Kategorie-Archiv: Rezepte / Kochbücher

Vegan – die pure Kochlust. Erfrischendes Kochbuch eines jungen Schweizers

Philip Hochuli ist der Shootingstar der veganen Kochszene in der Schweiz. Jetzt ist sein zweites veganes Kochbuch fertig. Wichtig für den jungen Koch:  junge, vegane Küche mit Rezepten, die sich mit Zutaten aus dem Supermarkt einfach und schnell kochen lassen.Vegan – die pure Kochlust. 

Die Leidenschaft fürs Kochen war Grundvoraussetzung, aber nicht alleine der Grund, um sich mit veganer Küche zu beschäftigen. “Die vegane Küche bringt etwas Einzigartiges mit sich, verbindet zentrale Aspekte wie Umweltschutz, gesundheitliche Vorteile und Tierschutz ohne dass man dabei kulinarisch auf etwas verzichten müsste. Das fasziniert und begeistert mich und ist für mich eine große Motivation die vegane Küche bekannter und beliebter zu machen”, sagt Philip Hochuli.

Welche Gerichte erwarten uns in seinem Buch? Wir haben schon mal reingeschaut: Pfannkuchen-Festival, Birnenrisotto, gebratener Fenchel auf sommerlichem Tomatensugo, lauwarme Kichererbsenpfanne mit Gurken-Raita (Raita kommt ursprünglich aus Indien und wird dort zur Milderung der Schärfe zu Currys serviert), Sweet and Smoky Mustard-Bolognese, Rote-Bete-Schnitzel in Kokospanade oder auch Kichererbsenrösti mit Zucchini.

Für Foodhunter hat Philip eine kleine Kostprobe vorbereitet: Gemüseburger / Für 2 Portionen

Zuaten

  • Neutrales Pflanzenöl
  • 150 g Zwiebeln, fein gehackt
  • 150 g tiefgekühlte grüne Erbsen
  • 150 g Karotten, geraspelt
  • 45 g Haferflocken
  • 30 g Mehl
  • 1,5 EL Maisstärke
  • 1,5 TL Gemüsebouillon-Pulver
  • 1 Prise Salz

Vegan, die pure Kochlust, Gemüseburger

Zubereitung

  • Etwas Öl erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten.
  • Erbsen und Karotten zugeben und 3 Minuten ohne Deckel dünsten.
  • Kurz abkühlen lassen und noch möglichst warm mit Haferflocken, Mehl, Maisstärke, Gemüsebouillon-Pulver und 1 EL Öl kräftig kneten. Mit Salz abschmecken.
  • Mit den Händen eher kleine Burger formen und in heißem Öl auf mittlerer Stufe 2–4 Minuten von jeder Seite braten.
  • Dazu passt ein frischer grüner Salat.

Lust auf mehr? Die pure Kochlust gibt es für 19,90 Euro, erschienen im at-Verlag.  www.at-verlag.ch

Vegan_die_pure_Kochlust

Fastenwandern auf Sylt

Unter Fremden geht das Abnehmen meist leichter, als zu Hause konsequent zu bleiben. Das Fastenwandern findet daher immer mehr Anhänger. – Vor allem, wenn es in exponierter Umgebung stattfindet. Fastenwandern auf sylt – so viel Luxus darf schon sein! 

Tipp von Sissi Wolf

Sylt – man liebt es oder hasst es, dazwischen gibt es nichts. Wer sich einmal in diese Insel verliebt hat, der liebt nicht nur Sterneküche, Prominenz und Champagner, sondern vor allem die raue Natur, wenn sich Land und See diesen täglichen, ekstatischen Tanz liefern und jeden Spaziergang einmalig machen.

Jetzt bietet die Insel zum Naturschauspiel ein mehrwöchiges Fasten nach der Methode von Otto Buchinger: morgens bekommt der Kreislauf Gymnastik statt Kaffee serviert, frisch gepresster Obstsaft ersetzt das Marmeladenbrötchen, und schon findet sich das Fastenkind auf dem Rad oder mit Nordic-Walking-Stöcken am Strand wieder. Auf den drei- bis vierstündigen Wanderungen, fern der ausgetretenen Pfade, sind Begegnungen mit Schafen oder Kühen weitaus wahrscheinlicher als mit anderen Gästen oder Syltern.

Nach der frisch zubereiteten Gemüsebrühe, ohne Einlage wohlgemerkt, wird am Abend als Dessert noch ein wechselndes Programm mit Vorträgen, Yoga oder Tanz serviert. Genuss ist eben nicht nur eine Gaumenfrage. Noch nie waren Verluste und Entbehrungen im Urlaub so befreiend. – Uns so sexy wie auf Sylt.

Fastenwandern auf Sylt wird angeboten von:

Frank und Minu Ahlers
Fichtenweg 6
Sylt Ot. Westerland
Tel.: +49 4651 927456
www.fasten-sylt.de

Fastenhaus Familie Werner
Kolbergerstraße 3
Sylt Ot. Westerland
Tel.: +49 4651 886477
www.fastenwandern-sylt.de

Was bedeutet „koscher“?

Wenn man mißtrauisch gegenüber einer Sache ist, dann sagt man manchmal: Das ist  nicht  koscher. Das Wort stammt aus dem Jiddischen, der Sprache der mittel- und osteuropäischen Juden und heißt soviel wie einwandfrei oder unbedenklich. Doch was genau ist koscher?

Von Sissi Wolf

  • In der Torah lautet die Definition für koschere Tiere, dass sie Vierfüßler sein müssen, die ihre Nahrung wiederkäuen und gespaltene Hufe haben: Rind-, Kalb-, Lamm-, Reh- und Ziegenfleisch sind koscher, Schweinefleisch nicht und auch nicht das Fleisch von Pferden, Kamelen, Kaninchen oder Hasen.
  • Geflügel ist koscher, wenn die Tierarten domestiziert sind, also Hühner, Gänse, etc., aber auch  Truthahn. Raubvögel, Fasane, anderes Wildgeflügel und Aasfresser sind es nicht. Auch nicht der Strauß.
  • Die Aufteilung in „fleischige“ (hebräisch: basari), „milchige“ (hebräisch: chalawi) und „neutrale“ (parve) Lebensmittel.
  • Alle Produkte von koscheren Tieren gelten als koschere Lebensmittel, zum Beispiel die  Milch von Kuh oder Ziege. Eine Ausnahme: Honig ist koscher, obwohl er von einem nichtkoscheren Tier (Biene) hervorgebracht wird.
  • Damit Fleisch und Geflügel koscher auf den Teller kommen, müssen sie von einem ausgebildeten shohet, einem Schlachter, auf traditionelle Weise geschlachtet werden. Mit einem rasiermesserscharfen und glatten Messer, das zweimal so lang ist wie die Kehle des Tieres breit, werden mit einem Schnitt Drosselvene, Luftröhre, Speiseröhre und zwei Vagusnerven durchtrennt, was dem Tier so wenig Schmerzen und Leiden wie möglich bereitet.
    Da die Torah das Essen von Blut verbietet, muss das Tier so gut wie möglich ausbluten, was gewöhnlich vom Metzger erledigt wird.
  • Als koschere Fische bezeichnet man solche, die Schuppen und Flossen haben – sie bedürfen keiner besonderen Schlachtungsart, denn Fisch ist pareve, also neutral.
  • Schalentiere, Krebse, Aale und Fische ohne echte Schuppen, wie etwa Wels, Hai, Steinbutt und Stör inklusive Kaviar sind nicht koscher und werden nicht gegessen.
  • Natürliches Lab, das bei der Käseherstellung benutzt wird um die Milch gerinnen zu lassen, wird meist aus Kälbermagen hergestellt. Daher sind die meisten Käse nicht koscher. Das gleiche gilt für Gelatine, die aus Tierknochen hergestellt wird. Vegetarische und damit koscher Produkte sind Käse, die mit Lab-Ersatzprodukten hergestellt werden und Gelatine aus Riementang. – Beides findet auch bei gesundheitsbewussten Verbrauchern mehr und mehr Zuspruch.

Koscherer Wein, Foto Foodhunter

Was steckt hinter koscherem Wein?

Auch die Weinherstellung unterliegt strengen Regeln. Weinberater Franco Apel, der uns an diesem Abend die Hermon Weine näherbrachte, hatte echte Schwierigkeiten alle Eckdaten zusammenzufassen. Aber hier – für alle Wissbegierigen – die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale

  • Die Trauben werden erst ab dem 4. Jahr geerntet.
  • Im Weinberg dürfen keine anderen Pflanzen stehen (Verbot der Mischkulturen)
  • Zwei Monate vor der Ernte darf nicht mehr organisch gedüngt werden.
  • Alle Geräte, die zur Ernte oder Verarbeitung der Trauben dienen, werden unter der Aufsicht von Rabbinern gesäubert.
  • Enzyme und Bakterien dürfen nicht zugefügt werden. Nur die auf der Schale befindlichen Bakterien bringen die Fermentation in Gang. Gelatine, Kasein sowie Stierblut sind beim Vinifizieren unzulässig. Zur Reinigung ist lediglich Betonit zugelassen. Es dürfen nur Papierfilter verwendet werden.
  • Flaschen dürfen nicht mehrmals gefüllt werden.
  •  Im 7. Jahr (Schabbatjahr) werden keine Trauben geerntet. Die Rebstöcke sollen sich organisch regenerieren.
  • Ein Prozent der Weinerzeugung darf nicht verkauft werden, sondern wird an arme Mitbürger verteilt.

 

 

 

Umwerfende Waffel-Rezepte von der Konditoren-Weltmeisterin

Ran an Herd, Ofen, Backformen und Waffeleisen, denn die kalorienreichste aller Jahreszeiten ist da. “Na, machst du wieder deine Waffeln? Die altbekannten? Sind ja eh gut.” Vielleicht aber auch ein bisschen langweilig… Also hat Foodhunter die Konditoren-Weltmeisterin Andrea Schirmaier-Huber nach Rezepten gefragt, damit wir bei unseren Waffeln den Bewunderungs-Jackpot knacken.  Et voilà –  hier sind drei etwas andere, umwerfende Waffel-Rezepte. 

Die “Nein wie süüß!” Weihnachtsbaumwaffel 

Zutaten für den Teig (ergibt ca. 10 Stück)

  • 100 g Mehl
  • 3 g Backpulver
  • 100 g gemahlene Mandel
  • 200 g Kerrygold Butter oder andere leicht zu verarbeitende Butter
  • 30 g Puderzucker
  • 1 Prise Nelke
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Kardamom
  • 1 Vanilleschote
  • 3 Eier (Größe M)
  • 1 Prise Salz
  • Grüne Lebensmittelfarbe

Zutaten für den „Baumschmuck“

  • 100 g Puderzucker
  • 100 g Rohmarzipan
  • Bunte Lebensmittelfarben
  •  Aprikosenkonfitüre
  • Puderzucker zum Bestäuben
  • Butter zum Einfetten für das Waffeleisen

Tipp von Andrea Schirmaier-Huber: „Achten Sie beim Marzipan auf Qualität. Es sollte auch am Rand schön weich und nicht ölig sein. Um Modelliermarzipan zu erhalten, versetzt man Marzipan stets mit der gleichen Menge (1:1) Puderzucker. So lässt es sich schön ausrollen und formen.“

Zubereitung

  1. Für den Teig Mehl und Backpulver sieben, die Mandeln untermischen und alles zur Seite stellen.
  2. In einer Schüssel weiche Butter mit Puderzucker, Nelke, Zimt, Kardamom und dem Mark der Vanilleschote schaumig rühren. Dann nach und nach die Eier unterrühren. Anschließend die Mehl-Mandel-Mischung zusammen mit einer Prise Salz unterheben und alles mit grüner Lebensmittelfarbe einfärben.
  3. Den fertigen Teig ca. 10 Minuten ruhen lassen und anschließend in einem Waffeleisen goldbraun backen.
  4. Für den Marzipan-Baumschmuck den Puderzucker in eine Schüssel sieben und mit dem Rohmarzipan zu einem glatten Teig verkneten. Das fertige „Modellier-Marzipan“ aufteilen und je nach Lust und Laune mit Lebensmittelfarbe einfärben. Mit dem bunten Marzipan Kugel und Sterne formen.
  5. Die Rückseite des Marzipan-Baumschmucks mit Aprikosenkonfitüre bestreichen und auf die Waffel kleben – so dass ein Tannenbaum entsteht. Das Waffel-Bäumchen anrichten und mit etwas Puderzucker bestäuben.

Weihnachtsbaumwaffeln

Die “Kann-ich-noch-eine-haben” Speck-Waffeln

Zutaten (ergibt ca. 10 Stück) 

  • 250 g Mehl
  • 4 g Backpulver
  • 100 g Kerrygold Butter
  • 3 Eier (Größe M)
  • 125 g Wasser
  • Cayenne Pfeffer
  • Salz und Pfeffer
  • Schnittlauch, Petersilie
  • 150 g Speckwürfel
  • 1 Zwiebel

Butter zum Einfetten für das Waffeleisen
Schinken und Käse nach Wahl

Zubereitung

Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben. In einer anderen Schüssel weiche Butter, Eier und Wasser verrühren und mit den Gewürzen und Kräutern abschmecken. Die Zwiebel fein würfeln und zusammen mit den Speckwürfeln unter den Teig rühren. Mehl und Backpulver unterheben und den fertigen Teig ca. 10 Minuten ruhen lassen. Falls der Teig noch zu fest ist, kann man etwas Wasser dazu geben. Den Teig ins Waffeleisen gießen und goldbraun backen. Die fertigen Waffeln auf einem Teller mit Schinken und Käse anrichten.

Herzhafte Waffeln

Die “Wow, wie gut sind die denn!” Orangen-Buttermilch Waffeln mit Toffeesauce

Zutaten für den Teig (für ca. 10 Stück)

  • 200 g Mehl
  • 2 g Backpulver
  • 100 g Kerrygold Butter
  • 75 g Puderzucker
  • Eine Vanilleschote
  • 1 Prise Zimt
  • Abrieb einer halben, unbehandelten Orange
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier (Größe M)
  • 50 g Mehl
  • 200 g Buttermilch
  • 40 g Sahne
  • 30 g frischer Orangensaft

Tipp von Andrea Schirmaier-Huber: „Hier sollten Sie unbedingt gute Saftorangen verwenden. Rollen Sie diese vor dem Auspressen mit Druck auf dem Tisch hin und her. Das bringt die Zellen im Inneren zum Platzen und der Saft lässt sich schön auspressen.“

Zutaten für die Toffeesauce

  • 170 g Zucker
  • 60 g Wasser
  • 75 g Kaffeesahne
  • Ggf. Whisky
  • Butter zum Einfetten für das Waffeleisen
  • Etwas Schlagsahne
  • Sternförmige Ausstecher

Zubereitung

  1. Für den Teig Mehl und Backpulver in eine Schüssel sieben. In einer anderen Schüssel  Butter mit Puderzucker, Mark einer Vanilleschote, Zimt, Orangenabrieb und einer Prise Salz schaumig rühren. Nach und nach die Eier und die restlichen 50 g Mehl unterrühren.
  2. Danach Buttermilch, Sahne und Orangensaft zugeben und nach und nach unterrühren. Mehl und Backpulver unterheben und den Teig ca. 10 Minuten ruhen lassen.
  3. Anschließend den Teig ins Waffeleisen gießen und goldbraun backen.
  4. Für die Toffeesauce den Zucker in einem Topf vorsichtig zu hellbraunem Karamell schmelzen. Mit Wasser ablöschen und anschließend Kaffeesahne dazu geben. Je nach Geschmack die Sauce mit Whisky abschmecken.
  5. Die Waffeln mit einem sternförmigen Ausstecher ausstechen und auf einem Teller mit etwas geschlagener Sahne und Toffeesauce anrichten.

orangen-Butter-Waffeln

 

 

Mehr von Andrea Schirmaier-Huber?
Die Konditorenweltmeisterin bietet in ihrer Backakademie zahlreiche Seminare an:
Beispiel: Trüffel- und Pralinenkurs
Montag   18.11.2013
Montag   25.11.2013
Kursdauer 10-17.30 Uhr, mit einer Stunde Mittagspause. Für Getränke, Snacks und Schürzen ist gesorgt. Die Teilnehmerzahl liegt bei 3-10 Personen, der Kurs findet ab 3 Personen satt.
170 Euro pro Person, inklusive 3 Pralinengabeln, 1 Abtropfgitter, Rezepten und den an diesem Tag selbst gemachten Trüffel & Pralinen.

 

Anmeldung
SCHIRMAIERHUBER
Konditorei Confiserie Konfitürenmanufaktur Backakademie
Egmatinger Strasse 7
85667 Oberpframmern
Telefon: 08093/90 54 66 0

info@konditorenweltmeisterin.de  

 

Orangen-Butter-Waffeln

Orangen-Butter-Waffeln

Urlaubsküche – das sehr private Kochbuch von Birgitt Staadt

Da wir selbst ein kleiner Verlag sind, finden wir es natürlich wunderbar, wenn sich Menschen so sehr für gute Küche engagieren, dass sie in Eigenregie ein Kochbuch entwerfen und umsetzen. So wie Birgitt Staadt. 

“Urlaubsküche” heißt ihr Premieren-Kochbuch und es ist jedem selbst überlassen, wie, wann und wo er es einsetzt. Zu Hause als Hommage an den letzten Urlaub – Wandern in den Bergen (Schinkenpäckchen), einen Tag am Meer (Pulpo Salat, Menorcinischer Fisch mit Fenchel, mediterrane Seetaufelmedaillons) oder die Gerüche des Orients (Teryaki Filet Spieße) – oder als Begleiter, wenn die nächste Reise ruft und man im Urlaub gerne selber kocht.

Den Foodhunter-Lesern schenkt die Autorin zwei brandneue Rezepte aus ihrer Urlaubsküche. Lust zu kochen? JAA! www.meineurlaubskueche.de

Maronensuppe mit Feigen

Zutaten

  •  1 Suppenbund
  •  (Möhre, Sellerie, Porree)
  •  400 g gekochte Maronen
  •  750 ml Gemüsebrühe
  •  125 ml Weißwein
  •  1 Becher Sahne
  •  1 Esslöffel Butter
  •  Salz, Pfeffer
  •  Muskat, Zimt
  •  4 Feigen

Zubereitung

Das Gemüse schälen, klein würfeln und in einem Topf mit Butter andünsten. Mit Gemüsebrühe ablöschen. Maronen und Weißwein dazugeben. Mit Muskat, Zimt, Salz und Pfeffer würzen. Die Suppe 15 Minuten köcheln lassen. Mit einem Mixstab die Suppe pürieren und die Sahne untermischen.
Das Maronensüppchen in 4 Teller verteilen und mit den kleingeschnittenen Feigen garnieren.

 

Gefüllte Schinkenpäckchen

 Zutaten

  •   50 g getrocknete Tomaten
  •   20 g Kapern
  •   ½  Bund Frühlingszwiebeln
  •   125 g Mozzarella
  •   8 Scheiben rohen Schinken (nach Wahl)
  •  1 Zehe Knoblauch
  •  1 Esslöffel Olivenöl
  •  Abrieb von einer  ½  Zitrone
  •  Schnittlauch
  •  Salz, Pfeffer
  •  Balsamico
  •  100 g Rucola
  •  Parmesan

Urlaubsküche, Kochbuch

Zubereitung

Die getrockneten Tomaten, den Knoblauch und die Frühlingszwiebeln klein schneiden und zusammen mit den Kapern in Olivenöl anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit etwas Abrieb von der Zitrone verfeinern.
Den Mozzarella zerpflücken und mit in die Pfanne geben. Alles kurz weiter braten. Die Pfanne vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Etwa 1 Esslöffel der Masse in die Mitte von einer Scheibe Schinken geben und daraus ein Päckchen machen. Mit einem Schnittlauchhalm vorsichtig oben zusammenbinden.
Die Schinkenpäckchen auf dem gewaschenen und getrockneten Rucola anrichten und mit Pfeffer und Balsamico würzen und mit Parmesan bestreuen.

Urlaubsküche, 19,90 Euro, versandkostenfrei
www.norderneye.de/Kochbuch-Urlaubskueche/Kochbuch-Urlaubskueche-versandkostenfrei-bestellen::119.html

cover kochbuch

Clouds in den Tanzenden Türmen. Hamburgs neues Top-Restauant

Am 24.10. war es soweit: das “clouds Heaven’s Bar & Kitchen” in Hamburg öffnete seine Himmelspforten im 23. Stock der architektonisch polarisierenden Tanzenden Türme auf der Reeperbahn. Hinter dem Clouds stehen keine Unbekannten: Christoph Strenger, Marc Ciunis, Jan Töben und Thomas Kreme, die schon mit dem Hamburger Designhotel East einen neue Ära der Hotelkultur einleiteten.  

Es ist das höchste Restaurant Hamburgs, 105 Meter über dem Boden, über zwei Etagen, mit Lounge und verglaster Dachterrasse. Damit die Gäste auch kulinarisch Höhenflüge erleben, dafür sorgen Tell Wagner und Sebastian Brugger als Doppelspitze der Küchenbrigarde. Die haben ja bereits im East bewiesen, welche Qualität sie auf die Teller bringen.

Keine Wünsche sollen offen bleiben und so zieren die Karte nicht nur Prunier Kaviar oder Cassoulet von Meeresfrüchten, sondern auch Tee von der Ente, Kikok Hähnchen aus der Rotisserie, (Kikok sind Hähnchen, die artgerechter gemästet werden), exklusives Porterhouse Dray Aged Steak oder T-Bone (vom norddeutschen Rind). Dazu ein Ausblick, der seinesgleichen sucht. Wie wahr – kein Wunsch bleibt offen.

clouds Heaven’s Bar % Kitchen
Mo-So ab 17 Uhr
Terrasse ab April 2014 geöffnet
www.clouds-hamburg.com
Reeperbahn 1, 20359 Hamburg
Tel 040/30993280

Auf ‘in die Pilze’! Wir sagen Ihnen, wo und wie Sie Beute machen

Die Pilz-Saison geht los und wer ein echter Sammler ist, den kribbelt es jetzt in den Fingern und an der Nasenspitze. Foodhunter-Autor Karl Wörle gehört zu den passionierten Pilzsammlern. Zwar verrät er uns nicht, wo genau er jedes Jahr fündig wird, aber er gibt gute Insider-Tipps, wie die Suche von Erfolg gekrönt ist. 

Autor Karl Wörle

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Meine Eltern waren befreundet mit einem Landwirt in Aschau im Chiemgau. Als Schuljunge durfte ich auf der zum Hof gehörigen Alm mit den Großeltern des Bauern meine Ferien verbringen. Ich lebte 3-4 Wochen unter einfachen Bedingungen mit Oma Lisbeth und Opa Vinzenz auf ca. 1500 Metern Höhe – dafür aber gab es jeden Tag Neues zu entdecken. So zeigte mir Lisbeth eines Tages verschiedene Waldhänge rund um die Alm und bat mich, Schwammerl zu suchen. Eine große Korbschütte, mit einem Kälberstrick versehen, damit ich sie um die Schultern hängen konnte, diente als Transportmittel.

Zu Beginn brockte ich jeden erdenklichen Pilz in den Korb, leerte mittags meinen Fund auf den Tisch und Lisbeth  begann zu sortieren. Jeden Pilz nahm sie in die Hand, wusste seinen Namen und ob er essbar oder giftig war. Die meisten meiner Pilze landeten erst einmal auf dem Misthaufen, doch ich lernte, die verschiedenen Sorten zu unterscheiden und dass sich im Bergwald die Pilze am sichersten beim Bergaufgehen finden. Die Fauna legt sich Hang abwärts, darunter verstecken sich die Pilze.

Das Putzen war weniger aufregend und kostete mich oft zwei Stunden Zeit. Dafür gab es abends eine riesige Pfanne voller Schwammerl, angebraten in frischer Butter. Etwas Milch und Rahm dazu, fertig. Dieser unvergleichliche Geschmack war der Anfang einer bis heute währenden Leidenschaft: dem Schwammerlsuchen. Neben dem Suchen ist es das Naturerlebnis, das süchtig macht. Einsam durch schattige Wälder streifen, auf Bergrücken grandiose Aussichten genießen, keine Menschenseele zu treffen, das grenzt an Meditation. Auch die Freude etwas zu finden und in der Familie für ein feines Abendessen gesorgt zu haben, lockt in unwegsames Gelände. Wobei wir auch schon bei der entscheidenden Frage wären: wo finde ich Pilze? Befragen Sie dazu einen Pilzsammler, bekommt dieser einen verschmitzten Gesichtsausdruck und Sie als Antwort bestenfalls eine großräumige Gebietsbeschreibung. Keiner verrät freiwillig seine Plätze.

Der frühe Sammler findet den Pilz

Einige Anregungen, wo und wann Sie die Früchte des Waldes finden, gebe ich Ihnen aber gerne. Die erste Regel lautet: der frühe Sammler findet den Pilz – vor allem in Gebieten, die von Pilzsammlern stärker frequentiert werden. Je nach Witterung sind in unseren Breitengraden die Pfifferlinge die ersten auftauchenden Köstlichkeiten. Sie brauchen viel Feuchtigkeit und sind familiär: unter Buchen und Fichten, an Waldrändern, teilweise im Moos oder Gras wachsen mehrere auf einem Fleck  Zu finden sind sie bereits ab Juni (noch sehr klein) bis weit in den Herbst hinein.

Ganz anders der Steinpilz, der lässt sich Zeit, sprießt bevorzugt im Spätsommer und Herbst. Er wächst gerne in Laub- und Nadelwäldern, vor allem unter Eichen, Fichten oder Kiefern. Manchmal krieche ich auf allen vieren im Wald herum, denn dort, wo die Bäume Äste bis fast zum Boden haben, wachsen Steinpilze besonders gerne. Steinpilze sind Einzelgänger. Lieben es bis zu 50 Meter neben Waldrändern auf den Pilzsucher zu warten und mögen wie alle ihre Artgenossen feuchtes, warmes Klima. Vor allem nach Regenperioden bei milden Temperaturen schießen sie innerhalb kurzer Zeit aus dem Boden.

Rausdrehen, abschneiden oder mit der Wurzel ausgraben?

Soll man einen Pilz rausdrehen, abschneiden oder mit der Wurzel ausgraben? Eine viel gestellte Frage. Drei Sommer lang habe ich mir die Mühe gemacht, mit ungiftigem Spray verschiedene Plätze zu markieren. Je nach Farbe habe ich rausgedrehte, abgeschnittene, entwurzelte Pilze gebrockt. Weder das eine noch das andere hat die Pilze daran gehindert, jedes Jahr wieder in Hülle und Fülle zu wachsen. So soll es jeder machen wie er will. Weil vor allem Steinpilze schon sehr klein überaus wurmig sein können, sollten Sie den Pilz der Länge nach durchschneiden und ihn auf Küchenpapier kurz in die Sonne legen. Die Würmchen verlassen fluchtartig ihre Behausung.

Pilze suchen, Foodhunter

Der Steinpilz hat giftige Doubles

Steinpilze begeistern vor allem durch ihr feines Aroma. Das rohe Fleisch hat einen milden Geschmack und eignet sich hervorragend für Steinpilz-Carpaccio. Hierfür gutes, kaltgepresstes Olivenöl dünn mit einem Pinsel auf den Teller streichen, darauf etwas Salz, Pfeffer und mit hauchdünnen Pilzscheiben, maximal 1 mm, belegen. Nochmals pfeffern, salzen, tropfenweise Zitronensaft, ein wenig Olivenöl. Gehobelter Parmesano Reggiano rundet das Carpaccio ab. Den feinen Biss der Steinpilze, den fantastischen Geruch, erleben Sie nur, wenn das Gericht unmittelbar vor dem Verzehr zubereitet wird. Und auch wenn fast jeder Laie meint, einen Steinpilz ohne Schwierigkeiten erkennen zu können – er kann durchaus mit dem giftigen Satansröhrling oder dem bitteren Gallenröhrling verwechselt werden, was die zweite entscheidende Erkenntnis aller Schwammerlsucher bringt: keinen nicht 100 % definierten Pilz verzehren.

Pilzmesser, Foto Foodhunter

Das perfekte Pilzmesser. Scharfe Klinge und kleiner Pinsel in einem

Ein Liebling: der Parasol – nicht verwechseln mit dem Pantherpilz

Alle Pilze zu kennen ist angesichts der weit mehr als 6.000 Arten in Deutschland ein schweres Unterfangen, weshalb sich Pilzsucher in aller Regel auf vier, fünf Sorten beschränken. Oftmals verraten Giftpilze zwar ihre Gefährlichkeit durch grelle Warnfarben oder absurde Formen, aber auch darauf ist nicht immer Verlass, denn es gibt wunderbare Speisepilze mit außergewöhnlichem Aussehen, etwa den Riesenschirmling, auch Parasol genannt, der das Cover dieser Foodhunter-Ausgabe ziert. Mit seinem braun gesprenkelten Hut schreckt er eher ab, obwohl er ein exzellenter Speisepilz ist. Der Parasol wächst gerne unter Tannenbäumen, nähe Ameisen-Kolonien und mitten in den Wiesen. Als Baby ist der Hut des Parasols an seinem Stiel angewachsen, breitet sich dann nach oben aus und hinterlässt einen Ring um den Stiel, der sich – sofern der Pilz gut ist – leicht nach oben oder unten verschieben lässt. Wie bei einem Regenschirm, daher auch der Name. Falls sich der Ring nicht verschieben lässt, dann Finger weg, denn die Verwechslung mit dem sehr ähnlichen, giftigen Pantherpilz und dem spitzschuppigen Schirmling ist möglich.

Pilze sammeln, Parasol

Ab Ende Oktober kommen die Pilze des Spätherbstes

Empfehlenswert für Pilzsucher ist daher ein Pilz-Buch ( z.B. Kosmos Naturführer von Markus Flück „Welcher Pilz ist das?“), ein Besuch des Schwammerllehrpfads im Altmühltal oder des  Pilzseminars in Pfaffenhofen. Vielleicht entdecken Sie danach auch mit etwas Glück einen weißen Schopftintling am Wegesrand und in Wiesen. So lange der Hut fest am Stiel anhaftet, ist er ein sehr guter Speisepilz. Schmeckt ähnlich, doch kräftiger als ein Champignon.

Ab Ende Oktober oder Anfang November, wenn selbst eingefleischte Pilzsammler glauben die Saison sei gelaufen, verstecken sich oft viele typischen Pilze des Spätherbstes unter einer dicken Laubschicht. Jogger und  Spaziergänger ahnen nicht, an welchen Schätzen sie vorübereilen. Ob köstliche Waldchampignons, Krause Glucken, aromatische Herbsttrompeten, riesige Mönchsköpfe oder schmackhafte Herbstmorcheln, wer den genauen Zeitpunkt ihres Wachstums nicht kennt, hat kaum eine Chance diese Pilze je zu Gesicht, geschweige in den Korb zu bekommen. Auch ich habe Pilze noch im Oktober mit klammen Fingern unter einer frischen Schneeschicht ausgegraben und schon im Frühjahr einzelne Steinpilze gefunden, die noch gar nicht da sein sollten. Die ersten Nachfröste im November bedeuten ebenfalls noch nicht das Ende, sondern sind das Startzeichen für die echten Winterpilze rund um Austernpilz und Samtfußrübling.

Pilze tagesfrisch genießen. Oder trocknen

Die Konservierung von Pilzen ist schwer. Viele Methoden habe ich ausprobiert. Eiskristalle zerstören beim Einfrieren die Struktur der Pilze. Aufgetaut werden sie gummiartig. Verhindern können Sie dies nur, indem Sie die Pilze im gefrorenen Zustand bei größtmöglicher Hitze in die Pfanne geben. Die haltbarste Methode ist jedoch die Trocknung. Auf einem Netz oder Sieb das von unten und oben belüftet sein sollte, gut verteilt mindestens drei Tage in die pralle Sonne legen. Es geht auch im Ofen bei 30 Grad. Doch jegliche Konservierungsmethode kann einen frischen Tagespilz nicht ersetzen. So sollten Sie auch den Parasol am gleichen Tag verzehren, noch dazu da sein Hut nach wenigen Stunden zusammenfällt. Mein Tipp: Panieren Sie nur den Hut wie ein Wiener Schnitzel und backen Sie ihn in reichlich Butterschmalz oder frischer Butter (dann nur bei mittlerer Hitze) aus. Auf Küchenpapier Fett abtropfen lassen, mit kleingeschnittenem Salbei bestreuen. Schmeckt wie ein Kalbssteak.

Überhaupt eignen sich Pilze für Vielerlei, denn sie lassen sich braten, kochen, pochieren, dämpfen, als Hauptspeise genießen oder als Beilage zu Fleisch, Fisch, Salaten, Pasta und eignen sich zum Füllen von Ravioli. Doch zuvor heißt es putzen. Da empfehle ich als passionierte Hobbysammler schon beim Waldgang ein kleines Messer einzusetzen, das neben gebogener Klinge hinten am Schaft eine Bürste besitzt. Pilze lassen sich damit sofort nach dem Rausdrehen säubern. Zu Hause eignet sich auch die schnelle Mehl-Wasserbad-Reinigung. 1 Liter Wasser, 2 EL Mehl, Pilze kurz hineingeben, abbrausen, trocken tupfen. (Das Anbraten eines trockenen Pilzes verhindert, dass der Pilz gummiartig wird). Trotzdem bin ich der Meinung, dass sich, außer dem Pfifferling, die Pilze mit Wasser voll saugen, wodurch die geschmackliche Aura des Waldbodens verloren geht. Hier zum guten Schluss eine Appetit anregende Aufforderung, sich „in die Pilze“ zu begeben: ein alpenländisches Grundrezept.

 Foodhunter-Rezept : Rahmreherl , für 4 Personen

  •  500 g   Pfifferlinge, geputzt
  •   50 g   Butter
  • 150 g   Zwiebel, klein gewürfelt
  •   20 g   Mehl
  •     1 l    Brühe
  • 250 g   süße Sahne
  •  1 EL   Apfelessig
  •  Petersilie, Salz, Pfeffer

Zwiebel in Butter glasig dünsten, mit Mehl bestäuben, Pfifferlinge zugeben. Wenn die Pilze Wasser abgeben, würzen, Petersilie dazu, Brühe eingießen, 10 min. leicht kochen, Sahne dazu, mit Essig abschmecken  Je länger Sie den Topf auf dem Feuer lassen, desto dicker wird die Konsistenz. Einlage: kleine Semmelknödel.

Pilze sammeln

Pilze sind köstliche Waldesfrüchte. Frisch zubereitet brauchen sie nicht viel. Gute Butter, etwas Grünzeug, etwas frischen Knoblauch, Salz und Pfeffer

 

 

 

 

 

 

 

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Grünkohl – neue Rezepte. Nix mehr igitt, nur noch hurra!

Man hasst ihn oder man liebt ihn, irgendwie scheint es dazwischen nichts zu geben. Grünkohl. Dabei ist Foodhunters Devise “es gibt keine schlechten Gerichte, nur schlechte Köche”. Also werden wir uns auch in diesem Jahr wieder an den Grünkohl wagen und dabei dem wohl traditionellste Gericht ‘Grünkohl mit Pinkel’ den Rücken zuwenden, denn  Grünkohl mit Hafergrütze, Schweineschmalz, Zwiebeln und Grützwürsten (Pinkel) bis zu 90 Minuten gegart, womöglich noch mit Speck garniert, das macht unserem bayerischen Magen echte Probleme – selbst wenn der Koch gut ist. Für unsere Ambitionen passend: das „Internationale Grünkohl-Kochbuch“, das gerade in der 3. Auflage erschienen ist.

Autor Sabine Ruhland

Zugegeben, wir dachten immer, Grünkohl würde aus Westfahlen kaum herauskommen. Stimmt aber nicht, der freche Kohl macht sich überall breit. So hatte der KellnerVerlag leichtes Spiel 50 internationale Rezepte zusammenzustellen. Suppen, Salate, Eintöpfe, Aufläufe, Kuchen, Chips – alles ist möglich mit diesem Tausendsassa, der, wenn Freilandware, ab dem ersten Frost und meist im November frisch auf die Märkte kommt.

Sie mögen Grünkohl, aber suchen nach einem neuen Rezept? Et voilà, hier sind zwei!
Noch mehr Grünkohl? Das Internationale Grünkohl-Kochbuch kostet 16,90 Euro. KellnerVerlag, Bremen.

Grünkohl – Quiche

Zutaten

  • 375 g Mehl
  • 200 g weiche Butter
  • 3 EL Wasser
  • 1 ½ Prise Salz
  • 400 g Grünkohl
  • 3 Schalotten
  • schwarzer Pfeffer
  •  230 g geriebener Käse (Cheddar)
  • 180 g gehackte Walnüsse
  •  4 ½ Eier
  •  1 Zehe Knoblauch
  •  2 Thymianzweige
  •  300 ml süße Sahne
  •  150 ml Milch

Zubereitung

  1. Aus dem Mehl, der Butter, dem Wasser und dem Salz einen Mürbeteig bereiten und diesen dann in eine gefettete Springform (24 cm) einlegen.
  2. Den Teig im vorgeheizten Backofen bei 200 °C 10 Minuten »blind« backen.
  3. Die Zwiebel hacken und unter den gekochten Grünkohl heben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den geriebenen Cheddarkäse und die gehackten Walnüsse unter den Kohl heben und alles auf den vorgebackenen Quicheteig geben.
    Für die Füllung die Eier, den zuvor ausgequetschten Knoblauch, abgestreiften Thymian, die Sahne und die Milch verrühren und über die Quiche gießen.
  4. Die Quiche zurück in den Ofen schieben und in etwa 30 Minuten goldgelb backen.Internationales Grünkohl-Kochbuch

Grünkohl-Ravioli

Zutaten

  • 600 g Grünkohlblätter
  • 2 Schalotten
  • 400 g Mehl
  • 200 g Hartweizengrieß
  • 8 Eigelb
  • 3 Eiweiß
  • 100 g Parmesan
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, Zucker, Knoblauch, grober Senf

Zubereitung

  1. Für die Ravioli einen Nudelteig herstellen: Alle Zutaten wie Mehl, Eier, Hartweizengrieß und Olivenöl auf der Arbeitsfläche zu einem homogenen Teig
    verarbeiten, in Frischhaltefolie einschlagen und für eine Stunde in den Kühlschrank legen.
  2. Für die Füllung 400 g Grünkohlblätter mit einer fein gewürfelten Schalotte in Olivenöl anschwitzen und mit Salz, Pfeffer, Zucker & grobem Senf abschmecken.
  3. Danach den Nudelteig hauchdünn mit einer Nudelmaschine ausrollen, mit der Grünkohlmasse füllen und gut verschließen. Danach die Ravioli in heißem Salzwasser kochen.
  4. Wenn die Nudeln al dente sind in einer Pfanne 200 g grob geschnittene Grünkohlblätter in etwas Olivenöl anschwitzen und mit einer Kelle vom Nudelwasser ablöschen. Die Ravioli in die Pfanne geben und den Fond mit Butter und Parmesan abrunden.
  5. Tipp: Die Ravioli können auch eingefroren werden, einfach nach dem Füllen auf einem Backblech mit Backpapier für 4 Stunden einfrieren und danach in Plastikdosen umfüllen, gut verschlossen halten die Ravioli mindestens einen Monat.

Internationales Grünkohl-Kochbuch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bloß nicht “Wiener Art”. 5 Tipps für das perfekte Schnitzel

“Es ist eine Kunst, ein wirklich gutes Schnitzel zu machen”, sagte Johann Lafer in einem Interview und fügte ergänzend hinzu, dass nur die wenigsten Wirtshäuser und Gaststätten in dieser Paradedisziplin glänzen. Bevor Sie also im für ein mittelmäßiges Schnitzel zahlen, lieber selber zubereiten! So gelingt es perfekt:

1) Fleisch vom Bio-Kalb. Nicht Schwein (Wiener Art), nicht Billig-Massenware, sondern genau so: Bio Kalb! Zum Beispiel über: www.biobauerndienst.de/Bio-Kalb/

2) Nicht mit dem Fleischklopfer malträtieren, das zerstört die Fasern und der Saft läuft aus. Optimal: Fleisch zwischen zwei Klarsichtfolien legen und die Folien vorher leicht mit etwas Öl einreiben und das Fleisch dünn ausklopfen. Dafür unbedingt einen flachen Gegenstand nehmen, zum Beispiel ein Pfannenboden.

3) Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen, wobei Sie hier raffiniert sein dürfen: Je nach Qualität des Salzes und Pfeffers unterscheidet sich der Geschmack erheblich.

3) Für die Panade: “gesiebtes Mehl (dann gibt es keine Klümpchen auf der Panade), Bio-Eier und bei den Semmelbrösel (selben reiben, weil das wirklich easy ist!) nur das Äußere des Brötchens nehmen, nicht das helle Innere, denn das saugt zuviel Fett auf.

4) Butterschmalz heiß werden lassen. Nicht nur den Boden benetzten, sondern so viel Butterschmalz, dass das Schnitzel bedeckt ist.Falls Sie mehrere Schnitzel zubereiten wollen, immer frisches Butterschmalz nehmen, sonst bekommen die anderen Schnitzel, die im gleichen Schmalz baden, die dunklen verbrannten Krümel ab. Sieht nicht gut aus und mindert den Geschmack.

5) Schnitzel goldbraun ausbraten, herausnehmen und auf Haushaltspapier abtropfen lassen. Fertig. Dazu ein selbst gemachter Kartoffelsalat und alle sind glücklich.

 

“Ich bin völlig hicks!” Ein Biermenü, das Laune macht!

Bier ist nicht allein zum Trinken da. Es macht sich auch hervorragend in Gerichten, verleiht Marinaden und Saucen eine unnachahmliche Raffinesse. Und keine Bange, am Schluss sind Sie einfach nur glücklich satt und nicht “hicks”. 

 

Vorspeise: EISMEERGARNELENSÜLZE mit Avocado-Vinaigrette

Zutaten für 4 Personen

  • 200 g Eismeergarnelen
  • 200 ml klare Gemüsebrühe
  • 1 Karotte
  • 3 – 4 Blatt Gelatine
  • 1 Stück Stangensellerie
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft,
  • 1 Lauchstange
  • etwas Essig

Eismeergarnelensülze, Rezept

Zubereitung

  1. Stangensellerie schälen und die Fäden ziehen, dann in Brunoise schneiden.
  2. Karotte schälen, Lauch putzen und waschen, beides in Brunoise schneiden.
  3. Die Gemüsebrunoise in Salzwasser weich kochen und im kalten Wasser abkühlen. Auf einem Sieb abtropfen lassen.
  4. Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Gemüsebrühe aufkochen, abschmecken mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und etwas Essig. Die Gelatine ausdrücken und in der heißen Brühe zergehen lassen.
  5. Zum Abkühlen der Flüssigkeit das Gefäß auf Eis stellen, damit die Flüssigkeit zum Befüllen der Timbale oder Terrine kurz vor dem Stocken ist.
  6. In die Timbaleformen oder Terrinenform – mit Klarsichtfolie ausgelegt – etwas von der gelierenden Flüssigkeit geben. Das Gemüsebrunoise mit etwas Gelee vermischen und zusammen mit den Eismeergarnelen in die Formen füllen und mit dem Gelee auffüllen. Für einige Zeit im Kühlschrank fest werden lassen.

Zutaten und Zubereitung Avocado-Vinaigrette

  • 2 weiche vollreife Avocados
  • 3 El Olivenöl
  • 1 Zitrone
  • 3 El helles Bier
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Hakoweiß
  • 1 Basilikumsträußchen
  1. Avocados halbieren und schälen. Einen Teil in feine Würfel schneiden. Den Rest fein pürieren, mit Hakoweiß vermischen und mit Zitrone, Salz, Pfeffer und Knoblauch abschmecken.
  2. Mit dem Olivenöl aufrühren und mit dem Bier verdünnen.
  3. Basilikumblätter in feine Streifen schneiden und unter die Avocados mischen.
  4. Die Eismeergarnelensülze aus der Form lösen, portionieren und auf der Vinaigrette anrichten.

Hauptspeise: ENTENBRUST IN CURRYSAUCE MIT PACK CHOI UND GLASNUDELN

Für 4 Personen

  • 4 Entenbrüste
  • 2 Schalotten
  • 4 Pack choi
  • 1 Stück Ingwer
  • 1 reife Mango
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 g Glasnudeln
  • Currysauce
  • 0,750 l Kokosmilch
  • Fischsauce
  • 1-2 EL Bockbier
  • gelbe Currypaste
  • Kaffirzitronenblätter
  • Palmzucker
  • 1 rote Paprikaschote

Entenbrust mit Pak Choi

Zubereitung

  1. Glasnudeln in kaltem Wasser einweichen.
  2. Entenbrüste mit Salz und Pfeffer würzen, in einer Pfanne anbraten und im Backofen auf einem Gitter in ca. 20 Minuten garen. Dann herausnehmen und bei Küchentemperatur ruhen lassen.
  3. Für die Currysauce in einem Wok etwas Öl erhitzen. Darin etwas Currypaste andünsten, jedoch nicht zu heiß, da man sonst Atembeschwerden bekommt. Nun mit etwas Kokosmilch ablöschen und einkochen lassen. Kaffirblätter hineinlegen und für den Geschmack mitkochen.
  4. Wenn die Kokosmilch eindickt, mit weiterer Kokosmilch angießen und einkochen, so dass eine dickliche Sauce entsteht.
  5. Paprika in Brunoise schneiden und zum Mitgaren in die Sauce geben. Mit 1-2 EL Bockbier sowie Fischsauce als Salzersatz abschmecken und mit Palmzucker verfeinern.
  6. Pak-Choi waschen, trocknen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  7. Schalotten, Knoblauch, Mango schälen und fein schneiden, Ingwer schälen und reiben.
  8. In einem Wok oder einer Pfanne etwas neutrales Öl erhitzen. Pak-Choi und Schalottenwürfel darin andünsten. Geriebenen Ingwer zufügen und zusammen dünsten.
  9. Glasnudeln abschütten und mit dem Pack choi weiterbraten. Die gewürfelten Mango unterschwenken und mit der Sojasauce, Salz und Pfeffer abschmecken.
  10. Entenbrüste wieder im Backofen erwärmen.

Pack Choi auf Teller anrichten. Die Sauce daneben angießen und die Entenbrust in Scheiben in die Sauce legen.

DESSERT: Bier-Tiramisu mit  RHABARBER- ERDBEER-RAGOUT

Zutaten

  • 20 Löffelbiskuits
  • 1 Sträußchen Minze
  • TRÄNKFLÜSSIGKEIT FÜR LÖFFELBISKUIT
  • 6 El Wasser
  • 100 g Zucker
  • 200 ml Orangensaft
  • 300 ml dunkler Doppelbock (oder dunkles Bier)
  • Zitronensaft

Biertiramisu, Rezept

Zubereitung

  1. Den Zucker mit dem Wasser aufkochen und unter Rühren zu einem dunklen Karamell werden lassen.
  2. Dann mit dem Orangensaft ablöschen und stark einkochen lassen.
  3. Auskühlen lassen, mit dem Bier verrühren und mit Zitronensaft abschmecken.

CREME

  • 3 Eigelbe
  • 80 g Puderzucker
  • 250 g Mascarpone
  • 4 El dunkler Doppelbock (oder dunkles Bier)
  • 1 Zitrone
  • 150 g Sahne
  • 3 Blatt Gelatine
  • 1 El Bier
  • 3 Eiweiß
  • 80 g Zucker
  • Kakaopulver

Zubereitung

  1. Gelatine im kalten Wasser einweichen.
  2. Eigelbe und Puderzucker mit einem Handrührgerät schaumig schlagen. Mascarpone, dunkles Bier und Zitronensaft unterrühren.
  3. Sahne steif schlagen.
  4. Gelatine ausdrücken, mit etwas Bier schmelzen und zu der Mascarponemasse geben.
  5. Eiweiß mit dem Zucker zu steifem Schnee schlagen, mit der Sahne vermischen und unter die Mascarponemasse heben.
  6. In einer Form die Löffelbiskuit auslegen und mit der Bierflüssigkeit betränken. Die Mascarponemasse darüber verteilen und im Kühlschrank fest werden lassen.
  7. Vor dem Anrichten mit Kakaopulver bestreuen.

RHABARBER- ERDBEER-RAGOUT

  • 300 g Rhabarber
  • 1 Vanilleschote
  • 150 g brauner Zucker
  • 1 Zitrone
  • 100 ml dunkler Doppelbock (oder dunkles Bier)
  • 100 ml Wasser
  • Mondamin
  • 100 g Erdbeeren

Zubereitung

  1. Rhabarber waschen und die Schale abziehen, Endstücke abschneiden. Den Rhabarber in kleine Stücke schneiden.
  2. Vanilleschote halbieren und auskratzen.
  3. Brauner Zucker mit dem Saft der Zitrone in einen Topf geben und karamellisieren. Mit dem Bier und Wasser ablöschen. Die Rhabarberschalen und Vanille zufügen und gut durchkochen lassen. Wenn nötig noch mit Zucker und Zitronensaft abschmecken. Die Flüssigkeit durch ein feines Sieb passieren.
  4. Rhabarberstückchen mit etwas Rhabarberfond weich dünsten. Den entstehenden Saft auffangen und zum restlichen Saft geben. Die ganze Saftmenge mit angerührtem Mondamin abbinden und auskühlen lassen.
  5. Erdbeeren in kleine Würfel schneiden und mit dem Rhabarber zum ausgekühlten Fond geben.
  6. Rhabarber- Erdbeer-Ragout auf Teller geben und vom Tiramisu Nocken abstechen und darauf anrichten. Mit Minze garnieren.

 

TIPP: BIER-STEAKS für die letzten Grillabende!

Biersteak, Foto Foodhunter

STEAKS IN PILS-MARIANDE

Schweine-Steaks
Senf
Gewürze
Kräuter
Pfeffer
Öl
Guter Schuss Pils

Für die Marinade Senf, Gewürze, Kräuter, Pfeffer, Öl und Pils in eine Schüssel geben und alles gut verrühren. Schweine-Steaks 2 bis 3 Tage vor dem Grillen in die Marinade einlegen.

BRAUMEISTER-STEAK

Backschinken
Butterschmalz oder Öl
200 g Mehl
250 ml dunkles Bier
2 Eigelb
2 TL Öl
etwas Salz

Aus Mehl, Bier, Eigelb, Öl und Salz einen Backteig herstellen. Den Backschinken in dickere Scheiben schneiden, im Teig wenden und in Butterschmalz oder Öl kross herausbacken.