Veltliner. Er gehört der Kategorie Districtus Austriae Controllatus an, die ausschließlich den Premiumweinen des Weinviertels vorbehalten ist.

Ganz klar – eine Perle für jeden Veltliner Liebhaber! Und das nicht nur zu Austern. Erhältlich u.a. bei Jaques Weindepot, Pfaffl Zeiseneck 2012, 9,50 Euro, www.jacques.de/weinsuche/?keywords=zeiseck

Pfaffl Zeiseneck, Foodhunter Weinviertel

Geboren auf fossilen Austern – der Grüne Veltliner Zeiseneck vom Weingut Pfaffl

 

FOODHUNTER-TIPP

2. August, Zistersdorf: “Tafeln mit Blick ins weite Land”

Umgeben von Weinbergen thront der Steinberg majestätisch vor den Toren der Stadt Zistersdorf. Von hier blickt man weit ins Land hinein bis hin zu den kleinen Karpaten. Genau auf dieser Anhöhe bereitet die Familie Windsteig regionale Köstlichkeiten für Sie zu. Hotel am Steinberg, 2225 Zistersdorf, Am Steinberg 1, ab 18.30 Uhr. 83 Euro pro Person. Mehr “Tafelfreuden” unter www.weinviertel.at

 Weinviertel Tourismus / Wurnig

Tafeln im Weinberg – die Feste im Weinviertel sind legendär und oft recht früh ausgebucht. Weinviertel Tourismus / Wurnig

Lesen Sie auch unsere Foodhunter-Reportage übers Weinviertel und entdecken Sie die besten Gastro-Tipps unter  www.foodhunter.de/2011/11/29/osterreich-weinviertel-tipps/

Weinviertel, Foto Foodhunter, Peter von Felbert

Der Wein und die Feste. Das weinviertel erwartet Sie. Fotos Peter von Felbert für Foodhunter